- 19.05.2026, 10:21:33
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Radikale Innovation mit „Alpha Innovation“ statt nur Optimierung
Mit der im NOI Techpark in Bozen entwickelten Methode, lernen Unternehmen zehn Jahre vorauszudenken – und daraus umsetzbare Strategien zu entwickeln.

Geopolitische Unsicherheit, technologische Sprünge im Wochentakt und steigender Nachhaltigkeitsdruck: Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, sich nicht nur zu verbessern, sondern sich auch grundlegend neu zu erfinden. Denn inkrementelle Innovation reicht in vielen Branchen nicht mehr aus, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Der NOI Techpark in Bozen hat eine Methode entwickelt, die radikale Innovation systematisch möglich macht: Alpha Innovation.
Der Ansatz wurde gemeinsam mit dem Politecnico di Milano, dem Center for Family Business Management der Freien Universität Bozen sowie Unternehmen wie Loacker, Dr. Schär und VOG Products entwickelt. Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, nicht nur Bestehendes und Funktionierendes zu optimieren, sondern die Perspektiven zu öffnen, andere Branchen, Denkweisen und Geschäftsmodelle zuzulassen.
„Viele Unternehmen verwechseln Innovation mit kontinuierlicher Optimierung – also mit dem nächsten Update, dem effizienteren Prozess“, sagt Petra Seppi, Head of Unit Innovation Management im NOI Techpark. „Radikale Innovation bedeutet dagegen, sich bewusst von der Gegenwart zu lösen und konsequent in Zukunfts-Szenarien zu denken. Sich zu fragen: Welche Bedürfnisse, Technologien und Rahmenbedingungen werden unser Geschäft in zehn Jahren prägen? Und welche Lösungen sind dafür notwendig?“
Ein systematischer Prozess für radikale Ideen
Alpha Innovation basiert auf einem dreistufigen, faktenbasierten Prozess, der Unternehmen von der Zukunftsanalyse bis zur strategischen Entscheidung führt:
- „Discover Opportunities“: Analyse von Trends, Technologien und zukünftigen Bedürfnissen, um potentielle Innovationsfelder und neue strategische Richtungen zu identifizieren.
- „Create Ideas“: Entwicklung radikaler Ideen in interdisziplinären Teams und in einem offenen Innovationsumfeld. Diese kombinieren Perspektiven und schärfen Ideen so, dass sie wirklich transformativ sind, Innovationsfelder werden in tragfähige Konzepte übersetzt.
- „Make Decisions“: Bewertung der Konzepte nach zentralen Kriterien wie Mehrwert für zukünftige Nutzende, technische Machbarkeit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Von der Zukunftsanalyse zur Strategie
Ein zentraler Bestandteil der Methode ist auch die Bewertung von Innovationen entlang ökologischer und gesellschaftlicher Kriterien. „Heute ist Nachhaltigkeit nicht nur eine moralische Frage, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor“, so Seppi.
Seit dem Start 2022 wurde der Ansatz bereits in über 30 Innovationsprojekten angewendet – sowohl mit etablierten Industrieunternehmen als auch mit Technologieunternehmen und KMU. Dabei entstanden nicht nur Ideen, sondern konkrete Roadmaps für neue Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle. Lösungen, die teilweise deutlich über das bestehende Kerngeschäft hinausgehen.
„Radikale Innovation ist kein Zufall, sie entsteht aus einem strukturierten Prozess. Aber sie braucht Mut – und den Raum, wirklich weit zu denken“, betont Seppi.
Weitere Infos: https://noi.bz.it/de/fuer-unternehmen/bahnbrechende-innovation-wagen
Über NOI Techpark
NOI Techpark ist Südtirols Innovationsviertel und seit seiner Eröffnung 2017 das Zentrum für Forschung, Entwicklung und innovatives Unternehmertum in der Region. Auf einem Areal von 12 Hektar – derzeit zu rund 40 Prozent bebaut – arbeiten aktuell 2.400 Menschen in 83 Unternehmen und 43 Start-ups, drei Forschungsinstituten (Eurac Research, Fraunhofer Italia, Versuchszentrum Laimburg) sowie vier Fakultäten der Freien Universität Bozen an Lösungen für eine nachhaltige Zukunft. Der Fokus liegt dabei auf den Technologiefeldern Green, Food & Health, Digital und Automotive & Automation. Mit 70 wissenschaftlichen Laboren und Prototypenwerkstätten, Büros, Coworking Spaces und akademischen Flächen vernetzt NOI Techpark Wirtschaft und Wissenschaft, fördert Tech Transfer, F&E-Projekte und Gründungen und macht Südtirol zu einem strategischen Standort für nachhaltige Innovation.
Weitere Informationen: www.noi.bz.it.
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Monika Knoll
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