• 29.04.2026, 11:41:32
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Dialog Gesundheit: Von Katharina Reich bis Martin Moder – zehn Gespräche über die Zukunft des Gesundheitssystems

Highlight-Folge bündelt Stimmen aus Österreichs Gesundheitssystem – zehn Gespräche über Prävention, Digitalisierung und mehr gesunde Lebensjahre

Uta-Maria Ohndorf im Gespräch mit Martin Moder
Wien (OTS) - 

Wie können wir mehr gesunde Lebensjahre schaffen? In zehn Gesprächen hat der Podcast Dialog Gesundheit führende Stimmen aus Medizin, Wissenschaft, Politik und Versorgung zusammengeführt. Uta-Maria Ohndorf, Geschäftsführerin von Roche Diagnostics Österreich, blickt in der Highlight-Folge auf zentrale Aussagen zurück - von Katharina Reich (Chief Medical Officer im Gesundheitsministerium) bis Martin Moder (Molekularbiologe und Science Buster).

„Gesundheit ist für uns alle das Wichtigste und trotzdem kümmern wir uns oft erst darum, wenn wir krank werden. Die Frage lautet daher: Wie schaffen wir Strukturen, die Menschen helfen, länger gesund zu bleiben?“, sagt Podcast-Host Uta-Maria Ohndorf.

Prävention: Der unsichtbare Hebel im System

Ein zentrales Thema der Highlight-Folge ist die Prävention. Katharina Reich, Chief Medical Officer im Gesundheitsministerium, sieht den Schlüssel in einer stärkeren Primärversorgung „Der Schatz liegt in einer starken Primärversorgung - mit Kontinuität und niederschwelligem Zugang für Patientinnen und Patienten.“

Auch Gesundheitsökonom Thomas Czypionka betont, dass Prävention medizinisch sinnvoll sei, politisch jedoch oft schwer umzusetzen: „Wenn jemand nicht krank wird, sieht man selten, dass genau das ein Erfolg war.“

Digitalisierung: „Viele Befunde noch immer im Plastiksackerl“

Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche ist die Digitalisierung. Andreas Huss, Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse: „Viele Menschen tragen Befunde noch immer im Plastiksackerl von Arzt zu Arzt. Diese Daten müssen endlich digital verfügbar sein.“

Auch Peter Lehner, Obmann der Sozialversicherung der Selbstständigen, betont den Nutzen digitaler Gesundheitsdaten: „Wenn Ärztinnen und Ärzte sofort sehen, welche Medikamente jemand einnimmt, kann das lebensgefährliche Wechselwirkungen verhindern.“

Alexander Moussa, Facharzt für Allgemeinmedizin: „Die Digitalisierung geht nicht weg. Sie ist ein wichtiges Tool und das sollten wir mitgestalten.”

Hans-Georg Mustafa, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin und Klinische Chemie in Salzburg weist auf die Skepsis gegenüber neuer Innovationen hin: „Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir mehr über die Gefahren als über die Möglichkeiten nachdenken.“

Versorgung im Alltag

Im Podcast kommen auch Stimmen aus der Versorgungspraxis zu Wort.
Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Apothekerkammer: „Die Apotheke ist oft die erste Anlaufstelle im Gesundheitssystem - ohne Termin und ohne Wartezeit.“

Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe betont die Relevanz von niederschwellig, integrierter und menschlich naher Versorgung. Doppelstrukturen müssen hierfür aufgebrochen werden: „Die helfenden Hände dürfen sich nicht überkreuzen, sie müssen ineinandergreifen.“

Markus Müller, Rektor der Medizinischen Universität Wien, sieht in Künstlicher Intelligenz eine Chance für eine neue Balance zwischen Technologie und menschlicher Medizin.
„Die Hoffnung ist, dass künstliche Intelligenz Ärztinnen und Ärzte von Routinetätigkeiten entlastet und dadurch wieder mehr Zeit für das Gespräch mit Patienten entsteht.“

Folge 10: Martin Moder über Wissenschaft, Vertrauen und Prävention

Das abschließende Gespräch mit Martin Moder richtet den Blick auf die Grundlagen wissenschaftlicher Arbeit und auf die Herausforderungen moderner Gesundheitskommunikation. Forschung erfordert Frustrationstoleranz: „Der Moment, als Erster neues Wissen zu generieren, belohnt jahrelange Mühen“, so Moder. Er betont die Relevanz von Institutionenvertrauen und integrierter Prävention. Da „Reparaturmedizin“ teurer als Vorsorge sei, plädiert er für niederschwellige digitale Lösungen. Sein Fazit: „Ohne die Industrie bleibt Grundlagenforschung wirkungslos.“

Dialog Gesundheit geht weiter

Die Highlight-Folge macht deutlich: Prävention, Digitalisierung und Innovation greifen ineinander. „Alle Gespräche zeigen eines: Mehr gesunde Lebensjahre entstehen nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch viele Bausteine, die zusammenwirken“, sagt Uta-Maria Ohndorf. Mit neuen Themen und Perspektiven wird dieser Dialog fortgesetzt.

Nächstes Thema: Diabetes als zentrale Herausforderung

Im nächsten Podcast-Gespräch rückt eine der größten chronischen Erkrankungen in den Fokus: Diabetes. Julia Mader ist Internistin und Diabetesexpertin an der Medizinischen Universität Graz. Sie spricht über die Realität von Menschen mit Diabetes und über neue Wege der Versorgung. In Österreich leben rund 800.000 Menschen mit Diabetes, gleichzeitig erreicht nur ein kleiner Teil der Betroffenen ihre Therapieziele. Ein zentrales Thema ist die Bedeutung einer frühen Behandlung: „Wenn wir den Diabetes in den ersten 6 Monaten ab Diagnose nicht gut einstellen, dann können die Leute innerhalb der nächsten fünf Jahre schon ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko haben."

Podcast Dialog Gesundheit: Für mehr gesunde Lebensjahre

Rückfragen & Kontakt

Roche Diagnostics Austria GmbH
Christine Stadler-Häbich
Telefon: +43 664 2775323
E-Mail: [email protected]

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