• 23.04.2026, 11:00:09
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Bernd Hinteregger: „100 Millionen Einsparung darf nicht an EPUs vorbeigehen“

SWV Österreich Präsident will faire Entlastung für alle Unternehmen und fordert zudem Senkung der Lohnnebenkosten um mindestens fünf Prozent

Wien (OTS) - 

Die Ankündigung von WKO-Präsidentin Martha Schultz als ersten Schritt im Reformprozess bis 2030 insgesamt 100 Millionen Euro an Österreichs Unternehmen zurückzugeben, wird vom Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband Österreich grundsätzlich positiv aufgenommen – allerdings sollten hier noch weitere Schritte folgen.

Bernd Hinteregger, Präsident des SWV Österreich dazu: "Ich begrüße das Vorhaben von Präsidentin Martha Schultz. Möchte aber festhalten, dass das Geld nicht den Unternehmen zurückgegeben wird, wie Schultz es ausgedrückt hat, sondern das 100 Millionen Euro eingespart werden sollen. Konkret durch die Kürzung der Kammerumlage 2.“

Solidarisches Gegenmodell des SWV

Bernd Hinteregger: „Die KU2 wird ausschließlich von Unternehmen mit Beschäftigten gezahlt. Aber rund 61 Prozent der aktiven WK-Mitglieder sind Ein-Personen-Unternehmen, die keine KU2 zahlen und somit auch von einer Senkung nicht profitieren.“

Für den SWV ist klar: Eine echte Reform muss alle Unternehmen einbeziehen und darf nicht an der Mehrheit vorbeigehen. Hinteregger betont daher: „Wir verfolgen einen solidarischen Ansatz und wollen daher die Kammerumlage 2 neu denken.“

Das Modell des SWV sieht vor, dass die Mittel in drei zentrale Bereiche investiert werden sollten: Ausbildungund Weiterbildung (Lehre 2.0), soziale Absicherungsowie Förderungen und Services für EPU und KMU. Ziel ist es, insbesondere kleinere Betriebe und Ein-Personen-Unternehmen gezielt beim Wachstum zu unterstützen.

Lohnnebenkosten um 5 Prozent senken

Darüber hinaus sieht der SWV dringenden Handlungsbedarf bei den Lohnnebenkosten. Österreich zählt laut aktuellem OECD-Bericht zu den Ländern mit der höchsten Belastung des Faktors Arbeit in Europa.

Hinteregger fordert daher: "Wir brauchen jetzt dringend eine Senkung der Lohnnebenkosten von mindestens 5 Prozent, um zumindest auf deutsches Niveau zu kommen.“

„Nach Gesprächen mit dem Finanzminister weiß ich, dass es dafür Vorschläge zur Gegenfinanzierung braucht. Wir werden als SWV entsprechende Modelle für eine mögliche Gegenfinanzierung erarbeiten und präsentieren“, so Hinteregger abschließend.

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E-Mail: [email protected]
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