- 05.05.2026, 09:00:47
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AutoScout24 Umfrage: Auto wird seltener genutzt
Vier von zehn Autofahrer:innen nutzen das Auto aktuell seltener, 30 Prozent vermeiden unnötige Autofahrten.
Die angespannte Lage im Nahostkonflikt sorgt weiterhin für Unsicherheit an den Energiemärkten und treibt die Preise für Rohöl und Treibstoff nach oben. Auch in Europa spüren Verbraucher die Auswirkungen deutlich – insbesondere an der Zapfsäule. Doch wie stark beeinflussen die steigenden Kosten tatsächlich das Mobilitätsverhalten im Alltag? Das hat AutoScout24 in einer Innofact-Umfrage unter 530 Autofahrer:innen erhoben.
„Die aktuellen Zahlen zeigen klar, dass steigende Spritpreise das Verhalten vieler Menschen beeinflussen – allerdings derzeit eher punktuell als grundlegend, wie die Umfrageergebnisse belegen“, sagt Nikolaus Menches, Country-Manager von AutoScout24 in Österreich.
Vier von zehn reduzieren ihre Nutzung deutlich
Ein genauerer Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, dass ein beachtlicher Teil der Bevölkerung aktiv auf die Entwicklung reagiert. So geben 39 Prozent der Befragten an, ihr Auto insgesamt seltener zu nutzen als noch vor einiger Zeit. Damit verändert bereits rund vier von zehn Personen ihr gewohntes Verhalten – ein Wert, der die wachsende Sensibilität für steigende Mobilitätskosten unterstreicht. Dabei zeigen sich auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern: 42 Prozent der Männer reduzieren ihre Autonutzung, während dieser Anteil bei Frauen bei 37 Prozent liegt. Ergänzend dazu verzichten 30 Prozent bewusst auf unnötige Fahrten und bemühen sich, Wege effizienter zu bündeln und besser zu planen.
Alternative Fortbewegungsmittel gewinnen an Attraktivität
Für 16 Prozent stellt der Umstieg auf andere Verkehrsmittel inzwischen eine ernstzunehmende Alternative dar. Ob öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad oder andere flexible Angebote – viele suchen nach Möglichkeiten, unabhängiger vom eigenen Fahrzeug zu werden und gleichzeitig Kosten zu reduzieren.
Anpassungen im Alltag nehmen zu
Darüber hinaus zeigen sich auch im Arbeits- und Sozialverhalten Veränderungen: 5 Prozent der Befragten arbeiten häufiger im Homeoffice und verringern dadurch ihre regelmäßigen Fahrten. 4 Prozent setzen vermehrt auf Fahrgemeinschaften, um Ausgaben zu teilen und effizienter unterwegs zu sein.
Konstante Nutzung trotz Preisniveau
Gleichzeitig bleibt für 61 Prozent der Befragten das Auto weiterhin unverändert im Einsatz. Trotz der gestiegenen Spritpreise halten sie an ihren bisherigen Routinen fest und nutzen ihren Wagen im Alltag genauso häufig wie zuvor.
Langfristige Auswirkungen bleiben offen
Neben den unmittelbaren Verhaltensanpassungen werfen die steigenden Kosten auch einen Blick auf mögliche langfristige Veränderungen. Allerdings zeigt sich hier ein noch uneinheitliches Bild: 48 Prozent der Befragten geben an, sich bislang keine Gedanken über die zukünftige Nutzung eines Autos gemacht zu haben. Weitere 37 Prozent haben zwar darüber nachgedacht, planen jedoch aktuell keine Veränderungen.
Lediglich 16 Prozent beschäftigen sich konkret mit möglichen Anpassungen. Innerhalb dieser Gruppe denken 6 Prozent über den Umstieg auf ein Elektroauto nach, 3 Prozent ziehen ein Hybridfahrzeug in Betracht. Ebenfalls 3 Prozent überlegen, vollständig auf ein Auto zu verzichten. 2 Prozent erwägen den Wechsel zu einem kleineren Fahrzeug, während 1 Prozent den Verkauf eines Zweitautos in Betracht zieht. Weitere 4 Prozent nennen sonstige Überlegungen.
„Die Ergebnisse verdeutlichen, dass steigende Spritpreise kurzfristig durchaus zu Verhaltensanpassungen führen. Ob sich daraus jedoch nachhaltige Veränderungen in der individuellen Mobilität ergeben, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen“, so Nikolaus Menches.
Über die Umfrage:
Die Innofact AG hat im April 2026 für die Umfrage im Auftrag von AutoScout24 534 österreichische Autobesitzer:innen bevölkerungsrepräsentativ nach Alter (18 bis 65 Jahre) und Geschlecht quotiert befragt.
Rückfragen & Kontakt
Maria Hirzinger
Extern für AutoScout24 tätig
Tel.: 0043 699 195 444 62
E-Mail: [email protected]
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