- 07.05.2026, 13:17:32
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B&C Privatstiftung prämiert Ideen junger Menschen für Österreichs Wirtschaft
Über 170 Einreichungen beim Textwettbewerb „Zukunft schreiben“ der B&C Privatstiftung, insgesamt 20 Texte ausgezeichnet und 32.500 Euro Preisgeld vergeben

Anlässlich ihres 25. Jubiläums rief die B&C Privatstiftung den Textwettbewerb „Zukunft schreiben“ aus. Junge Menschen zwischen 20 und 25 Jahren waren eingeladen, ihre Visionen für die Zukunft der österreichischen Wirtschaft zu präsentieren. Insgesamt wurden über 170 Essays eingereicht. Bei der feierlichen Preisverleihung am 7. Mai 2026 prämierte die Stiftung die fünf besten Texte und übergab je 5.000 Euro an Hannah Maria Clemens, Nikola Marie Hochedlinger, das Duo Matthias Kargl und Anna Pichler, Manuel Peer und Lena Wagner.
Die Anzahl und die Qualität der Einreichungen übertrafen die Erwartungen der Jury, weshalb die B&C Privatstiftung den Kreis der Auszeichnungen erweiterte und zusätzlich 15 „Besondere Anerkennungen“ mit jeweils 500 Euro Preisgeld vergab.
Wolfgang Hofer, Mitglied des Stiftungsvorstandes der B&C Privatstiftung, betont: „Wirtschaft ist immer im Wandel. Darum braucht jede neue Generation visionäre Persönlichkeiten, die diesen Wandel gestalten und den Standort Österreich in neue Zeiten führen. Angesichts tiefgreifender Transformationen, von Technologie über Ökologie bis hin zu globalen Machtverhältnissen, sind frische Visionen wichtiger denn je. Als Stiftung mit dem klaren Ziel, österreichisches Unternehmertum zu fördern, haben wir uns daher an junge Menschen gewandt, die diesen Wandel gestalten werden und am meisten davon betroffen sind. Die Einreichungen zeigen ein klares Verständnis für aktuelle Herausforderungen, immense Kreativität bei den Lösungswegen und vor allem den starken Willen, die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen!
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Die Auswahl der Gewinnertexte erfolgte durch eine unabhängige Jury, bestehend aus Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung: Florian Frauscher (Sektionschef BMAW), Alexander Huber (Generalsekretär BMB), Fabian Kasztler (Geschäftsführer Junge Industrie Wien), Christine Mayrhuber (stellvertretende Direktorin WIFO), Rupert Sausgruber (Rektor Wirtschaftsuniversität Wien), Christa Schlager (Leiterin Abteilung Wirtschaftspolitik AK Wien), Hannah Wundsam (Managing Director AustrianStartups) sowie Norbert Zimmermann (Vorstandsvorsitzender Berndorf Privatstiftung).
Donia Lasinger, Leiterin Förderwesen und Kommunikation, sagte zum Ergebnis des Wettbewerbs: „Wir hatten auf 50, vielleicht 60 Einreichungen gehofft. Die über 170 Essays übertreffen alle unsere Erwartungen, auch in ihrer Qualität. Die jungen Autorinnen und Autoren analysieren die Wirtschaftslage, priorisieren Herausforderungen und präsentieren konkrete Lösungsvorschläge. Darum wäre es unzulänglich gewesen, nur fünf der Visionen zu würdigen. Es war mir eine Freude und eine Ehre, diesen Wettbewerb umsetzen zu dürfen, und ich gratuliere allen Gewinnerinnen und Gewinnern ganz herzlich. Sie zeigen, dass die nächste Generation bereit ist, Österreich zu gestalten.
