- 29.04.2026, 09:04:02
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Dominic Hörlezeder: „Sicherheit geht vor – Private Schutzhundeausbildung in Niederösterreich sofort verbieten!“
Nach der Aufhebung des bundesweiten Verbots der privaten Schutzhundeausbildung durch den Verfassungsgerichtshof (VfGH) fordert der Grüne Tierschutzsprecher eine rasche gesetzliche Neuregelung auf Landesebene. Ein entsprechender Antrag wurde von Dominic Hörlezeder und seinen Kolleg:innen im Landtag eingebracht.
„Die Sicherheit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher duldet keinen Aufschub“, betont Dominic Hörlezeder, Abgeordneter zum NÖ Landtag und Tierschutzsprecher der Grünen Niederösterreich. Hintergrund der Initiative ist eine Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs vom 17. März 2026. Darin wurde klargestellt, dass die Regelung der Schutzhundeausbildung in die Kompetenz der Bundesländer fällt. Damit liegt die Verantwortung für diesen Bereich der örtlichen Sicherheitspolizei nun unmittelbar beim Land Niederösterreich und somit bei Mandataren wie Dominik Hörlezeder.
Gefährliches Risiko im Alltag
Für Dominic Hörlezeder ist die private Schutzhundeausbildung ein massives Sicherheitsrisiko. „Um einen Hund für den Schutzdienst ‚scharf zu machen‘, wird gezielt seine natürliche Beißhemmung abgebaut. Das macht die Tiere in Alltagssituationen unberechenbar“, so Dominic Hörlezeder. Expert:innen warnen davor, dass am Trainingsplatz automatisierte Verhaltensweisen im Alltag durch falsche Reize – wie einen joggenden Menschen oder spielende Kinder – ausgelöst werden können. Besonders gefährlich seien laut dem Grünen Tierschutzsprecher zudem Hunde, bei denen die Ausbildung vorzeitig abgebrochen wurde, da hier aggressives Verhalten ohne den nötigen Gehorsam gefördert wurde.
Tierschutz und Exklusivität für Einsatzkräfte
Neben dem Sicherheitsaspekt führt Dominic Hörlezeder auch den Tierschutz an. Die gezielte Reizung des Wehrtriebs und die Erziehung von Hunden zu „Waffen“ stellen einen Missbrauch der Tiere dar. „Es gibt keinen sachlichen Grund, warum Privatpersonen ihre Hunde darauf abrichten sollten, Menschen zu beißen“, stellt Dominic Hörlezeder klar. Solche Ausbildungsmethoden müssten exklusiv der Polizei und dem Bundesheer vorbehalten bleiben, die strengen gesetzlichen Vorschriften unterliegen.
Niederösterreich muss nachziehen
Während andere Bundesländer wie Wien bereits entsprechende Regelungen in ihren Landesgesetzen verankert haben, sieht Dominic Hörlezeder in Niederösterreich dringenden Handlungsbedarf. Der Antrag fordert die Landesregierung auf, umgehend eine Novelle des NÖ Hundehaltegesetzes vorzulegen, die ein striktes Verbot der privaten Schutzhundeausbildung vorsieht. „Wir müssen jetzt handeln, um sowohl die Bevölkerung als auch die Tiere vor den Folgen dieser gefährlichen Abrichtemethoden zu schützen“, so Dominic Hörlezeder abschließend. Der von Dominic Hörlezeder unterstützte Antrag wurde nun zur Vorberatung dem Rechts- und Verfassungsausschuss zugewiesen.
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