- 13.05.2026, 12:53:32
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Welt-CED-Tag 2026: 78% der Betroffenen von Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen stark eingeschränkt
Patientenorganisation ÖMCCV fordert bessere Versorgung für Menschen mit Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen
Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betreffen in Österreich bis zu 80.000 Menschen – meist in einer Lebensphase, in der Ausbildung, Beruf und Familienplanung im Mittelpunkt stehen. Eine aktuelle Befragung unter 380 Betroffenen zeigt: 78 Prozent leiden unter Beschwerden, die ihren Alltag massiv einschränken. Anlässlich des Welt-CED-Tages am 19. Mai macht die Österreichische Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (ÖMCCV) gemeinsam mit der Initiative CED-Kompass im Rahmen der Awareness-Kampagne #makeitvisible auf diese Herausforderungen aufmerksam – und fordert konkrete Verbesserungen in Versorgung, Information und Therapiezugang.
Hohe Krankheitslast im Alltag und Beruf
Wie stark Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen (CED) das Leben beeinflussen, zeigt eine aktuelle Befragung: 78 Prozent der Betroffenen in Österreich leiden derzeit unter Beschwerden, die ihr Leben deutlich einschränken. Die Befragung unter 380 Patient:innen wurde zwischen April und Mai 2025 vom Biopharmaunternehmen AbbVie gemeinsam mit der Österreichischen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (ÖMCCV) und dem Marktforschungsinstitut Integral durchgeführt.
CED zählt zu den Erkrankungen, deren Auswirkungen für das Umfeld oft nicht unmittelbar sichtbar sind – für die Betroffenen selbst jedoch sehr deutlich spürbar: Symptome wie Fatigue, Bauchschmerzen und plötzlicher Toilettendrang prägen den Alltag und führen zu erheblichen Einschränkungen. Auch im Berufs- und Ausbildungsleben zeigen sich deutliche Auswirkungen: Berufstätige fehlen im Schnitt 26 Tage pro Jahr, Schüler:innen und Studierende rund 37 Tage. „Morbus Crohn und Colitis ulcerosa treffen viele Menschen in einer Lebensphase, in der Ausbildung, Karriere und Familienplanung im Mittelpunkt stehen. Umso wichtiger ist es, diese Erkrankungen sichtbar zu machen und Betroffene besser zu unterstützen
“, betont Ing.in Evelyn Groß, Präsidentin der Österreichischen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (ÖMCCV).
Fortschritte in der Therapie – aber Informationslücken bleiben
Die medizinische Versorgung hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Moderne Therapieansätze ermöglichen eine zunehmend zielgerichtete Kontrolle entzündlicher Prozesse und tragen maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität bei. „CED ist keine einheitliche Erkrankung – wir müssen Therapien viel stärker individuell auf den jeweilige Krankheitsverlauf und die Lebenssituation abstimmen. Genau darin liegt auch die große Chance moderner Behandlungskonzepte: Ein breites Spektrum an Therapieoptionen ist eine gute Voraussetzung, um Patientinnen und Patienten individuell und bedarfsgerecht behandeln zu können
“, erklärt OÄ Dr.in Reingard Platzer, Gastroenterologin mit CED-Schwerpunkt am Universitätsklinikum Wiener Neustadt.
Gleichzeitig zeigt die Patient:innen-Umfrage weiterhin Handlungsbedarf: 12 Prozent der Befragten lehnen moderne Therapien ab – meist aus Unsicherheit oder mangelnder Information.
Patient:innen wollen stärker eingebunden werden
Ein zentrales Ergebnis der Befragung ist zudem der Wunsch nach mehr Mitsprache: 83 Prozent der Betroffenen möchten zwischen verschiedenen Therapieoptionen wählen können, 74 Prozent aktiv in Entscheidungen eingebunden sein. „Gut informierte Patientinnen und Patienten können ihre Erkrankung besser bewältigen und gemeinsam mit ihren Ärztinnen und Ärzten fundierte Therapieentscheidungen treffen. Wir als Patient:innenorganisation leisten hier einen wichtigen Beitrag
“, bekräftigt Groß.
Sichtbarkeit schaffen: #makeitvisible-Kampagne als Teil der Lösung
Begleitend zum Welt-CED-Tag setzt die ÖMCCV gemeinsam mit der Initiative CED-Kompass Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung um. Die Kampagne #makeitvisible rückt die Lebensrealität von Betroffenen in den Fokus und zeigt, wie stark die Erkrankung den Alltag prägt. Fotoprojekte, persönliche Geschichten sowie digitale Inhalte machen deutlich, was im Verborgenen oft unsichtbar bleibt – und tragen dazu bei, Verständnis in Gesellschaft und Gesundheitspolitik zu stärken. „Die Kampagne zeigt, was möglich ist, wenn Patient:innen mit Expert:innen aus Medizin und Pflege gemeinsam an einem Strang ziehen. Darüber hinaus sollen die Herausforderungen dieser Erkrankungen auch für Entscheidungsträger in der Gesundheitspolitik greifbarer werden
“, sagt Mag.a Claudia Fuchs, Projektleiterin des CED-Kompass.
Konkrete Forderungen zum Welt-CED-Tag
Vor diesem Hintergrund fordern ÖMCCV/CED-Kompass im Gleichklang mit CED-Expert:innen aus Medizin und Pflege:
- den Ausbau spezialisierter CED-Ambulanzen und interdisziplinärer Versorgungsteams
- einen verbesserten Zugang zu modernen und innovativen Therapien
- mehr Information und Aufklärung für Betroffene, um Therapieentscheidungen gemeinsam treffen zu können.
Weitere Informationen
Der jährlich am 19. Mai stattfindende Welt-CED-Tag macht weltweit auf die Situation von Menschen mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa aufmerksam. In Österreich leben 60.000 bis 80.000 Menschen mit einer Chronisch Entzündlichen Darmerkrankung wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Österreichische Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (ÖMCCV): www.oemccv.at
CED-Kompass – Informationsplattform für Betroffene: www.cedkompass.at
Kampagne #makeitvisible: www.ced-kompass.at/makeitvisible
Hier geht es zu den Ergebnissen der CED-Patient:innen-Umfrage
Patient:innen-Befragung, beauftragt vom Biopharmaunternehmen AbbVie gemeinsam mit der Österreichischen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (ÖMCCV) an das Marktforschungsinstitut Integral.
Rückfragen & Kontakt
Medien & Sponsoring CED-Kompass
Mag.(FH) Claudia Fuchs
Telefon: +43 676 88 676 8847
E-Mail: [email protected]
Web: https://www.ced-kompass.at
Agentur FINE FACTS
Mag.(FH) A lexander Schauflinger, MA
Telefon: + 43 664 86 88 145
E-Mail: [email protected]
Web: http://www.finefacts.at/
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