- 29.04.2026, 11:15:32
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Schiele & Peschka. Eine Familienaufstellung
Ein außergewöhnliches Vermächtnis eröffnet neue Perspektiven auf die Welt Egon Schieles – die neue Ausstellung ist ab morgen im Wien Museum zu sehen.
Hinter der „Sammlung Peschka“ verbirgt sich eine Geschichte, die zwei Künstlerfamilien miteinander verbindet – und neue Einblicke in die Welt Egon Schieles eröffnet.
Egon Schieles Schwester Gerti heiratete den Maler Anton Peschka, Schieles engen Freund und Künstlerkollegen. Als ihr Sohn, Anton Peschka jun., 1997 verstarb, hinterließ er der Stadt Wien ein außergewöhnliches Vermächtnis: einen gesamten Nachlass, der nicht nur weltberühmte Kunstwerke umfasst, sondern eine wahre Zeitkapsel des kreativen Wiens im frühen 20. Jahrhundert darstellt. Laut Testament sollte der Nachlass als „Sammlung Peschka“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
„Mit sinnlicher Neugier und historischem Feingefühl öffnet die Ausstellung ‚Schiele & Peschka‘ ein bislang unbekanntes Fenster zu den privaten Verflechtungen zweier Künstler*innenfamilien. Die großartige museale Forschungsarbeit und die präzise Aufarbeitung des Hauses – sichtbar in bislang unbekannten Dokumenten, im Schiele-Glaskabinett und im umfassenden Nachlass der ‚Sammlung Peschka‘ – machen die Geschichte Schieles zum öffentlichen Allgemeingut. Damit setzt das Wien Museum einmal mehr einen wichtigen Baustein unserer Kunst- und Stadtgeschichte gekonnt in Szene“, so Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler.
Neben bedeutenden Gemälden und Zeichnungen umfasst er auch Schieles Ateliermöbel sowie Sammlungen von Souvenirs, Ziergegenständen, Kunstzeitschriften und Büchern. Auch Hunderte Familienfotos und Briefe finden sich darunter – reiches Material, das es erstmals ermöglicht, Schieles Leben in Beziehung zu seinen engsten Angehörigen detailliert zu rekonstruieren.
"Man könnte meinen, über Egon Schiele sei bereits alles gesagt. Doch Peschkas überraschend großer Nachlass ermöglicht es, Schieles Leben und Werk in einigen Aspekten ganz neu zu beleuchten“, betont Ursula Storch. Mit dieser Ausstellung verabschiedet sich die Vizedirektorin und Kuratorin des Wien Museums nach 37 Jahren in den Ruhestand.
Neu aufgetauchte Dokumente erhellen etwa das Leben von Schieles erstgeborener Nichte, deren Existenz bis vor kurzem unbekannt war. Andere Schriftstücke greifen eine der hartnäckigen Fragen der Schiele-Forschung auf: Hat Anton Peschka jemals Werke im Stil seines berühmten Schwagers angefertigt und als solche verkauft?
Besonders eindrucksvoll ist Egon Schieles originale Glasvitrine, die samt Inhalt erhalten geblieben ist – ein persönliches „Kabinett der Kuriositäten“, gefüllt mit Büchern, Objekten und Erinnerungsstücken, die Schiele sammelte. Dieses Möbelstück ist erstmals öffentlich zu sehen und lässt sich als typisches Beispiel einer „Künstler-Sammlung“ des frühen 20. Jahrhunderts lesen.
Die „Sammlung Peschka“ eröffnet somit nicht nur ein tieferes Verständnis für Schieles Welt, sondern gewährt auch einen seltenen, intimen Einblick in das Leben und die Ambitionen zweier Künstlerfamilien.
Die Ausstellung wird von einem Katalog und der digitalen Aufbereitung eines Großteils der Objekte vor Ort und in der Online Sammlung des Wien Museums begleitet und damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Schiele & Peschka
Eine Familienaufstellung
Wien Museum, Karlsplatz 8, 1040 Wien
30. April bis 27. September 2026
Kuratorin: Ursula Storch
Kuratorische Mitarbeit: Marie Gruber, Elke Wikidal
Ausstellungsarchitektur: Christian Sturminger
Ausstellungsgrafik: Büro Perndl
Rückfragen & Kontakt
Wien Museum
Konstanze Schäfer
Telefon: 0043 664 5457800
E-Mail: [email protected]
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