- 19.05.2026, 10:53:02
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Jüdisches Museum Wien: Neue Ausstellung „A Muslim, a Christian, and a Jew“ von Eran Shakine
Mit „A Muslim, a Christian, and a Jew" präsentiert das Jüdische Museum Wien eine Einzelausstellung des israelischen Künstlers Eran Shakine in Wien. Seine Arbeiten zählen zu jenen künstlerischen Positionen der Gegenwart, die mit überraschender Leichtigkeit grundlegende Fragen von Religion, Identität und Zusammenleben verhandeln. Die Ausstellung ist bis 8. November 2026 im Jüdischen Museum Wien, einem Museum der Wien Holding, zu sehen.
Ein Witz, der keiner ist
Jedes Bild von Shakines Werkzyklus beginnt mit denselben Worten: ,,Ein Muslim, ein Christ und ein Jude ... ", die an den Anfang eines Witzes erinnern. Doch statt Unterschiede zuzuspitzen, unterläuft Shakine genau diese Erwartung. Seine Figuren erscheinen als identisches Trio, oft im schwarzen Anzug und mit Zylinder, unterwegs durch unterschiedlichste Szenarien. Sie streifen durch die Welt auf der Suche nach gemeinsamen Ursprüngen, nach Antworten auf die großen Fragen der Menschheit oder nach der Liebe Gottes und erleben dabei alltägliche wie skurrile Situationen. Und in jeder Szene haben sie eine gemeinsame Erkenntnis.
Gemeinsamkeiten im Blick
Was auf den ersten Blick leicht und humorvoll wirkt, entfaltet bei näherer Betrachtung eine große inhaltliche Tiefe. Shakines Arbeiten wirken wie Anti-Karikaturen. Sie brechen mit Stereotypen und lenken den Blick weg vom Trennenden hin zum Verbindenden.
Die Figuren bewegen sich durch offene, nicht eindeutig zuzuordnende Räume, jenseits konkreter religiöser oder geografischer Zuschreibungen. Ihre Begegnungen erzählen von einer geteilten Geschichte und von Erfahrungen, die Menschen unabhängig von religiöser Zugehörigkeit verbinden. Es geht um Neugier, Zweifel, Hoffnung und den Wunsch, die Welt und den eigenen Platz in ihr zu verstehen.
Eine Ausstellung zum Verweilen
Die Ausstellungsgestaltung des Wiener Designbüros Vandasye übersetzt diesen künstlerischen Ansatz konsequent in den Ausstellungsraum und schafft mitten im Jüdischen Museum einen begrünten Ort der Begegnung.
Der interaktive Ansatz der Ausstellung wird im eigens kuratierten Kreativbereich fortgesetzt. Besucher*innen sind eingeladen, mit ihrer Kreativität die „Wall of Tolerance“ zu füllen und ihre eigenen Perspektiven einzubringen. Gemeinsam gestaltet wird die „Wall of Tolerance“ zu einem kollektiven Kunstwerk der Ausstellung, das Menschen verbindet.
Kunst in einer politisierten Gegenwart
Die Arbeiten entstehen vor dem Hintergrund einer Gegenwart, in der Weltanschauungen und religiöse Zugehörigkeiten zunehmend politisiert und gegeneinander in Stellung gebracht werden. Shakines Werkzyklus begegnet dieser Entwicklung mit einer präzisen und zugleich poetischen Bildsprache, die auf das Menschliche verweist. Seine Figuren treten nicht als Vertreter von Gegensätzen auf, sondern als Menschen, die nebeneinander existieren und durch ihre Verletzlichkeit miteinander verbunden sind. Darum sind „der Muslim, der Christ und der Jude“ auch keine Figuren eines Witzes, bei dessen Pointe einer am besten aussteigt, sondern drei unterschiedliche und doch sehr ähnliche Figuren, die sich in denselben Situationen wiederfinden.
Wien als Resonanzraum
Wien ist seit Jahrhunderten ein Ort der Koexistenz, Reibung und gegenseitigen Prägung der drei abrahamitischen Religionen. „A Muslim, a Christian, and a Jew“ knüpft an diese Geschichte an und übersetzt sie in eine universelle Gegenwart.
Eran Shakine setzt die drei Protagonisten für die Wiener Ausstellung gemeinsam auf das Riesenrad. Vom Dach einer Gondel aus blicken sie aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Stadt, sind jedoch Teil eines gemeinsamen Erlebens.
Zum Künstler
Eran Shakine wurde 1962 in Israel als Sohn einer ungarischen und eines französischen Schoa-Überlebenden geboren und lebt und arbeitet in Tel Aviv. Seine Werke wurden international ausgestellt, unter anderem in New York, Paris, London und Berlin, und sind in bedeutenden Sammlungen vertreten. Mit der Präsentation im Jüdischen Museum Wien ist seine Arbeit erstmals in Österreich zu sehen.
Mit „A Muslim, a Christian, and a Jew“ setzt das Jüdische Museum Wien ein Zeichen für Dialog und Offenheit. Die Ausstellung lädt dazu ein, im Anderen nicht nur das Fremde, sondern das Gemeinsame sichtbar werden zu lassen.
Pressefotos:
Fotos zur Aussendung sind im Pressebereich der Wien Holding unter www.wienholding.at/Presse/Presseaussendungen abrufbar. Honorarfreier Abdruck im Zuge der Berichterstattung unter Nennung des Copyrights.
Rückfragen & Kontakt
Mag.a Natascha Golan
Presseabteilung Jüdisches Museum Wien
Telefon: 0699 15 20 55 54
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.jmw.at
Mag. a Elisabeth Bauer
Wien Holding – Corporate Communications
Telefon: +43 1 408 25 69 47
E-Mail: [email protected]
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