• 18.05.2026, 09:02:02
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Schmuckenschlager: Frühere Auszahlung des Agrardiesels entlastet Betriebe

LK NÖ sieht darin wichtigen Beitrag für wettbewerbsfähige Betriebe und fordert auch Entlastung bei Düngemittelkosten

St. Pölten (OTS) - 

Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, die Auszahlung des Agrardiesels auf Dezember 2026 vorzuziehen. „Das ist ein wichtiger Beitrag zur Entlastung der heimischen land- und forstwirtschaftlichen Familienbetriebe in einer wirtschaftlich angespannten Situation“, so Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

Die hohen Kosten für Treibstoff, Dünger und Energie setzen die heimischen Bäuerinnen und Bauern weiterhin massiv unter Druck. „Gerade deshalb ist es wichtig, dass notwendige Entlastungen rasch wirksam werden. Unsere bäuerlichen Familienbetriebe brauchen in dieser herausfordernden Situation verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen“, betont Schmuckenschlager. Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich hat sich daher konsequent für die Weiterführung des Agrardiesels eingesetzt. Schmuckenschlager erklärt: „Der Agrardiesel trägt dazu bei, Wettbewerbsnachteile der österreichischen Bäuerinnen und Bauern im EU-Vergleich abzufedern. Wer regionale Lebensmittelproduktion, Versorgungssicherheit und hohe Standards will, muss auch die wirtschaftliche Grundlage dafür absichern.“

Versorgungssicherheit und Klimaschutz gemeinsam denken

Für Schmuckenschlager zeigt die aktuelle Diskussion rund um Agrardiesel und Betriebsmittelkosten vor allem eines: Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz müssen gemeinsam gedacht werden. „Klimawandel und Betriebsmittelkrise – das scheint auf den ersten Blick ein Widerspruch zu sein. Einerseits wächst der Druck, Emissionen zu reduzieren, andererseits braucht es Entlastungen bei CO₂-Kosten. Im Kern geht es aber um die Frage, wofür Energie eingesetzt wird und welchen Nutzen sie für die Gesellschaft schafft“, erklärt der Kammerpräsident.

Der gezielte Einsatz von Betriebsmitteln auf Basis fossiler Rohstoffe wie Treibstoff und Dünger ermögliche es der Land- und Forstwirtschaft, hochwertige Lebensmittel, nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energie bereitzustellen. „Diese Effizienz ist Teil der Lösung und nicht Teil des Problems. Deshalb ist es wichtig, dass die Bundesregierung die Forderung nach dem Agrardiesel aufgegriffen hat und damit die Basis für eine wirtschaftlich tragfähige Produktion stärkt“, so Schmuckenschlager.

Auch bei Düngemitteln braucht es Entlastung

Vor diesem Hintergrund sieht die Landwirtschaftskammer Niederösterreich auch bei den CBAM-Zöllen auf Düngemittel dringenden Handlungsbedarf. Durch den CO₂-Grenzausgleich drohen zusätzliche Kosten für landwirtschaftliche Betriebe, die die ohnehin hohen Betriebsmittelpreise weiter verschärfen. „Zusätzliche CO₂-Grenzkosten auf Düngemittel schwächen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe weiter. Daher braucht es hier rasch praktikable Lösungen seitens der EU“, fordert Schmuckenschlager.

Positiv bewertet die Landwirtschaftskammer Niederösterreich, dass auch die EU-Kommission die Problematik erkannt hat und bis 19. Mai einen Aktionsplan für Düngemittel vorlegen will. Hier bleibt zu hoffen, dass die Kommission tatsächlich wirksame Maßnahmen ergreift. „Wer Versorgungssicherheit und hohe Produktionsstandards will, muss auch wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen sicherstellen“, so Schmuckenschlager abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Landwirtschaftskammer Niederösterreich
DI Christina Spangl, Pressesprecherin
Tel.: 05 0259 28101
Mobil: 0664 60 259 28101
E-Mail: [email protected]

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