• 09.05.2026, 15:24:02
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BMWKMS-Babler und Obonya: „Niemals wieder“ ist klarer Handlungsauftrag und gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Vizekanzler nimmt an Gedenkveranstaltungen zum Tag der Befreiung teil – Rede in Gunskirchen

Wien (OTS) - 

Anlässlich des 81. Jahrestags der Befreiung Europas vom nationalsozialistischen Terrorregime finden in Österreich zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. Vizekanzler Andreas Babler hat heute, Samstag, Vormittag gemeinsam mit dem Präsidenten der Aktion gegen Antisemitismus in Österreich Cornelius Obonya an der Befreiungsfeier in Gunskirchen teilgenommen. Am Abend ist der Vizekanzler bei der Gedenkveranstaltung in Gusen und morgen, Sonntag, nimmt er an der Befreiungsfeier in Mauthausen teil.****

Bei der heutigen Befreiungsfeier im ehemaligen Außenlager Gunskirchen hielten der Vizekanzler und Cornelius Obonya Reden, in denen sie vor dem Wiedererstarken nationalsozialistischen Gedankenguts warnte und betonte, dass es die Aufgabe der gesamten Gesellschaft sei, „niemals zu vergessen. Zu gedenken. Und dafür zu sorgen, dass aus Erinnerung Haltung wird. Aus Haltung Widerspruch. Und aus Widerspruch demokratische Praxis. Damit für immer gilt: Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus“, so Babler. Obonya betonte: „Unmenschlichkeit und Unvermögen zur Empathie. Dagegen müssen wir weiter ‚an-gedenken‘ und Zeremonien abhalten.“

Babler betonte in seiner Rede, dass in jenem Wald, in dem auch die Befreiungsfeier stattfand, in den letzten Wochen des Krieges das Schlechteste im Menschen sichtbar wurde: „Menschen, die durch Hunger, Zwangsarbeit und Gewalt bereits entkräftet waren, wurden auf Todesmärschen hierhergetrieben. Viele von ihnen waren Jüdinnen und Juden aus Ungarn. Tausende kamen aus dem Zeltlager in Mauthausen und aus Gusen — gezeichnet von Orten, deren Namen bis heute für das Grauen des Nationalsozialismus stehen“, so Babler, und weiter: „Wir gedenken heute der Opfer dieses Grauens. Menschen, denen die Nationalsozialisten zuerst die Würde, dann die Rechte, sogar ihre Namen und schließlich das Leben genommen haben.“

Obonya plädierte unter Bezugnahme auf ein antisemitisches Plakat, dass „nur die ständige Wiederholung dieser Rituale der Erinnerung einigermaßen sicherstellen kann, dass solche Plakate unter Umständen immer kleiner werden, die rot gefärbten Worte der Ablehnung und des unterschwelligen Hasses immer blasser werden und vielleicht irgendwann ein Verständnis dafür herrscht, dass Gedenkzeremonien, also Rituale, wie dieses hier, in erster Linie der Erinnerung an die Menschen gewidmet sind, die hier gelitten haben. Und dann, und nicht nur in zweiter Linie, sondern vor allem, Kraft geben sollen und müssen für das tatsächliche: Nie wieder!“

FOTOSERVICE: BMWKMS Gedenken Gunskirchen

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