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Die fünf Siegerinnen und Sieger
Hannah Maria Clemens
Titel: Die wirtschaftliche Zukunft Österreichs
Hannah Maria Clemens beginnt ihre Analyse mit den Stärken des österreichischen Standorts: der hohe Lebensstandard, die gut ausgebaute Infrastruktur und eine Wirtschaft, „die in vielen Nischen international konkurrenzfähig ist“. Doch eine besonders große Herausforderung sieht sie im demografischen Wandel und dem damit einhergehenden Fachkräftemangel. Daher plädiert sie für eine neue Migrationspolitik, die „Integration als Investition versteht“ – inklusive schnellerer Anerkennung von Qualifikationen und beschleunigter Visa-Prozesse in Engpassberufen. Gleichzeitig brauche es dabei klare Regeln für das interkulturelle Zusammenleben, um den sozialen Zusammenhalt – für Clemens ein entscheidender Standortfaktor – zu wahren.
„Die wirtschaftliche Zukunft Österreichs entscheidet sich nicht an einem einzigen Reformpaket, sondern an der Fähigkeit, komplexe Themen zusammenzudenken.“
Nikola Marie Hochedlinger
Titel: Vom Nobelpreis zur Wirtschaft: Quantenphysik als Chance für Österreich
Nikola Marie Hochedlinger sieht für Österreich ein erhebliches, bislang ungenutztes Potenzial im Bereich der Quantenphysik, das durch wissenschaftliche Spitzenleistungen wie den Nobelpreis von Anton Zeilinger international sichtbar geworden ist. Sie argumentiert, dass insbesondere durch die Verbindung von Quantenforschung, Start-up-Förderung und Künstlicher Intelligenz (KI) neue Märkte erschlossen, die Wirtschaft diversifiziert und ein wettbewerbsfähiger High-Tech-Sektor aufgebaut werden kann.
„Die moderne Welt braucht die KI und wird in naher Zukunft nicht mehr ohne sie auskommen. Deshalb sind Investitionen in die Kombination von Quantentechnologien und der KI besonders zukunftsträchtig.“
Anna Pichler und Matthias Kargl
Titel: Öddysee
Anna Pichler und Matthias Kargl zeichnen das Bild von Österreich auf einer „Öddysee“ – einer „Fahrt“ durch geopolitische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Unsicherheiten. In ihren Augen verfügt das Land zwar über starke Grundlagen, ist jedoch träge („gut gebaut, aber schwer beladen“) und verliert laufend durch Demografieprobleme und Reformstau an internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Um gegenzulenken, sprechen sie sich für „schöpferische Zerstörung“ nach Joseph Schumpeter aus: Wachstum durch mehr Wettbewerb, bei dem Althergebrachtes über Bord geworfen wird. Österreich brauche mehr Risiko- und Reformbereitschaft, um sich wie Odysseus erfolgreich auf offener See in einer sich wandelnden Welt zu behaupten.
„Unsere Odyssee endet nicht, wenn wir anlegen. Sie endet, wenn Österreich gelernt hat, sich auf offener See zu behaupten. Wenn wir Kurs halten, obwohl der Wind dreht. Wenn wir schneller bauen als wir diskutieren. Der Weg dorthin macht uns stärker, und ein erzwungener Aufbruch kann zur Chance für Wachstum werden.“
Manuel Peer
Titel: Symbiose aus Tradition und Technologie: Eine Vision für den Wirtschaftsstandort Österreich
Manuel Peer betont, dass Österreich zwar über eine starke wirtschaftliche Basis und hohe Lebensqualität verfügt, sich jedoch durch Risikoaversion, Bürokratie und mangelnde Innovationsbereitschaft selbst ausbremst. Er entwirft unter anderem die Vision von Österreich als „Green Innovation Hub“, einem globalen Zentrum für nachhaltige Technologien, wissensbasierte Wirtschaft und digitalen Humanismus. Abschließend betont Peer, dass nur Mut zu Veränderung den langfristigen Wohlstand sichern kann.
