• 22.04.2026, 12:50:33
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FH/HAW: Schlüssel für Innovation, Fachkräfte und soziale Durchlässigkeit – aber strukturell unterfinanziert

FORWIT Studie zeigt: FH/HAW sind zentral für Wettbewerbsfähigkeit, Regionen und Arbeitsmarkt – Politik jetzt gefordert

Wien (OTS) - 

Eine aktuelle FORWIT-Analyse im Rahmen der Hochschulstrategie Österreich 2040 unterstreicht die zentrale Rolle der Fachhochschulen/Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (FH/HAW) für angewandte Forschung, Innovationstransfer, Qualifizierung von Fachkräften und regionale Entwicklung in Österreich. Gleichzeitig zeigt die Studie deutliche strukturelle Defizite in der Finanzierung und strategischen Einbindung des FH/HAW Sektors auf.

Die Untersuchung macht klar: Angewandte Forschung und experimentelle Entwicklung zeigen in Österreich weniger Wirkung als in vergleichbaren Ländern. Als einen zentralen Grund nennt FORWIT die im internationalen Vergleich geringe Größe und eingeschränkte mengenmäßige Entwicklung des FH/HAW-Sektors. Dabei sind es gerade die FH/HAW, die Forschung systematisch mit wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Anwendung verbinden.

Tatsächlich ist die finanzielle Ausstattung der FH/HAW trotz ihrer Schlüsselrolle in den angewandten Wissenschaften unzureichend. Nur ein sehr geringer Anteil der öffentlichen Forschungsförderung erreicht den Sektor, überwiegend kurzfristig und nur projektbezogen. Langfristige Forschungsstrukturen, nachhaltiger Kompetenzaufbau und strategische Profilentwicklung werden dadurch massiv erschwert.

Neben Innovation und Forschung übernehmen FH/HAW eine tragende Rolle für den Arbeitsmarkt und die gesellschaftliche Entwicklung. Sie ermöglichen einen niederschwelligen Zugang zu akademischer Bildung, bieten praxisnahe und berufsbegleitende Studienformate und reagieren besonders flexibel auf neue Kompetenzanforderungen, wie etwa durch Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und demografische Veränderungen.

Aus Sicht der Fachhochschul-Konferenz braucht es daher einen klaren politischen Kurswechsel. Die FHK fordert insbesondere:

  • eine nachhaltige, strukturelle Finanzierung der angewandten Forschung an FH/HAW, ergänzend zur Projektförderung und damit eine Stärkung der Forschungskapazitäten an Fachhochschulen zur langfristigen Kompetenz- und Profilbildung
  • faire und leistungsorientierte Rahmenbedingungen im gesamten Hochschul- und Innovationssystem
  • die Möglichkeit extern akkreditierte Doktoratsprogramme an forschungsstarken FH/HAW anbieten zu können

„Unsere Hochschulen sind hoch agil, regional verankert und eng mit Wirtschaft und Gesellschaft vernetzt. Damit sie diese Rolle auch voll wahrnehmen können, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen und eine strategische Aufwertung der FH/HAW im System“, betont FHK-Präsidentin Ulrike Prommer.

Eine deutliche Stärkung der FH/HAW ist keine sektorale Forderung, sondern eine Investition in Wettbewerbsfähigkeit, Fachkräfte, soziale Chancen und den Wirtschaftsstandort Österreich insgesamt.„Unsere Hochschulen sind hoch agil, regional verankert und eng mit Wirtschaft und Gesellschaft vernetzt. Damit sie diese Rolle auch voll wahrnehmen können, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen und eine strategische Aufwertung der FH/HAW im System“, so Prommer.

Rückfragen & Kontakt

Fachhochschul-Konferenz (FHK)
Mag. Kurt Koleznik
Telefon: 0664/4244294
E-Mail: [email protected]

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