- 15.05.2026, 13:17:03
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Grüne Wien/Sequenz, Stark: Verheerende Bilanz des rot-pinken Stillstands: Motorisierter Verkehr steigt erstmals seit Jahren in Wien wieder
Rot-Pink hat die Verkehrswende abgewürgt: Erstmals seit Jahren steigt der Anteil des motorisierten Verkehrs wieder – und das selbst gesteckte 20%-Ziel wird krachend verfehlt.
Eine verheerende Bilanz des rot-pinken Stillstands sehen Kilian Stark und Heidi Sequenz, Mobilitätssprecher:innen der Grünen Wien, in den heute präsentierten Modal-Split-Zahlen der Stadt Wien. „Die Stadtregierung versucht, Stillstand als Erfolg zu verkaufen. Tatsächlich zeigen die Zahlen das Gegenteil: Erstmals seit Jahren steigt der Anteil des motorisierten Verkehrs in Wien wieder. Das ist ein alarmierender Rückschritt und eine krachende Niederlage für die rot-pinke Verkehrspolitik“, kritisieren Stark und Sequenz. Während der Anteil des motorisierten Individualverkehrs 2024 noch bei 25 Prozent lag, kommt Wien 2025 auf 25,9 Prozent. „Die bittere Wahrheit hinter der Jubelmeldung der Stadt ist: Der motorisierte Verkehr sinkt nicht weiter, sondern er legt wieder zu. Wer jahrelang Verkehrsberuhigung blockiert, Öffi-Ausbau verschleppt und gleichzeitig Milliarden in Autobahnprojekte steckt, darf sich über dieses Ergebnis nicht wundern“, so Stark.
Besonders schwer wiegt für Sequenz das Verfehlen des selbstgesteckten Ziels der Stadtregierung: „Wien hat sich selbst vorgenommen, bis 2025 nur noch 20 Prozent der Wege mit dem motorisierten Individualverkehr zurückzulegen. Tatsächlich liegt der Anteil jetzt bei 25,9 Prozent. Das ist keine kleine Abweichung, das ist ein politisches Scheitern mit Ansage.“
Absurde Schönfärberei mit Zahlentricks
„Mit der erstmaligen Auftrennung von Pkw und motorisierten Zweirädern versucht die Stadtregierung, der Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen. Denn isoliert betrachtet wirkt der Pkw-Anteil mit 24,9 Prozent niedriger als im Vorjahr. Zusammen mit den motorisierten Zweirädern liegt der motorisierte Individualverkehr aber bei 25,9 Prozent – also höher als 2024“, so die Grünen und weiter: „Gleichzeitig versteckt sich die Stadtregierung hinter dem Hinweis, die Veränderungen seien statistisch nicht signifikant. Das ist absurd: Wer selbst sagt, dass die Erhebung solche Scheingenauigkeit nicht hergibt, sollte keine Jubelmeldung auf Basis von Nachkommastellen verschicken.“
Öffis noch immer weit unter Vorkrisenniveau
Auch bei den Öffis ist die Bilanz ernüchternd. 2019 wurden in Wien noch 38 Prozent der Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, 2025 sind es nur 33,6 Prozent. „Sechs Jahre nach Corona ist Wien bei den Öffis noch immer weit vom Vorkrisenniveau entfernt. Das ist für eine Stadt, die ihre Öffis gern als Rückgrat der Mobilität verkauft, ein massives Alarmsignal“, so Stark. Der Öffi-Anteil liegt 2025 sogar leicht unter dem Wert von 2024, als die Stadt noch 34 Prozent ausgewiesen hatte.
Ursachen liegen auf der Hand
Die Gründe dafür liegen für die Grünen auf der Hand: „Rot-Pink redet von Klimaschutz, drückt aber bei der Mobilitätswende auf die Stopptaste. Bei der Verkehrsberuhigung geht kaum etwas weiter: Landstraßer Hauptstraße, Wallensteinstraße und Gumpendorfer Straße stehen beispielhaft für Projekte, die verzögert, verwässert oder auf Eis gelegt worden sind. In der Innenstadt herrscht seit dem Veto von Bürgermeister Ludwig im Sommer 2020 überhaupt Stillstand“, so Stark. Auch beim Öffi-Ausbau falle die Bilanz negativ aus. „In der letzten Regierungsperiode wurde keine einzige neue Straßenbahnstrecke eröffnet, der U-Bahnausbau stockt, bei Baustellen wird neuerdings der Schienenersatzverkehr eingespart. Während die Qualität sinkt, werden die Öffi-Tickets aber teurer“, hält Sequenz fest.
Wien braucht endlich echte Mobilitätswende statt Jubelmeldungen
„Die Zahlen für das Jahr 2025 sind keine Erfolgsmeldung, sondern eine Abrechnung mit fünf Jahren rot-pinkem Stillstand. Wien braucht endlich echte Verkehrsberuhigung, sichere Radwege, schnellere Öffis, attraktive Preise und eine klare Absage an neue Autobahnen. Alles andere ist Schönfärberei“, so Stark und Sequenz abschließend.
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