„Das System ändert sich nicht von selbst. Es ist ein Spiegel unseres Denkens. Solange wir Sicherheit höher bewerten als Chance, werden wir stagnieren.“
Lena Wagner
Titel: Wofür wir wirklich stehen. Ein Essay über den Willen zum Wandel
Lena Wagner analysiert, dass Österreich zwischen Stabilität und Innovationsstau gefangen ist und dass vor allem eine ausgeprägte „Skepsis gegenüber dem Neuen“ den notwendigen Wandel hemmt. Sie entwickelt daraufhin die Vision eines zukunftsfähigen Wirtschaftsstandorts. Unter anderem schlägt sie vor, dass Schülerinnen und Schüler einen Tag pro Woche an echten Betriebsprojekten arbeiten, neue steuerliche Anreize für Unternehmensbeteiligungen von Beschäftigten entwickelt werden und die Digitalisierung das Gesundheitssystem entlastet. Insgesamt ermutigt sie Österreich zu mehr Risikobereitschaft, aber auch zu mehr Vertrauen und Zusammenarbeit.
„Vertrauen senkt Transaktionskosten. Mut schafft neue Märkte. Offenheit lockt Talente. Unsere Ideen, unser Wissen und unser Wille sind das Fundament, auf dem das Jahr 2050 steht. Investieren wir in junge Ideen nicht aus Nächstenliebe. Investieren wir, weil wir den Wandel nicht als Bedrohung sehen, sondern als Werkzeug.“
15 „Besondere Anerkennungen“
Natalie Bertl | Es ist 6 nach 8 in der Bildungspolitik: Allokationsprozesse im Bildungssystem und ihre volkswirtschaftlichen Folgen
Die Autorin beschreibt eine Berufsorientierungssituation in einer Mittelschule in Wien um 8:06 Uhr und nutzt sie als Ausgangspunkt für eine grundlegende Kritik am österreichischen Bildungssystem, für das sie unter anderem ein systematisch verankertes Orientierungssemester mit realen Betriebserfahrungen sowie eine stärkere Einbindung von Fachkräften aus nicht-akademischen Berufen fordert.
Anna Birglechner | Für welche Zukunft soll ich unterrichten?
Birglechner fordert stabile Lebensbedingungen für junge Menschen, mehr Wertschätzung für Fürsorgearbeit und ein Bildungssystem, das Menschen als Persönlichkeiten stärkt.
Oguzhan Ezim | Fachkräfte behalten statt abwerben
Nur durch effiziente Verwaltung, klare Prozesse und gezielte Zuwanderung kann Österreich wettbewerbsfähig bleiben und langfristig stabile Perspektiven bieten, so Ezim.
Paula Filzwieser | Liebe ‚Gen-Z‘!
Paula Filzwieser lobt die Krisenresilienz und Anpassungsfähigkeit der „Gen Z“ und sieht deren Bildung, wirtschaftliche Kompetenz und politische Mitbestimmung als zentrale Hebel für die Stärkung des Standorts.
Rita Fussenegger | Aktivieren statt Verwalten: Wie Österreich seine wirtschaftliche Zukunft sichern kann
Fussenegger plädiert für eine Wirtschaft, in der Menschen sich gebraucht fühlen und Verantwortung übernehmen.
Daniel Graf | Einen Schritt zurück – und damit weiter als andere
Graf setzt für seine Vision auf erneuerbare Energien, hochwertige Landwirtschaft, Bildung und wissensbasierte Wirtschaft als Fundament.
Leopold Hamtil-Sillaber und Tobias Kolar | Österreich 2050 – Vom Wohlstandsverwalter zum europäischen Visionär
In ihrer Vision für 2050 beschreiben die Autoren Österreich als Innovations-, Industrie- und Forschungsstandort Europas. Wien soll Zentrum für Skalierung, Kultur und Technologie werden, Österreich zugleich finanzielle und logistische „Brücke“ zwischen europäischen Märkten durch seine besondere Lage im Herzen des Kontinents sein.
Moritz Jeitler | Mutig in die neuen Zeiten. Durchwurschteln adé
Jeitler skizziert einen Staat, der schneller entscheidet, Bürokratie abbaut und Innovation ermöglicht. Bildung, Arbeitsmarkt und Familienpolitik wären dabei stärker leistungs- und erwerbsorientiert gestaltet.
