• 13.05.2026, 16:04:02
  • /
  • OTS0161

Burgenland verliert weiteren KJP-Facharzt

Offener Brief an Gesundheitsministerin Schumann

Wien (OTS) - 

Mit der Kündigung des ärztlichen Leiters der Kinder -und Jugendpsychiatrie der Sozialen Dienste Eisenstadt im März 2026 verlässt ein weiterer Fachmann das Burgenland. Unter dem Druck der seit Jahren unhaltbaren Versorgungssituation im Burgenland gibt somit innerhalb von einem Jahr die nächste qualifizierte Person aus dem Fachbereich Kinder -und Jugendpsychiatrie auf. Seine Stelle wurde nicht neu besetzt, sondern einem bereits völlig überlasteten Kollegen des Gesundheitsressorts zusätzlich übertragen – eine Notlösung, die das strukturelle Versagen nur weiter vertieft. Es geht längst nicht mehr nur um fehlende Betten. Das Burgenland verfügt über kein kinder- und jugendpsychiatrisches Gesamtkonzept – keine Tagesklinik, keine subakut-stationären Strukturen, keine ausreichende ambulante Versorgung. Landeshauptmann Doskozil bezeichnet die Lage unter Berufung auf die Art.-15a-B-VG-Vereinbarung als ausreichend. Als Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie sowie für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapeutin und ehemalige Landeskoordinatorin für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Burgenland (2014–2025) gemeinsam mit der ÖGKJP, bin ich im November 2025 aus Protest öffentlich zurückgetreten. Ich wende mich heute in einem offenen Brief an Bundesministerin Korinna Schumann und fordere ein direktes Eingreifen des Bundes.

Rückfragen & Kontakt

Ehem. Landeskoordinatorin für KJP Burgenland
Ass. Prof. i.R. Dr. Brigitte Hackenberg
Telefon: +43 676 3357683
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel