• 23.04.2026, 10:31:02
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Grüne Wien/Pühringer, Prack: „Der Mangel an leistbaren Wohnungen in Wien verschärft sich“

Neue Zahlen des Verbands gemeinnütziger Bauträger zeigen klar: In Wien wird zu wenig leistbarer Wohnraum gebaut – Grüne Forderungen, damit Wohnen wieder leistbarer wird.

Wien (OTS) - 

Aus der aktuellen Baubilanz des Verbands gemeinnütziger Bauvereinigungen geht hervor, dass die Fertigstellungszahlen von leistbaren Wohnungen in Wien weiter rückläufig sind. „Was die Wiener:innen bei der Wohnungssuche jeden Tag und bei den hohen Mieten jeden Monat spüren, belegt die sinkende Zahl an neuen, leistbaren Wohnungen in Wien. Es herrscht ein akuter Mangel an leistbaren Wohnungen. Wien galt jahrzehntelang als Hochburg des leistbaren Wohnens. Die SPÖ ist dabei, dieses Erbe des Roten Wien zu verspielen“, so Judith Pühringer, Parteivorsitzende der Wiener Grünen, anlässlich der Baubilanz des Verbands gemeinnütziger Bauvereinigungen.

Zahlen für Wien belegen: Weiterer Rückgang droht

Ein Blick auf die Baubewilligungen für den gemeinnützigen Sektor in Wien lässt laut Grünen keine Besserung erwarten: Während zwischen 2018 und 2020 durchschnittlich 3.871 gemeinnützige Wohnungen pro Jahr bewilligt wurden, waren das zwischen 2021 und 2025 nur mehr 2.192 Baubewilligungen pro Jahr. 2024 wurden 1.784 gemeinnützige Wohnungen bewilligt, 2025 waren es bis zum 3. Quartal nur 1.433 Wohnungen. Die 3.580 Fertigstellungen von 2025 sind in den nächsten Jahren daher nicht erreichbar.
„Die rot-pinke Wiener Landesregierung trägt die Verantwortung für einen dramatischen Rückgang des leistbaren Wohnbaus. Die Fertigstellungszahlen der vergangenen Regierungsperiode sind schlimm genug. Die dramatisch sinkenden Baubewilligungen für leistbare Wohnungen zeigen, dass in den kommenden Jahren ein weiterer Rückgang des sozialen Wohnbaus droht. Wien muss endlich entschieden gegen die Krise des leistbaren Wohnungsbaus vorgehen“, fordert Georg Prack, Klubobmann und Wohnbausprecher der Grünen Wien.

Zweckbindung der Wohnbauförderung und Bodenbereitstellung

Die Grünen haben bereits in der Vergangenheit auf die dramatischen Kennzahlen beim leistbaren Wohnungsneubau hingewiesen: „Die Reserve an gewidmeten Wohnungen ist durch die Untätigkeit von Planungsstadträtin Sima in den vergangenen fünf Jahren eingebrochen. Jeden Monat zahlen die Wiener:innen mit ihrem Gehalt einen Beitrag für leistbares Wohnen und die Regierung setzt allein 2026 die Hälfte der Wohnbaufördergelder nicht für den leistbaren Wohnungsbau ein, sondern zum Stopfen von Budgetlöchern. Der Rückgang des leistbaren Wohnbaus ist politisch verschuldet, die gemeinnützigen Bauvereinigungen werden nicht ausreichend unterstützt und die Wiener Bevölkerung muss leiden“, so Prack.

Kurskorrektur dringend notwendig

„Einnahmen aus Wohnbauförderbeiträgen und Darlehensrückflüssen müssen zweckgebunden für den Wohnbau eingesetzt werden. Gleichzeitig muss mehr Boden für den leistbaren Wohnbau durch eine verstärkte Anwendung der Widmungskategorie geförderter Wohnbau bereitgestellt werden. Wir fordern von der Stadtregierung eine mutige Kurskorrektur, damit die Wiener:innen in Zukunft wieder leistbare Wohnungen finden können“, so Prack. „Der Mangel an leistbaren Wohnungen ist hausgemacht: Es wird zu wenig leistbaren Wohnraum gebaut, gleichzeitig lässt die Stadtregierung Wohnraub durch AirBnB & Co. zu und weigert sich, eine Leerstandsabgabe einführen – die Rechnung in Form von extrem hohen Mieten müssen die Wiener:innen zahlen“, so Pühringer abschließend.

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