Milan Jovetic | Der „Karlsplatz-Effekt“: Vom falschen Ausgang zur Standortstrategie 2050
Anhand einer persönlichen Erfahrung am Wiener Karlsplatz zeigt Jovetic, wie unklare Wege, fehlende Orientierung und ineffiziente Strukturen Zeit und Energie kosten können. Dieses Prinzip überträgt Jovetic auf die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs bis 2050, er plädiert dabei unter anderem für eine klare strategische Spezialisierung der Industrie.
Karin Kaufmann | Zwischen Croissant und Karriere: Eine Vision für Österreichs Wirtschaftsstandort
Kaufmann zeichnet das Bild eines Standorts, der Vertrauen schafft, Unsicherheit reduziert und Menschen befähigt, aktiv an der Zukunft mitzuwirken.
Paul Kraker und Niklas Kapeller | Dossier: Österreichs Wirtschaft 2025-2050. Lehren aus einer Erfolgsgeschichte
Die beiden Autoren skizzieren ein Österreich im Jahr 2050, das durch Wandlungsfähigkeit, Pragmatismus und eine konsequente Industriestrategie ein führender Standort in einem starken Europa werden konnte.
Emma Lipka | Ressource Mensch – die wichtigste überhaupt
Der Mensch und die unterschiedlichen Bedürfnisse sind für Lipka die wichtigsten wirtschaftlichen Ressourcen, die durch Bildung weiterentwickelt werden müssen.
Florian Rivalta | Quantenlabor Österreich – Zwischen Forschungsruhm und verpassten Chancen für den Wirtschaftsstandort
Rivalta fordert mehr Risikokapital, staatliche Pilotprojekte und mehr Bewusstsein dafür, dass aus wissenschaftlichem Ruhm auch wirtschaftliche Stärke entstehen muss.
Iza-bella van der Veen | Das Update für die Alpenrepublik. Warum wir unsere Sicherheit riskieren müssen, um sie zu behalten
Für 2050 entwirft van der Veen die Vision Österreichs als „Trust Leader“, der durch Ethik, Rechtssicherheit und Vertrauen im digitalen Zeitalter Wettbewerbsvorteile schafft.
Patrick Zeitlhofer | Österreich 2050: Eine Zukunft, die wir gestalten!
Zeitlhofer betont, Österreich könne durch Qualität „Made in Austria“, klare Ziele und stabile Rahmenbedingungen wieder eine führende Rolle einnehmen, sofern Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft gemeinsam gedacht werden.
Alle 20 Siegestexte finden Sie hier: www.zukunftschreiben.at
Über die B&C Privatstiftung
Die B&C Privatstiftung (www.bcprivatstiftung.at) ist eine unabhängige Stiftung, die seit dem Jahr 2000 ihren Stiftungszweck der Förderung des österreichischen Unternehmertums verfolgt. Die Förderung erfolgt insbesondere durch wertsteigerungsorientierte Unternehmensbeteiligungen ihrer Holdinggesellschaften, der B&C-Gruppe (www.bcgruppe.at). Zu ihren Beteiligungen zählen die börsennotierten Unternehmen AMAG Austria Metall AG, Frequentis AG, Gabler Group AG, Lenzing AG, Semperit AG Holding, Steyr Motors AG und die Zumtobel Group. Darüber hinaus ist die B&C-Gruppe an außerbörslichen Unternehmen wie der TTTech Computertechnik AG sowie über die B&C Innovation Investments (BCII, www.innovation-investments.at) an ausgewählten IndustrialTech-Scale-ups beteiligt. Außerdem leistet die B&C Privatstiftung durch Förderungen und Initiativen wie den Houskapreis (www.houskapreis.at), die Standortforschungsinitiative eXplore! (www.explore.university) und die MEGA Bildungsstiftung (www.megabildung.at) wesentliche Beiträge zur Stärkung des Wirtschafts- und Unternehmensstandortes Österreich.
Rückfragen & Kontakt
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