- 11.05.2026, 14:09:03
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Gedenkfeier anlässlich der Befreiung des ehemaligen KZ-Außenlagers Melk
Regionale Gedenkarbeit im Zeichen des Jahresthemas „Täter und Täterinnen“ – mit Innenminister Karner und Vertretern der Zivilgesellschaft
Anlässlich der Befreiung des ehemaligen KZ-Außenlagers Melk fand am 11. Mai 2026 eine Gedenkveranstaltung an der KZ-Gedenkstätte Melk statt. Im Mittelpunkt der Feier standen das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus sowie die Auseinandersetzung mit historischer Verantwortung und gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Gegenwart.
Innenminister Gerhard Karner nahm mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Bildung und Gesellschaft an der Veranstaltung teil. „Erinnerung ist Verantwortung und zugleich ein zentraler Auftrag zur ständigen Weiterentwicklung und regionalen Verankerung der Gedenkkultur in unserem Land", sagte der Innenminister. „Mit einer aktiven Gedenk- und Erinnerungsarbeit leisten wir einen wichtigen Beitrag für Demokratie, Menschenwürde und das Bewusstsein kommender Generationen. Ich danke den Schülerinnen und Schülern des Stiftsgymnasiums Melk und dem Verein MERKwürdig für die Gestaltung der diesjährigen Gedenkfeier."
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner erklärte bereits im Vorfeld der Gedenkfeier: „Der heutige Tag des Gedenkens führt uns die schrecklichen Verbrechen der NS-Zeit erneut vor Augen – auch jene, die auf dem Gelände der heutigen Birago-Kaserne verübt wurden. Gerade in Zeiten wachsender Spannungen und antisemitischer Tendenzen weltweit erinnert uns dieses Gedenken daran, wie wichtig Verantwortung, Menschlichkeit und Erinnerung sind. Die Verbrechen des Holocaust dürfen niemals in Vergessenheit geraten.“
Schülerinnen und Schüler des Stiftsgymnasiums Melk gestalteten die Gedenkfeier mit inhaltlichen Beiträgen zum Thema „Täter und Täterinnen“. Dabei setzten sie sich insbesondere mit Fragen individueller Verantwortung, Zivilcourage und den Lehren aus der Geschichte auseinander.
Die KZ-Gedenkstätte Melk erinnert an das ehemalige Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen, in dem zwischen 1944 und 1945 tausende Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten.
Das Außenlager Melk war eines der größten Lager im KZ-System Mauthausen. Von der Gründung im April 1944 bis zur Befreiung ein Jahr später wurden mehr als 14.000 Häftlinge nach Melk deportiert. Sie mussten dort für die Rüstungsindustrie eine 65.000 Quadratmeter große Stollenanlage mit dem Tarnnamen „Quarz" errichten. Rund ein Drittel der Gefangenen kam aufgrund der verheerenden Lebens- und Arbeitsbedingungen ums Leben. Die Häftlinge wurden im April 1945 in andere Lager, wie zum Beispiel Mauthausen, unter schlimmsten Bedingungen abtransportiert.
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