- 07.05.2026, 09:04:32
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20 Jahre FMVÖ-Recommender-Award: Erfolgreiche Finanzinstitute brauchen Kund:innenzufriedenheit als Maßstab

Wien, 07.05.2026 – Am Mittwoch, den 6. Mai feierte der „Oscar der Finanzwirtschaft“, der FMVÖ-Recommender-Award, im feierlichen Rahmen der Österreichischen Nationalbibliothek sein 20-jähriges Jubiläum. Im Beisein von langjährigen Wegbegleitern des Awards und hochrangigen Vertreter:innen aus der österreichischen Finanzbranche ließ der Finanz-Marketing Verband Österreich (FMVÖ) zwei bewegte Jahrzehnte Revue passieren und ehrte die diesjährigen Preisträger. Die Veranstaltung stand mit einer Keynote von Univ.-Prof. Dr. Bettina Fuhrmann (WU Wien) unter dem Motto „Wert der Finanzkompetenz“.
Rund 180 Gratulant:innen versammelten sich am Mittwochabend im Camineum der Nationalbibliothek in der Wiener Innenstadt, um gemeinsam mit den Initiatoren des Awards eine Institution der österreichischen Finanzwirtschaft zu feiern: 20 Jahre FMVÖ-Recommender-Award. FMVÖ-Präsident Erich Mayer bedankte sich in seiner Begrüßungsrede nicht nur bei den beiden Gründungsmitgliedern Josef Redl und Klaus Kotek, sondern auch bei den anwesenden Vertreter:innen der österreichischen Finanzinstitute: „Die heimischen Banken und Versicherungen haben den FMVÖ-Recommender von der ersten Stunde an als wichtigen Maßstab anerkannt und damit zum Erfolg der Auszeichnung beigetragen, indem sie den Award und die Gütesiegel in ihre Unternehmenskommunikation eingebunden haben. Die Bewertungen durch 8.000 Kund:innen geben ein authentisches Bild darüber, wie empfehlenswert Banken und Versicherungen aus Sicht ihrer Kund:innen sind. So konnten wir erreichen, dass Kund:innenorientierung noch mehr zu einem wesentlichen Faktor für den Geschäftserfolg wurde.“
Als Basis für den FMVÖ-Recommender-Award dient eine Umfrage, die vom Marktforschungsinstitut Telemark Marketing im ersten Quartal 2026 unter 8.000 Kund:innen von Banken und Versicherungen durchgeführt wurde. Zur Ermittlung der Gewinner kommt seit Beginn der Net Promoter Score (NPS), also die Messung der Weiterempfehlungsbereitschaft, zur Anwendung. Studienleiter und FMVÖ-Vorstandsmitglied Robert Sobotka interpretierte die Ergebnisse im Jubiläumsjahr wie folgt: „Obwohl die durchschnittliche Weiterempfehlungsbereitschaft bei den Banken und Versicherungen nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr – von 18,4 % auf 19,6 % bei den Banken und von 18,2 % auf 18,6 % bei den Versicherungen – angestiegen ist, erleben wir 2026 einen deutlichen Zuwachs auf 31 Gütesiegel gegenüber 24 in 2025. Vor allem bei den Banken konnten wir heuer zahlreiche Institute mit einem exzellenten Gütesiegel auszeichnen, bei den Versicherungen haben hingegen nur zwei die NPS-Schwelle von 30 % überschritten.“
Serien- und Überraschungssieger
Keine Änderung gegenüber dem Vorjahr gab es bei den österreichweit tätigen Banken und Versicherungen: So erhielt die Erste Bank mit einem Respektabstand den FMVÖ-Recommender-Award in der Kategorie „Großbanken“, den ersten Platz bei den „bundesweiten Versicherungen“ konnte die GRAWE behaupten. Gleich drei der „überregionalen Banken“ sicherten sich dank deutlicher Zuwächse bei der Kundenzufriedenheit ein exzellentes Gütesiegel, als Sieger der Kategorie ging in diesem Jahr die HYPO NOE Landesbank für Niederösterreich und Wien hervor. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Regionalbanken, wo ebenfalls drei exzellente und auch vier hervorragende Gütesiegel vergeben wurden. An die Spitze setzen konnte sich die Volksbank Salzburg, die sich auch über den höchsten NPS-Wert unter den Banken freuen darf. Bei den Landesversicherungen gab es einen Wechsel an der Spitze, die aber wie im Vorjahr in westösterreichischer Hand bleibt: Die Vorarlberger Landes-Versicherung erzielte ein exzellentes Gütesiegel und den Kategorie-Sieg. Bei den Direkt- und Spezialversicherungen gibt es mit der ARAG einen Newcomer als Gewinner des FMVÖ-Recommender-Awards, die mit einem satten NPS-Zuwachs von 27 % auch den Sonderpreis „Aufsteiger des Jahres“ gewann.
Neben den sechs Recommender-Award-Kategorien und dem „Aufsteiger des Jahres“ zeichnet der FMVÖ besondere Leistungen in der Kundenzufriedenheit mit eigenen Sonderpreisen aus. Gleich zwei Raiffeisen Landesorganisationen konnten hier reüssieren: Die Raiffeisenlandesbank Steiermark wurde als „Bank mit der besten Kund:innenberatung“ und die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich als „Bank mit dem besten Kund:innenservice“ geehrt. „Versicherung mit der besten Kund:innenberatung“ wurde im Jubiläumsjahr die Wiener Städtische Versicherung und „Versicherung mit dem besten Kund:innenservice“ die Zürich Versicherung. Über einen ex aequo Gewinn als „Versicherung mit dem besten Schadensmanagement“ kann sich der Vorjahressieger Niederösterreichische Versicherung gemeinsam mit der Oberösterreichischen Versicherung freuen.
