• 30.04.2026, 10:00:33
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Achtung vor Abzocke: Landesinnung warnt vor unseriösen Aufsperrdiensten

Adamovic: „Unbedingt auf Gütesiegel „Aufsperrer“ achten, die zentrale Hotline 0590 900 5599 einspeichern und die App ‚Mein Aufsperrdienst‘ installieren.“

Wien (OTS) - 

Wenn die Tür ins Schloss fällt, ist der Ärger groß – und die Eile oft größer. Genau in diesen Momenten, in denen Zeitdruck und Stress die schlechtesten Ratgeber sind, treten leider weiterhin Anbieter auf den Plan, die mehr versprechen als sie halten – und am Ende vor allem eines liefern: überhöhte Rechnungen. Die Landesinnung der Metalltechnik der Wirtschaftskammer Wien warnt daher eindringlich vor unseriösen Schlüsseldiensten und Aufsperrdiensten, die mit fragwürdigen Methoden arbeiten und Konsumentinnen und Konsumenten im Notfall finanziell übervorteilen.

Gerade in Ausnahmesituationen – etwa bei ausgesperrten Wohnungen oder verlorenen Schlüsseln – greifen viele Menschen verständlicherweise zum erstbesten Anbieter. Doch nicht jeder, der sich als Helfer präsentiert, ist auch tatsächlich qualifiziert. Christian Adamovic, Landesinnungsmeister der Wiener Metalltechnik, bringt die Problematik klar auf den Punkt: „Es gibt leider immer wieder Fälle, in denen Verbraucher an Anbieter geraten, die weder über die notwendige Gewerbeberechtigung noch über die erforderliche Fachkenntnis verfügen. Besonders bei Türöffnungen können diese unseriösen Anbieter nicht nur die Sicherheit der Wohnung gefährden, sondern auch das Vertrauen der Konsumenten missbrauchen.“

Woran man unseriöse Anbieter erkennt

Ein zentrales Warnsignal bleibt das Fehlen der entsprechenden Gewerbeberechtigung. Denn das Öffnen von Türen ist kein improvisiertes Notfallhandwerk, sondern ein reglementiertes Gewerbe, das ausschließlich qualifizierten Fachbetrieben vorbehalten ist. Unternehmen, die lediglich als „freies Gewerbe“ gemeldet sind, sind ausdrücklich nicht berechtigt, Türöffnungen durchzuführen. Genau hier entstehen jene Fälle, die später zu überhöhten Rechnungen und rechtlichen Auseinandersetzungen führen. „Wichtig ist, dass sich Verbraucher nur an zertifizierte Fachbetriebe wenden, die über die richtige Gewerbeberechtigung und entsprechende Qualifikationen verfügen“, so Adamovic weiter.

Wie sich Verbraucher wirksam schützen können

Um im Ernstfall nicht in die Kostenfalle zu geraten, empfiehlt die Landesinnung folgende geprüfte Anlaufstellen:

  • Zertifizierte Anbieter nutzen: Den Sicherheitstechniker seines Vertrauens findet man entweder über das Firmen A–Z der Wirtschaftskammer oder über die Webseite des KEO (Kuratorium für Einbruchsschutz und Objektsicherung): https://keo.at/
  • Zentrale Notfall-Hotline für geprüfte Aufsperrdienste: 0590 900 5599 – rund um die Uhr erreichbar
  • Digitale Unterstützung gobt’s über die App „Mein Aufsperrdienst“ oder die Webseite: www.meinAufsperrdienst.at

Ein pragmatischer, aber wirkungsvoller Tipp: Die Hotline-Nummer auf einem kleinen Zettel oder Aufkleber festhalten – etwa unter der Türmatte oder im Handy – kann im Ernstfall unnötige Umwege und teure Fehlentscheidungen ersparen.

Wenn es bereits passiert ist

Sollte man dennoch an einen unseriösen Anbieter geraten sein, rät die Landesinnung zu konsequentem Vorgehen: Anzeige bei der Polizei, Meldung an die Watchlist Internet (www.watchlist-internet.at/liste-handwerksdienste/) sowie Kontaktaufnahme mit dem Konsumentenschutz unter Tel: 01 501 650.

Schutz von Konsumenten und seriösen Betrieben

„Die Metalltechnikbranche und der Bereich der Aufsperrdienste sind streng reglementiert, um höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Unbedingt auf das Gütesiegel "Aufsperrbetriebe" achten, das ebenfalls auf www.keo.at zu finden ist. Unser Ziel ist es, den Ruf unserer Branche zu schützen und die Verbraucher vor unseriösen Anbietern zu bewahren“, betont Adamovic abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Wirtschaftskammer Wien
Mag. Anna Trummer
Telefon: 0660 4816667
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.wko.at/wien/news

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