- 30.04.2026, 14:42:02
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Frühförderung und moderne Schule im Fokus: Kabinettschef Nikolaus Griller über die Zukunft des Bildungssystems
Beim ABÖ-Café diskutierten Bildungsmedienanbieter mit dem Kabinettschef des Bildungsministeriums über tiefgreifende Veränderungen im österreichischen Schulsystem

Unter dem Titel „Plan Z für die Bildung" treibt das Bundesministerium für Bildung eine umfassende Reform des österreichischen Schulsystems voran. Auf Einladung der Allianz Bildungsmedien traf Nikolaus Griller, Kabinettschef des Bundesministeriums für Bildung, beim ABÖ-Café auf Vertreter:innen der Bildungsmedienbranche und sprach über die Reformpläne und bildungspolitischen Schwerpunkte der kommenden Jahre.
Im Mittelpunkt des ABÖ-Cafés standen die Vorhaben aus dem „Plan Z für die Bildung“, alias „Plan Zukunft“. Dieser sieht unter anderem die Weiterentwicklung der Lehrpläne, eine stärkere Frühförderung im Kindergarten, die Verlängerung der Volksschule sowie neue Fächer wie Demokratiebildung vor. Gleichzeitig soll der Fokus künftig stärker auf Kompetenzen wie kritisches Denken und soziale Fähigkeiten gelegt werden.
Nikolaus Griller, der vor seiner Tätigkeit als Kabinettschef unter anderem den Verein LehrWert gegründet hat, betonte dabei die Bedeutung der Frühförderung: „Wenn wir mehr Chancengerechtigkeit schaffen wollen, müssen wir bereits in der Elementarpädagogik ansetzen. Dort werden entscheidende Grundlagen gelegt, die den weiteren Bildungsweg maßgeblich beeinflussen. Frühkindliche Bildung stärkt Sprache, soziale Kompetenzen und Lernfreude und schafft damit eine wichtige Basis für den späteren schulischen Erfolg.“
Auch grundlegende strukturelle Veränderungen wurden thematisiert. Geplant sind die Abschaffung der Vorschule und eine sechsjährige Volksschule mit späterer Trennung der Schüler:innen. Mit der Initiative „Bildungspflicht und Mittlere Reife“ sollen Schüler:innen nach verpflichtenden neun Jahren weiter begleitet werden, bis sie grundlegende Kompetenzen erreichen. Darüber hinaus sollen flexiblere Leistungsgruppen eine individuellere Förderung ermöglichen.
Ein Schwerpunkt des Abends war die Rolle moderner Bildungsmedien. Die Schulbuchaktion 2.0 soll gedruckte, digitale und hybride Lernformate gleichstellen und Lehrkräften mehr Wahlfreiheit bei den eingesetzten Materialien ermöglichen. Eng damit verknüpft ist die geplante Weiterentwicklung der Lehrpläne, die künftig flexibler und agiler gestaltet werden sollen.
Markus Spielmann, Präsident der Allianz Bildungsmedien und Geschäftsführer des Helbling Verlags, betonte den Wert des kontinuierlichen Gesprächs: „Wichtig ist der laufende Austausch, damit Bildungsmedienanbieter die qualitätsvollen Inhalte liefern können, die es für ambitionierte Veränderungen im Bildungssystem braucht. Wenn Politik, Schulen und die Bildungsmedienbranche im Gespräch bleiben, entstehen Lernangebote, die Lehrkräfte im Alltag wirklich unterstützen und Schüler:innen bestmöglich fördern.“
Die Moderation des Abends übernahm Silvia Grünberger, Managing Partner von GRÜNBERGER & PARTNER. Mehr als 50 Mitglieder der Allianz Bildungsmedien Österreich nutzten die Gelegenheit zum gemeinsamen Gespräch über aktuelle bildungspolitische Vorhaben und die Zukunft des österreichischen Bildungswesens.
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