- 19.05.2026, 09:32:32
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Sportministerium und Nationale Anti-Doping Agentur Austria warnen vor „Enhanced Games“:
Sport-Staatssekretärin Schmidt: Gesundheit und Fairness dürfen nicht geopfert werden
Die diese Woche beginnenden „Enhanced Games“ in den USA, bei denen leistungssteigernde Substanzen ausdrücklich erlaubt sein sollen, stoßen in Österreich auf klare Ablehnung. Das Sportministerium sowie die Nationale Anti-Doping Agentur Austria warnen vor den gesundheitlichen, gesellschaftlichen und sportethischen Folgen eines solchen Formats.
Aus Sicht des Sportministeriums und der NADA Austria handelt es sich bei den „Enhanced Games“ um ein fragwürdiges Spektakel, bei dem „Rekorde“, Reichweite und wirtschaftliche Interessen über die Gesundheit von Athlet:innen gestellt werden.
Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt betont: „Sport lebt von Fairness, Respekt und gleichen Regeln für alle. Die Idee, Doping nicht nur zu tolerieren, sondern aktiv zu fördern und zu vermarkten, ist ein völlig falsches Signal, besonders an junge Menschen. Leistung darf nicht auf Kosten von Gesundheit und Integrität entstehen. Wer den Einsatz leistungssteigernder Substanzen als Unterhaltung inszeniert, gefährdet Athlet:innen.“
Kritik richtet sich dabei insbesondere an die Veranstalter und Financiers des Projekts, die versuchen würden, Doping als Fortschritt zu vermarkten. Der Fokus auf immer neue Rekorde und das medizinisch bzw. pharmakologisch Machbare, verstellt dabei den Blick auf grundlegende ethische Fragen im Sport.
NADA Austria Geschäftsführer Michael Cepic: „Die Inszenierung erinnert an Gladiatorenspiele: Der menschliche Körper wird zur Showfläche, gesundheitliche Risiken werden bewusst in Kauf genommen. Die Enhanced Games sind ein Geschäftsmodell auf dem Rücken von Menschen, das zentrale Werte des Sports infrage stellt“, heißt es von der NADA. „Anti-Doping-Regeln sind kein Selbstzweck, sondern dienen dem Schutz der Athlet:innen.“
Viele leistungssteigernde Substanzen sind mit erheblichen gesundheitlichen Gefahren verbunden – von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über schwere psychische und hormonelle Schäden bis hin zum Tod. Gerade junge Menschen dürfen nicht den Eindruck bekommen, Doping sei ein legitimer oder notwendiger Teil sportlicher Leistung.
Rückfragen:
Mag. Dr. David Müller
Leiter Information und Prävention, Medizin, Qualitätsmanager
Nationale Anti-Doping Agentur Austria GmbH
Tel: +43 1 505 80 35 14 / E-Mail: [email protected]
Rückfragen & Kontakt
Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur,
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Abteilung I/6 - Öffentlichkeitsarbeit
+43 1 71606-664781
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www.bmwkms.gv.at
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