Finanzwissen als Kern von Finanzkompetenz
Neben den Auszeichnungen erlebten die Gäste ein buntes Programm, das von Auftritten der A-cappella-Band „Das wird super“ umrahmt wurde. Zum Motto der Veranstaltung „Wert der Finanzkompetenz“ sprach Univ.-Prof. Bettina Fuhrmann, Leiterin des Instituts für Wirtschaftspädagogik an der WU Wien. „Das Verstehen finanzieller Problemstellungen setzt Finanzwissen voraus. Je umfangreicher und vernetzter dieses Wissen ist, umso besser lassen sich Situationen analysieren. Deshalb bildet Finanzwissen den Kern von Finanzkompetenz.“ Die Forschung zeigt eindeutig, dass ein höheres Niveau an Finanzwissen mit einem höheren finanziellen Wohlbefinden einhergeht. „Wissen allein macht aber noch nicht kompetent – es braucht (Lern-)Erfahrungen, die das Selbstvertrauen stärken, dass man das Wissen auch erfolgreich umsetzen kann“, so die Keynote-Speakerin.
Kurze Impulse kamen von Vertretern von Accenture, New Frontier Innova und willhaben. Klaus Hermetschläger (Managing Director Insurance CEE) und Andreas Weiss (Associate Director Financial Services Austria) von Accenture sprachen über die Frage, ob die Gen Z wirklich Banken und Versicherungen meidet oder ob ihre Erwartungen bislang schlicht nicht in der bestehenden Branchenlogik ankommen und verstanden wurden. Dabei gingen sie auch darauf ein, woran Banken und Versicherungen konkret erkennen, ob sie gerade an den Bedürfnissen der Gen Z vorbeireden und wo aus Sicht von Accenture die größte Übersetzungslücke liegt. „Spitzenplätze im NPS erfordern heute eine durchgängig starke digitale Erfahrung, echte Personalisierung und ein digitales Leistungsangebot, das klassisches Banking übertrifft“, betonte Gregor Bierent, CEO New Frontier Innova. „Kunden wollen von ihrer Bank gekannt, nahtlos begleitet und im Alltag aktiv unterstützt werden. Dies ermöglichen wir mit Fintense, unserer Digital Banking Plattform.” Jochen Schneeberger, Sales Director Digital Advertising bei willhaben, erläuterte, dass Vertrauen und Matchmaking die wichtigsten Währungen im Finanzmarketing sind: „Dass willhaben nun auf radikale User Centricity, weniger Werbedichte und konsequente Relevanz setzt, ist für die Kommunikation in der Finanzwelt ein echtes Upgrade. Native Formate bieten die Chance, Finanzthemen organisch und treffsicher zu platzieren. Für Finanzdienstleister bedeutet das: Echte Berührungspunkte statt bloßer Klicks. Ein rigoroser Schritt, der die Werbewirkung massiv steigert.“
Mit dem Medienpartner KURIER, der von Herausgeberin Martina Salomon vertreten wurde, sprachen die Moderator:innen Sigrid Spörk und Paul Leitenmüller über die langjährige Medienkooperation zwischen dem Verband und der Tageszeitung, aber auch über die Bedeutung der Finanzbranche für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Ich würde mir wünschen, dass die Politik den Finanzmarkt ernster nimmt und weniger als Feind und Melkkuh betrachtet. Ein erster kleiner Schritt geschieht jetzt immerhin mit der Reform der betrieblichen Pensionskassen“, so die KURIER-Herausgeberin.
Die Unterstützer des FMVÖ-Recommender-Awards 2026
Partner: Accenture, New Frontier, willhaben, Zürich Versicherung, coeo-Inkasso, Cancom, Demner, Merlicek & Bergmann, Donau Versicherung, Falstaff, GRAWE, Niederösterreichische Versicherung, Oberösterreichische Versicherung, Raiffeisen Bank International, Wiener Städtische Versicherung; Medienpartner: KURIER, Leadersnet, ForumF; Studienpartner: Telemark Marketing
Über den Finanz-Marketing Verband Österreich (FMVÖ)
Der Finanz-Marketing Verband Österreich fungiert seit dem Jahr 1990 als Plattform für Marketing-, Kommunikations- und Vertriebsverantwortliche der Banken- und Versicherungsbranche in Österreich. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Austausch zu aktuellen Branchenthemen, bspw. durch die Organisation regelmäßiger Veranstaltungen, aber auch der Erfahrungsaustausch und Networking unter Mitgliedern nimmt einen breiten Rahmen ein. Mit dem „FMVÖ-Recommender-Award“, bei dem alljährlich die Zufriedenheit der Kund:innen österreichischer Banken und Versicherungsunternehmen erhoben wird, hat der FMVÖ im Jahr 2007 ein wertvolles Marketingtool für die Branche ins Leben gerufen. In Kooperation mit der REGAL Verlagsgesellschaft erscheint der wöchentliche ForumF Newsletter (www.forumf.at), der die österreichische Finanzwirtschaft über ein breites Spektrum an aktuellen Marketing- und Innovationsthemen auf dem Laufenden hält. www.fmvoe.at
Rückfragen & Kontakt
FMVÖ - Finanz-Marketing Verband Österreich
Erich Mayer
Telefon: 0664/1324512
E-Mail: [email protected]
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