- 09.05.2026, 07:12:02
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AK begrüßt Vorstoß für mehr Rechte für Teilzeitbeschäftigte
Übermäßige Belastung der Arbeitnehmer:innen mit niedrigen Einkommen durch Doppelbudget vermeiden.
Die Arbeiterkammer begrüßt die Initiative von Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann, einen gesetzlichen Anspruch auf Aufstockung der Arbeitszeit für Teilzeitbeschäftigte zu schaffen. „Ein Anspruch, bei regelmäßiger Mehrarbeit die Stundenanzahl zu erhöhen, ist eine wesentliche Forderung unserer aktuellen Teilzeitkampagne #RedenWir“, sagt Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer. Das stärkt nicht nur die individuelle Planungssicherheit, sondern auch die finanzielle Absicherung vieler Arbeitnehmer:innen, „ganz besonders bei Beschäftigten mit niedrigen Einkommen“, so Anderl.
Auch die von der Bundesministerin geforderte verpflichtende Meldung von Arbeitszeitänderungen befürwortet die Arbeiterkammer ausdrücklich. „Sie ist ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz und einer besseren Datenbasis, um die Situation von Teilzeitbeschäftigten gezielt zu verbessern“, sagt die AK-Präsidentin.
Gleichzeitig fordert die Arbeiterkammer aber auch eine faire Regelung der Arbeitslosenversicherung für Teilzeitkräfte. Die Beitragshöhe der Arbeitslosenversicherung variiert in Österreich je nach Einkommen. So sind aktuell Beschäftigte, die unter 2.225 Euro brutto im Monat verdienen, gänzlich von den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung befreit. Beschäftigte, die beispielsweise zwischen 2.427,01 Euro und 2.630,00 Euro brutto verdienen, zahlen derzeit zwei Prozent ihres Bruttoeinkommens. Das könnte mit dem Doppelbudget 2027/28 geändert zu werden. Künftig sollen alle Arbeitnehmer:innen 2,95 Prozent ihres Bruttoeinkommens beitragen müssen. „Diese Maßnahme wird viele Teilzeitbeschäftigte massiv belasten. Es ist ungerecht, dass sie unverhältnismäßig viel zur Budgetsanierung beitragen sollen“, sagt Renate Anderl.
Die AK fordert mehr Fairness für Teilzeitbeschäftigte, die derzeit auch bei den Zuschlägen für Mehrarbeit benachteiligt sind. Mit einer Petition unter https://mitmachen.arbeiterkammer.at will die AK für faire Arbeit Druck machen. Konkret verlangt die AK: Gleiche Arbeit muss gleich viel wert sein!
+ Zuschlag ab der 1. Stunde Mehrarbeit: Wer mehr arbeitet, soll dafür fair bezahlt werden. Jede zusätzliche Stunde muss einen Zuschlag bringen.
+ Gleiche Zuschläge wie bei Vollzeit – 50 statt 25 Prozent: Teilzeitbeschäftigte dürfen bei Mehrarbeit nicht schlechter gestellt werden.
+ Rechtsanspruch auf Aufstockung der Arbeitszeit: Wer regelmäßig Mehrarbeit leistet, muss ein Recht auf Stundenaufstockung haben.
SERVICE: Die AK Petition für faire Arbeit finden Sie unter mitmachen.ak.at
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