- 30.04.2026, 16:23:32
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ORF-DialogForum: ORF im Reality Check
Diskussion anlässlich des neuen Public-Value-Berichts am 4. Mai um 13.00 Uhr in ORF III sowie auf ORF ON und ORF Sound
Wem nützt der ORF und welchen Mehrwert bieten seine Programme? Worin unterscheidet er sich von anderen Medien? Das ORF-DialogForum macht einen Reality Check: ORF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter geben Einblicke hinter die Kulissen der Medienproduktion in TV, Radio und Online. Sie berichten aus der Praxis, wie sie in ihrer täglichen Arbeit den öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen. Ein Zusammenschnitt ist am Montag, dem 4. Mai 2026, um 13.00 Uhr in ORF III sowie auf ORF ON zu sehen. Auf ORF Sound steht das „ORF-DialogForum“ zum Nachhören bereit.
Natascha Zeitel-Bank von der Universität Innsbruck fasste den Auftrag des ORF zusammen: „Der ORF hat einen Versorgungsauftrag und einen Kernauftrag. Das verpflichtet ihn zu hoher Qualität, zu Objektivität, Meinungsvielfalt, der Förderung österreichischer Identität sowie zur Barrierefreiheit und der Bereitstellung von Inhalten für alle gesellschaftlichen Gruppen. Daran sollte sich der ORF auch messen.“
ORF-News-Redakteur Volker Obermayr erklärte, wie das im Alltag aussieht. „Wir haben das Gemeinwohl im Sinn“, sagt er, und: „Unsere Arbeit ist angesichts von Fake News schwieriger geworden. Je mehr KI, desto mehr Mensch braucht man in den Redaktionen“.
Yvonne Lacina-Blaha, Leiterin von ORF KiDS, zeigte auf, wie der Kernauftrag im Rahmen des Kinderprogrammes erfüllt wird: „Unser Bestreben ist es, dass wir Kinder in einem sicheren Raum unterhalten und informieren. Dieser Raum ist gewaltfrei, barrierefrei und werbefrei. Dabei lernen Kinder Informationen, Sachverhalte oder aktuelle Geschehnisse einzuordnen.“
Wie man den Spagat zwischen qualitativer Information und interessanter Ansprache an Jugendliche schafft, verriet Jürgen Pettinger, Ö1-Feature-Redakteur. „Das gelingt durch Storytelling, weil man die Chance hat, Menschen, auch jüngere Menschen, beim Gefühl zu packen. Dann bleibt auch der Inhalt in gewisser Weise hängen. Der ORF erfüllt dafür alle Voraussetzungen, mit Nachrichten im Kurzformat, aber auch langen Formaten wie großen Dokumentationen oder Audiofeatures.“
Ein konkretes Beispiel dafür, wie ORF-Qualität Tag für Tag umgesetzt wird, nannte Werner Fetz vom ORF Niederösterreich: „Die Sendung ‚Ein Ort am Wort’ ist entstanden, weil es immer wieder vorkommt, dass der Diskurs fehlt, und Gruppen zwar intensiv diskutieren, meist aber nur in ihren eigenen Gruppen und in den seltensten Fällen miteinander. Deshalb laden wir in ein Gasthaus und diskutieren 60 Minuten live, ohne dass etwas geschnitten wird.“
Marina Mattner von ORF III beschäftigt sich mit Kultur und stellte klar: „Bei Netflix bekommst du vorgeschlagen, was zu deinem bisherigen Sehverhalten passt. Beim ORF stößt du auch auf Themen und Kultur, die du nicht gesucht hättest, die dich dann aber packen können. Kultur ist versöhnend und verbindend – denn Menschen erleben bei einer Kulturveranstaltung genau das Gleiche zur gleichen Zeit. Das ist heute wichtig.“
Katja Mayer vom Institut für Wissenschafts- und Technikforschung betonte, dass öffentlich-rechtlicher Rundfunk im Plattform-Zeitalter besonders wichtig ist. „Im Internet existiert eine Ungleichzeitigkeit. ORF-Programme wie ‚Ein Ort am Wort‘ fördern partizipative Gemeinschaften und stellen die Gleichzeitigkeit wieder her. Zudem ist es sehr unterstützenswert, dass der ORF werbefreie Zonen bietet. Kinder müssen erst lernen, nicht als Konsumenten und Konsumentinnen gesehen zu werden.“
ORF-Innovationsmanagerin Maria Seifert-Gasteiger erläuterte, wie der ORF Innovation gestaltet. „Wir leben das Prinzip von Open Innovation, und da sind die europäischen Schwesterngesellschaften ganz wichtige Partner und Partnerinnen, aber auch andere innovative Kräfte wie Start-ups oder Universitäten. Bei uns gibt es nicht Innovation einfach der Innovation wegen, sondern weil wir einem Ziel folgen und einen Beitrag leisten sollen, damit der ORF seinem Auftrag nachkommen kann.“
Der neue Public-Value-Bericht „Wem nützt der ORF und wie?“ versammelt zahlreiche Interviews mit ORF-Mitarbeiterinnen und ORF-Mitarbeitern. Darin geht es unter anderem um Information und Klimaberichterstattung, gesellschaftliche Spaltung, Handynutzung bei Jugendlichen, Werbefreiheit im Kinderprogramm, Erinnerungskultur, Armut in Österreich, die Teuerung bei Kino- und Spielfilmproduktionen, Wirtschaftskompetenz sowie den Umgang mit Fake News. Der Bericht zeigt, welche Herausforderungen der ORF in Radio, TV, online und in den Landesstudios aufgreift und welche Perspektiven er für mögliche Lösungen bietet. Abrufbar ist der neue Public-Value-Bericht auf zukunft.ORF.at.
Moderiert wurde das ORF-„DialogForum“ von Klaus Unterberger, ORF Public Value.
Das ORF-DialogForum ist eine Initiative des ORF, um das Gespräch mit seinem Publikum, den österreichischen Institutionen, den Organisationen und Gruppen der Gesellschaft zu beleben.
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