• 22.04.2026, 11:56:02
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„Universum“ präsentiert „Tasmaniens wundersame Tierwelt“

Am 28. April um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON

Wien (OTS) - 

Tasmanien – ein märchenhaftes Inselreich am anderen Ende der Erde. Das Land zwischen Australien und Antarktis ist so einzigartig wie seine Tierwelt. Eierlegende Säugetiere wie das Schnabeltier und der Ameisenigel, den ikonischen Tasmanischen Beutelteufel oder den Handfisch gibt es oft nur noch hier. Mit „Tasmaniens wundersame Tierwelt“ dringt „Universum“ tief in urzeitliche Regenwälder, unwegsame Höhlenlabyrinthe und britisch gepflegte Vorgärten ein. Der Film von Rosie Koch und Roland Gockel zeigt am Dienstag, dem 28. April 2026, um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON ein wildes und verletzliches Naturparadies. Die aufwendige Naturdokumentation ist eine Produktion von Doclights / NDR Naturfilm und Nona Naturedocx in Zusammenarbeit mit ARTE und ORF.

Obwohl die australische Insel kleiner ist als Österreich, blüht hier die Artenvielfalt auf. Rund die Hälfte des Bundesstaates steht unter Schutz. So ist Tasmanien auch ein Rückzugsort für vom Aussterben bedrohte Tiere vom Festland. Den Tasmanischen Beutelteufel gibt es ausschließlich hier – abgesehen von Wiederansiedlungsprojekten nördlich von Sydney. Der Raubbeutler ist ein regelrechter Vielfraß. Wenn nötig, kann er in nur 30 Minuten rund 40 Prozent seines Körpergewichts in sich hineinschlingen. Der Name kommt von seinen Ohren, die sich rot färben, wenn er sich aufregt.

Beuteltiere prägen die Fauna Tasmaniens. Dazu zählen die bekannten Kängurus oder die pelzigen Wombats. Sie werden bis zu 120 Zentimeter lang und 40 Kilo schwer. Damit zählen sie zu den größten höhlengrabenden Säugetieren. Auch wenn sie eigene Wohnhöhlen bauen, lebt ihr Nachwuchs bis zu einem Jahr im Beutel der Mutter. Wombats sind eher gemütlich unterwegs, können bei Gefahr aber bis zu 40 km/h schnell werden. Gegen den zunehmenden Verkehr hilft das leider nichts. Immer mehr Straßen zerschneiden alte Tierwanderrouten.

Verletzte Wombats und andere Tiere landen oft bei Greg Irons vom Bonorong Wildlife Sanctuary. Was als kleine Träumerei begonnen hat, ist mittlerweile ein Wildpark mit Erste-Hilfe-Kursen für Naturliebhaber:innen, mit Tierärztinnen und Tierärzten sowie eigenem Operationssaal und einer 24-Stunden-Hotline, um verletzte Tiere zu melden. Mit seinem riesigen Netzwerk aus Helferinnen und Helfern rettet Greg jedes Jahr mehr als 19.000 Wildtiere.

Zu seinen Patienten gehören auch die einzigen eierlegenden Säugetiere – das Schnabeltier und der Ameisenigel. Obwohl sie Eier legen, haben sie ein Fell, säugen ihren Nachwuchs mit Milch und besitzen anatomische Details wie zum Beispiel das Kiefergelenk und drei Gehörknöchelchen, was sie zu Säugetieren macht. Während das Schnabeltier seine Beute unter Wasser sucht, stochert der Ameisenigel in der Erde nach Nahrung. Dabei hat jeweils der Schnabel eine besondere Bedeutung. Tausende feinfühlige Elektrorezeptoren erkennen jede Muskelregung ihrer Beutetiere. Das Schnabeltier registriert sogar winzige Verwirbelungen im Wasser, die ihm bei der Suche nach Köcherfliegenlarven am Grund von Bächen und Flüssen helfen.

Auch unter Wasser zeigt sich die Einzigartigkeit Tasmaniens. Vor den Küsten lebt der Handfisch, eine kaum erforschte Unterart der Anglerfische. Sein Revier ist der Meeresboden, auf dem er sich mit den Flossen – ähnlich wie mit Händen – fortbewegt. Wie fragil das Ökosystem ist, zeigt der eingeschleppte Nordpazifische Seestern. Er frisst die Seescheiden am Meeresgrund. Diese wiederum sind der bevorzugte Laichplatz des Handfisches. Ohne Seescheiden finden die Fische keine Möglichkeit, ihren Nachwuchs abzulegen.

Tasmanien ist ein ebenso wildes wie empfindliches Naturjuwel. Die Nacht umhüllt die vielfältige Flora und Fauna regelmäßig mit dem strahlend bunten Schein der Südpolarlichter. Mit weißen Wallabys oder blau leuchtenden Höhlen – Tieren und Orten einer scheinbaren Fabelwelt entsprungen. Eine sprichwörtlich fantastische „Universum“-Reise ans andere Ende der Welt.

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