- 07.05.2026, 09:32:02
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Hanel-Torsch/Czernohorszky/Jagsch: Gemeinsam zur Innenhof-Oase: Stadt Wien unterstützt Entsiegelungs- und Begrünungsprojekte
Entsiegelte und bepflanzte Innenhöfe sind nicht nur ein Gewinn für die eigene Wohn- und Lebensqualität, sondern auch für das gesamte Grätzl. Das Vorzeigeprojekt „Halirschgasse 1“ zeigt, wie eine Hausgemeinschaft mit Unterstützung der Stadt Wien ihren grauen Innenhof in eine blühende Oase verwandeln konnte.
Der versiegelte Hernalser Innenhof wurde ab Juni 2025 Schritt für Schritt durch die Bewohner*innen, Eigentümer*innen und Interessierte umgestaltet. Ein Planungs-Workshop, bei dem die zukünftige Gestaltung des gemeinsam genutzten Innenhofs fixiert wurde, stand am Beginn. Es folgten weiterte Workshops der „Wiener Sukzession“ rund um das Upcycling von Abbruchmaterial und Begrünungsmöglichkeiten. Die Entsiegelung der 50 m2 großen Fläche mittels Brechstange und Schremmhammer war eine Gemeinschaftsaktion: Aus den aufgebrochenen Betonflächen entstanden Sitzbereiche, Trittsteine und ein Hochbeet. Im Herbst 2025 erfolgte die erste Bepflanzung.
„Der entsiegelte Innenhof in der Halirschgasse ist ein großartiges Beispiel dafür, wie aus einer tollen Idee einer Hausgemeinschaft mithilfe des umfangreichen Förder- und Serviceangebots der Stadt Wien Wirklichkeit werden kann! Hier wurde durch und mit den Bewohner*innen im Stadtgebiet ein grüner, lebendiger Raum geschaffen, an dem Menschen zusammenkommen können. Das Projekt im WieNeu+ Programmgebiet Hernals zeigt: Gemeinsam ist vieles möglich. Ich lade alle Wienerinnen und Wiener dazu ein, auch ihren Innenhof klima- und zukunftsfit zu gestalten!“, sagt Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch.
Breites Unterstützungs- und Förderangebot der Stadt Wien
Das Projekt wurde durch die Klima Werkstatt der Gebietsbetreuung Stadterneuerung begleitet. Diese bietet ein kostenfreies und vielfältiges Veranstaltungsprogramm zu den Themen „Energie und Alltag", „Mehr Grün" und „Kreislaufwirtschaft". Neben der Entsiegelungsförderung der Abteilung Umweltschutz hat die Hausgemeinschaft die Grätzlförderung des Stadterneuerungsprogramms WieNeu+ (Abteilung Technische Stadterneuerung) in Anspruch genommen.
„Wir haben uns seit Längerem vorgestellt, dass man aus diesem Innenhof mehr machen kann. Anfangs gab es Bedenken innerhalb der Hausgemeinschaft, dieses Entsiegelungs- und Begrünungsprojekt umzusetzen. Zu teuer, zu viel Arbeit, wer soll das betreuen? Unsere Überzeugungsarbeit hat gewirkt, die Hausgemeinschaft hat sich für das Projekt ausgesprochen. Mit tatkräftiger Hilfe der Gebietsbetreuung Stadterneuerung und den Förderungen der Stadt Wien dauerte es gerade einmal einen Sommer, bis im neuen Garten Hunderte von Pflanzen gesetzt waren. Erste Vögel besuchen seitdem wieder unseren Innenhof, Insekten summen um die Blüten und die Hausgemeinschaft, die rückt spürbar zusammen und immer mehr in den Garten“, sagt Robert Hinterleitner, Miteigentümer und Mitglied des Entsiegelungsteams.
