- 05.05.2026, 11:28:32
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Grüne Wien/Berner ad Stadtrechnungshof: „Pinkes Managementversagen bei MA11“
Kinder- und Jugendhilfe ist NEOS-Dauerbaustelle – Empfehlungen des Stadtrechnungshofs werden seit Jahren nicht umgesetzt
Die Kinder- und Jugendhilfe der Stadt, die MA11, steht seit Jahren unter enormen Druck – und der aktuelle Stadtrechnungshofbericht belegt erneut, dass in den vergangenen Jahren keine Verbesserung gelungen ist. „Der Stadtrechnungshofbericht führt in aller Deutlichkeit vor Augen, dass die Zustände unter der zuständigen NEOS-Stadträtin Emmerling seit Jahren einfach nicht besser werden. Betroffene Kinder und Jugendliche sowie engagierte Mitarbeiter:innen werden hier im Stich gelassen“, so Ursula Berner, Familiensprecherin der Wiener Grünen.
Mehr als die Hälfte der Empfehlungen nicht umgesetzt
Angesichts der teils dramatischen Zustände ist es besonders fahrlässig, dass die MA11 seit der letzten Prüfung durch den Stadtrechnungshof (2024) derart viele grundlegende Verbesserungen noch immer nicht umgesetzt hat. „Die Umsetzung der vergangenen Empfehlungen war so mangelhaft, dass sich der Stadtrechnungshof jetzt erneut genötigt gesehen hat, die MA11 zu prüfen“, so Berner. Von 31 Empfehlungen sind 18 immer noch nicht umgesetzt.
Im Herbst 2025 war bekannt geworden, dass fünf Mitarbeiter:innen die Unterbringung von Krisenpflegekindern (vom Säuglingsalter bis zwei Jahre) im eigenen Haushalt übernommen hatten – weil es in den städtischen Krisenzentren einfach keinen Platz mehr gab. „Das aufopferungsvolle Engagement der Mitarbeiter:innen ist beeindruckend, doch so weit dürften es die zuständige Stadträtin Emmerling und die MA11 niemals kommen lassen. Es ist seit Jahren bekannt, dass die Krisenzentren unter enormen Engpässen leiden“, hält Berner fest. Dass die Mitarbeiter:innen keine adäquate Eignungsprüfung absolvieren mussten, um Kinder im eigenen Haushalt aufnehmen zu dürfen (z.B. Strafregisterauszüge), passe ins schiefe Bild.
Pinkes Managementversagen
„Die seit Jahren andauernde Notlage in der Kinder- und Jugendhilfe der Stadt ist das Ergebnis eines pinken Managementversagens. Es ist höchste Zeit, dass die zuständige Stadträtin Emmerling endlich für eine nachhaltige und gute Lösung der Probleme bei der MA11 sorgt – im Sinne der betroffenen Kinder und Jugendlichen“, so Berner – und abschließend: „Es braucht einen raschen Ausbau sowohl bei den Krisenpflegeeltern als auch in den Krisenzentren und eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Sozialpädagog:innen.“
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