- 03.05.2026, 08:45:02
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Totschnig: Holzeinschlag und Schadholz rückläufig, Borkenkäfergefahr weiterhin hoch
Holzeinschlagsmeldung 2025 zeigt, Waldfonds schafft klimafitte Wälder
Die Holzeinschlagsmeldung ist eine jährliche, österreichweite Erhebung zur Entwicklung der geernteten Holzmengen sowie des Schadholzanteils in den österreichischen Wäldern. Mitte April wurde der aktuelle Bericht zur Holzeinschlagsmeldung für das Jahr 2025 vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) veröffentlicht.
Bundesminister Norbert Totschnig: „Die Schadholzmenge in unseren Wäldern ist mit 6,38 Mio. Erntefestmetern im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Gleichzeitig bleiben die Borkenkäferschäden auf einem hohen Niveau. Das verdeutlicht, wie wichtig ein vorausschauender Waldumbau ist, um unsere Wälder langfristig widerstandsfähiger zu machen. Als BMLUK treiben wir daher den Einsatz klimaresilienter Baumarten und den Umbau zu stabilen Mischwäldern im Rahmen des Waldfonds gezielt voran.“
Im Jahr 2025 betrug die Holznutzung im österreichischen Wald insgesamt 19,56 Mio. Erntefestmeter ohne Rinde. Das bedeutet einen Rückgang von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2024: 20,03 Millionen Erntefestmeter).
Die Schadholzmenge ist zwar deutlich gesunken, beträgt mit 6,38 Mio. Erntefestmetern jedoch immer noch 32,6 Prozent des Holzeinschlages. Dieser Rückgang ist insbesondere auf das Ausbleiben größerer Windwurf- und Schneedruckschäden zurückzuführen.
Zu trocken: Borkenkäfergefahr bleibt konstant hoch
Die durch Borkenkäfer verursachten Schadholzmengen bleiben weiterhin auf hohem Niveau und machen mit 2,91 Mio. Erntefestmetern nahezu 50 Prozent des gesamten Schadholzanfalles aus. Dies unterstreicht den anhaltenden Handlungsbedarf in der Borkenkäferbekämpfung. Entscheidend sind dabei eine konsequente Überwachung der Wälder und der gezielte Einsatz von Monitoringfallen, um Massenvermehrungen frühzeitig zu erkennen und rasch zu handeln.
Der insgesamt trockene Winter 2025/2026 – mit rund 22 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt – verschärft die Lage zusätzlich. Die Niederschläge im Februar konnten das Defizit nur teilweise ausgleichen. Gerade der Wasserhaushalt im Frühjahr ist jedoch entscheidend für die Widerstandskraft unserer Wälder in den Sommermonaten und damit auch für die Resilienz der Bäume gegen den Borkenkäferbefall.
Politische Maßnahmen zeigen Wirkung
Positiv hervorzuheben ist, dass die Förderprogramme der vergangenen Jahre Wirkung zeigen. Die Wiederbewaldungsmaßnahmen entwickeln sich gut und die Aufforstungen sind erfolgreich angewachsen. Dennoch verdeutlicht sich die Notwendigkeit des vorrausschauenden Waldumbaus, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber Schadereignissen langfristig zu erhöhen.
Stabilitätsverbessernde Maßnahmen werden im Rahmen des Waldfonds sowie des GAP-Strategieplans umgesetzt. Eine Intensivierung der Waldpflege und der verstärkte Einsatz von Mischbaumarten sind dabei zentrale Ansätze.
Investitionen zur Förderung der Resilienz der Wälder sind unumgänglich, um den positiven Trend fortzusetzen und die Funktionen der Wälder langfristig zu sichern.
Weitere Ergebnisse der HEM 2025:
Von der geernteten Holzmenge entfällt mit 11,02 Millionen Festmeter oder 56,3 Prozent des Einschlags der größte Anteil auf Sägerundholz, 5,9 Prozent davon als Sägeschwachholz. Auf Industrieholz entfallen 3,22 Millionen Festmeter oder 16,5 Prozent des Einschlages, im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert relativ konstant.
5,32 Millionen Erntefestmeter oder 27,2 Prozent des Einschlags gehen in die energetische Nutzung, der Großteil davon als Waldhackgut.
Holz aus Vornutzungen im Zuge von stabilisierenden Pflegemaßnahmen machte einen Anteil von 25,3 Prozent aus, das bedeutet einen Anstieg von 17,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024.
Die aktuelle Publikation mit detaillierten Zahlen ist auf der Webseite des BMLUK zu finden:
https://www.bmluk.gv.at/themen/wald/wald-in-oesterreich/wald-und-zahlen/holzeinschlagsmeldung-2025.html
Rückfragen & Kontakt
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Telefon: +43 1 71100 DW 606747
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.bmluk.gv.at/
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