- 16.05.2026, 15:05:03
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Stocker/Totschnig: Auszahlung des Agrardiesels wird vorgezogen
Steigende Betriebsmittelkosten und wachsender Wettbewerbsdruck setzen Österreichs Bäuerinnen und Bauern seit Monaten massiv unter Druck. Besonders die stark gestiegenen Preise für Diesel und Dünger belasten die bäuerlichen Familienbetriebe. Um rasch zu entlasten, wird die Agrardieselrückvergütung noch heuer ausbezahlt. Das ist ein Beitrag zum Aufschwung für Österreich und dazu, die 2-1-0 Stocker-Formel zu erreichen.
Bundeskanzler Christian Stocker und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: „Mit dem Vorziehen der Auszahlung um ein Jahr wirken wir den aktuell hohen Preisen entgegen und stärken die Liquidität unserer Betriebe. Das ist ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zur heimischen Produktion von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und zu unseren bäuerlichen Familienbetrieben.“
Bundeskanzler Christian Stocker: „Wir stehen an der Seite unserer Bäuerinnen und Bauern, die mit ihrer Arbeit tagtäglich die Versorgungssicherheit in unserem Land gewährleisten. Ihr Einsatz verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch verlässliche politische Unterstützung.“
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: „Die hohe Kostenbelastung in der Landwirtschaft besteht jetzt, deshalb brauchen wir auch so schnell wie möglich eine Entlastung. Ich danke dem Bundeskanzler für seine tatkräftige Unterstützung in den erfolgreichen Verhandlungen“.
Im Rahmen der laufenden Budgetverhandlungen konnte die Fortführung des Agrardiesels für 2027 und 2028 gesichert werden. Die Auszahlungen wären jedoch erst im Dezember 2027 und Dezember 2028 erfolgt. Das hätte eine zweijährige Lücke seit der letzten Auszahlung im Dezember 2025 bedeutet. Aufgrund der aktuell besonders herausfordernden Situation in der Landwirtschaft haben sich Bundeskanzler Christian Stocker und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig dafür eingesetzt, dass die Auszahlungen jeweils um ein Jahr vorgezogen werden. Mit Erfolg: Die erste Rückvergütung wird nun bereits im Dezember 2026 gemeinsam mit der AMA-Hauptauszahlung erfolgen. Pro Liter wird es voraussichtlich einen Zuschuss von rund 16 Cent geben. Weitere Details zum künftigen Modell und den Auszahlungsmodalitäten werden aktuell noch verhandelt.
Die Notwendigkeit für die vorgezogene Auszahlung ergibt sich vor allem aus den geopolitischen Krisen und den damit verbundenen Kostensteigerungen. Insbesondere der Irankrieg hat zu einem weiteren, sprunghaften Anstieg bei den Diesel- und Düngemittelpreisen geführt. So ist der Dieselpreis von 5. Jänner 2026 bis 10. Mai 2026 um rund 25 Prozent gestiegen. Für viele landwirtschaftliche Betriebe gibt es aktuell keine Ausweichmöglichkeiten, da Alternativen zu dieselbetriebenen Maschinen meist nicht verfügbar sind. Zudem hat die Schließung der Straße von Hormus, durch die ein großer Teil der weltweiten Düngemittel transportiert wird, ebenfalls zu einem starken Preisanstieg bei Dünger geführt.
„Der Unterstützungsbedarf besteht jetzt. Deshalb handeln wir rasch, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft zu sichern und die Versorgung mit hochwertigen heimischen Lebensmitteln langfristig zu sichern“, so Totschnig.
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