- 12.05.2026, 12:10:32
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Grüne Wien/Wirnsberger fordern Schmetterlingswiese im Rathauspark und „Mähfreien Mai“
Die Grünen Wien wollen den Rathauspark in eine großflächige Schmetterlings- und Wildblumenwiese verwandeln. Vorbild ist das Londoner „Superbloom“-Projekt am Tower of London, wo im Burggraben mehr als 20 Millionen Wildblumensamen ausgesät wurden. Die Pflanzen dort blühen durchgehend von Juni bis Mitte September – zur Freude von Besucher:innen und von Bienen und Schmetterlingen. „Der Rathauspark könnte vorzeigen, wie Biodiversität mitten in der Stadt funktioniert. Statt monotonem Kurzrasen ein Blütenmeer im Herzen Wiens – schön für die Menschen und überlebenswichtig für Bestäuber“, so Tina Wirnsberger, Umweltsprecherin der Grünen Wien. Naturnahe Grünflächen sind nicht nur für den Artenschutz entscheidend, sondern verbessern auch das Mikroklima, speichern Feuchtigkeit und kühlen die Umgebung in Hitzemonaten ab.
Zusätzlich fordern die Grünen, dass Wien sich ab 2027 am internationalen Aktionsmonat „Mähfreier Mai“ beteiligt. „Im Mai sollen öffentliche Grünflächen möglichst nicht gemäht werden, damit Wildblumen wachsen und wichtige Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber entstehen können. Eine klimafitte Stadt braucht mehr Wildnis, mehr Blüten und mehr Lebensraum für Insekten statt kurzgeschorener Rasen“, so Wirnsberger.
Daher fordern die Grünen auch stadtweit eine stärkere Ausweitung naturnaher Wiesenflächen, den Einsatz insektenschonender Mähmethoden und bessere Schulungen für Mitarbeiter:innen der Stadt – das entspricht auch den Empfehlungen des Wiener Stadtrechnungshofs. Vorbild soll der Pötzleinsdorfer Schlosspark sein: Dort wird die sogenannte angepasste Mahd nicht vor Mitte Juni durchgeführt. Aufgrund der naturverträglichen Bewirtschaftung wurde die wechseltrockene Trespenwiese im Pötzleinsdorfer Schlosspark vom Biosphärenpark Wienerwald Management schon 2014 zur „Wiesenmeister-Wiese“ des Bezirks Währing prämiert.
„Wer Biodiversität ernst nimmt, darf nicht mitten in der Blüte alles niedermähen. Gerade langsam arbeitende, insektenschonende Mähmethoden und mehr naturschutzfachliches Wissen machen einen großen Unterschied. Das gilt auf öffentlichen Flächen ebenso wie in privaten Gärten. Die Stadt kann hier mit gutem Beispiel vorangehen“, so Wirnsberger abschließend. Die Grünen bringen dazu in der Gemeinderatssitzung am 19. Mai entsprechende Anträge ein.
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