- 05.05.2026, 11:30:02
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ÖVP — Keri: Zwei Stadtrechnungshofberichte zeigen gravierende Mängel im Kinderschutzsystem der Stadt Wien
Sicherheitslücken in Kindergärten und Missstände bei Pflegekindern – Wien muss endlich handeln
Scharfe Kritik übt die Wiener Volkspartei an den Ergebnissen zweier aktueller Berichte des Stadtrechnungshofes. Für Familiensprecherin, Gemeinderätin Sabine Keri ist klar: „Die Berichte zeigen in unterschiedlichen Bereichen dasselbe Grundproblem – mangelnde Kontrolle, fehlende Strukturen und ein fahrlässiger Umgang mit der Sicherheit von Kindern. Verantwortlich ist dafür wieder einmal die MA 11.“
Sicherheitsmängel in Kindergärten
Der Bericht zur sicherheitstechnischen Prüfung der Freianlagen in Wiener Kindergärten ist von Kritik geprägt. So wurden schwere bauliche Mängel über Jahre hinweg nicht behoben, gefährliche Spielgeräte nicht überprüft und potenziell lebensgefährliche Situationen erst nach Intervention des Stadtrechnungshofes beseitigt. Besonders alarmierend sind nicht gesicherte Sportgeräte wie Fußballtore sowie Aufbewahrungsboxen, die zur tödlichen Falle werden könnten.
„Dass es hier nicht zu mehr Unfällen gekommen ist, liegt laut Stadtrechnungshof vor allem am Engagement des Personals vor Ort und nicht an funktionierenden Strukturen. Das ist kein Verdienst der Stadtregierung, sondern ein Warnsignal“, so Keri.
Pflegekinderbereich: Rechtswidrige Praktiken und massive Systemmängel
Noch schwerwiegender sind die Ergebnisse im Bereich der Pflegekinder. Der Stadtrechnungshof stellt fest, dass zentrale Empfehlungen nur unzureichend umgesetzt wurden und in wesentlichen Bereichen weiterhin erhebliche Defizite bestehen.
Besonders kritisch ist eine Praxis der MA 11, bei der Mitarbeiter Krisenpflegekinder ohne rechtliche Grundlage in ihren privaten Haushalten aufgenommen haben. Gleichzeitig wurden grundlegende Sicherheitsprüfungen wie Strafregisterabfragen oder Eignungsfeststellungen nicht durchgeführt. Auch eine finanzielle Besserstellung der MA 11-Kinder- und Jugendhilfe-Mitarbeitenden gegenüber den anderen Krisenpflegepersonen wurde kritisiert.
Auch bei der Dokumentation und Kontrolle zeigt sich ein massives Problem. Veraltete Systeme, fehlende Kennzahlen und mangelhafte Aktenführung erschweren eine wirksame Steuerung. Zusätzlich ist die Zahl der Pflegeeltern in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen, was zu Engpässen und verlängerten Aufenthalten von Kindern in Krisensituationen führt.
„Wenn grundlegende Sicherheitsstandards nicht eingehalten werden, gleichzeitig keine Kontrolle besteht und Mitarbeiter finanziell gegenüber Krisenpflegeeltern und Pflegeltern bevorzugt werden, dann brauchen wir uns nicht wundern, dass das System nicht funktioniert. Hier geht es um den Schutz von Kindern, und genau dieser Schutz wird derzeit nicht ausreichend gewährleistet. Die Empfehlungen des Stadtrechnungshofs müssen endlich vollends umgesetzt werden“, betont Keri abschließend.
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