„Wiens hohe Lebensqualität muss auch in Zukunft gesichert bleiben – auch wenn es im Sommer immer heißer wird“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Dabei wird es immer wichtiger, Orte der Abkühlung mit einer angenehmen Aufenthaltsqualität zu schaffen. Wie das gelingen kann – dafür ist die Entsiegelung und Neugestaltung dieses Hernalser Innenhofes ein wunderbares Beispiel. Ein vorbildliches Gemeinschaftsprojekt, dessen Umsetzung auch die Stadt Wien – Umweltschutz mit einer Förderung von rund 10.000 Euro maßgeblich unterstützen konnte. Gleichzeitig fügt sich diese Initiative nahtlos in unser Programm „Raus aus dem Asphalt“, bei dem in allen Bezirken dieser Stadt hunderte Plätze und Straßenzüge umgestaltet wurden und werden, um Hitzeinseln zu minimieren. So kann es uns gelingen, dass ganz Wien auch in Zukunft ein Wohlfühlort für alle bleibt.“
Das Hernalser Pilotprojekt solle nur eines von vielen sein, die in Zukunft in Wiens Grätzln entstehen, wünscht sich Bezirksvorsteher Peter Jagsch. „Dieses Projekt zeigt, was entstehen kann, wenn Engagement aus der Nachbarschaft auf die richtige Unterstützung trifft. Mit der Grätzlförderung und der Grätzlmarie von WieNeu+ haben wir in Hernals gute Möglichkeiten, solche Ideen im Bezirk weiter voranzubringen. Ich freue mich, wenn diesem Beispiel noch viele weitere entsiegelte Innenhöfe folgen!“, so Peter Jagsch, Bezirksvorsteher von Hernals.
„Die Klima Werkstatt zeigt ganz konkret, wie Menschen selbst aktiv werden können – mit Workshops, Projekten und gemeinsamen Aktionen im Grätzl. So entstehen Schritt für Schritt grünere Orte, mehr Artenvielfalt und ein stärkeres Miteinander – ein Beispiel dafür ist die neue Klimaoase in der Halirschgasse“, so Projektleiterin Barbara Mayer von der Gebietsbetreuung Stadterneuerung.
Mit WieNeu+ zum klimafitten Innenhof: Jetzt Grätzlförderung beantragen!
Für die Umsetzung von Entsiegelungs- und Begrünungsvorhaben in den WieNeu+ Programmgebieten „Hernals“ oder „Grätzl 20+2“ kann die Grätzlförderung beantragt werden. Gefördert werden beispielsweise:
- Gemeinschaftliche Gartenprojekte, die der gesamten Hausgemeinschaft zugutekommen
- Entsiegelung inklusive anschließender Begrünung und ortsspezifischem Bewässerungssystem
- Kühlende (hof- oder straßenseitige) Fassaden- oder Dachanstriche
- Maßnahmen, die den Abfluss von Regenwasser verzögern
Auch die vorher meist notwendige Planung (Vor- oder Machbarkeitsanalysen) oder die Begleitung des Projekts (Beratung, Workshops, Moderation) können finanziell unterstützt werden. Die Förderquote richtet sich nach der Größe des Unternehmens, für natürliche Personen gilt eine Förderquote von 60 % (max. 100.000 Euro). Weitere Informationen: wieneuplus.wien.gv.at/klimafitte-innenhoefe
Weitere Informationen zum Innenhof-Projekt „Halirschgasse 1“
klimawerkstatt.gbstern.at/programm/mehr-gruen/innenhof-entsiegeln/
Weitere Informationen zum WieNeu-Schwerpunkt „Klimafitte Innenhöfe“
https://wieneuplus.wien.gv.at/klimafitte-innenhoefe
Weitere Informationen zur WieNeu+ Grätzlförderung
https://wieneuplus.wien.gv.at/graetzlfoerderung
Weitere Informationen zur GB* Klima Werkstatt
https://klimawerkstatt.gbstern.at/
Rückfragen & Kontakt
Büro Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch
Stephan Grundei
Mediensprecher
Tel.: 0676/8118 98057
E-Mail: [email protected]
Büro Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky
Michaela Zlamal
Mediensprecherin
Tel.: 01 4000 81446
E-Mail: [email protected]
Programm WieNeu+ und Sonderprojekte
Technische Stadterneuerung (MA 25)
Judith Rosenkranz-Lichtner
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01 4000 25105
E-Mail: [email protected]
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