• 22.04.2026, 11:29:34
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Vizebürgermeisterin Novak in Sarajevo: wie Life Sciences und HealthTech Städte verbinden

Wien (OTS) - 

Vizebürgermeisterin Barbara Novak besucht Sarajevo gemeinsam mit den Wiener Landtagsabgeordneten Markus Ornig und Denis Šakić, zur Vertiefung der wirtschaftlichen und innovativen Zusammenarbeit.

Vizebürgermeisterin Barbara Novak wurde bei ihrem Arbeitsbesuch von den Wiener Landtagsabgeordneten Markus Ornig, Vorsitzender-Stv. des Ausschusses für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales, sowie dem Wiener Landtagsabgeordneten Denis Šakić, begleitet, um gemeinsam mit Vertreter*innen der Stadt Sarajevo und des Kantons Sarajevo Gespräche über den weiteren Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit zu führen. Im Mittelpunkt standen dabei die wirtschaftspolitischen Schwerpunkte der Stadt Wien sowie die Vertiefung und Erweiterung strategischer Partnerschaften mit dem Kanton und der Stadt Sarajevo.

Kanton Sarajevo

Empfangen wurde die Wiener Delegation in Begleitung der Gemeinderäte Markus Ornig und Denis Sakic im Kanton von Wirtschaftsminister Zlatko Mijatović, Finanzminister Afan Kalamujić sowie der Ministerin für Justiz und Verwaltung des Kantons Sarajevo, Darja Softić Kadenić, die auch für Digitalisierungsprozesse zuständig ist. Im Fokus des Gespräches standen die Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, Unternehmensförderungen sowie die Weiterentwicklung von Start-up-Ökosystemen und Investitionen in Zukunftstechnologien.

Vizebürgermeisterin Barbara Novak betonte die Bedeutung der verstärkten Zusammenarbeit: „Im Fokus stehen die Weiterentwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sowie die Vernetzung in den Bereichen Innovation, Gesundheitswesen, Medizintechnologie und IT. Städte und Regionen können hier gemeinsam vorankommen und voneinander profitieren."

Neben wirtschaftspolitischen Themen wurden auch Fragen der digitalen Souveränität, Energieabhängigkeit sowie aktuelle Herausforderungen bei der Haushaltsführung erörtert. Das Ziel ist, durch den Austausch bewährter Verfahren konkrete Impulse für die Weiterentwicklung beider Standorte zu setzen.

Stadt Sarajevo

Im Rathaus von Sarajevo wurde die Wiener Delegation von Bürgermeister Samir Avdić, seinem Stellvertreter Predrag Puharić sowie dem Vorsitzenden des Gemeinderats, Alen Girt, empfangen. Der Besuch fällt in ein Jubiläumsjahr: Sarajevo begeht das 130-jährige Bestehen des Rathauses, dessen Geschichte eng mit Wien verbunden ist.

Im Zentrum des Austauschs standen bisherige und künftige Kooperationsfelder wie Bürger*innenbeteiligung, IT-Sicherheit, Renaturierung und Umweltschutz sowie die gemeinsame Teilnahme an EU-Förderprojekten. Die Vertreter*innen der Stadt Sarajevo hoben die gute Zusammenarbeit mit dem Internationalen Büro der Stadt Wien in Sarajevo hervor.

„Die langjährige Zusammenarbeit zwischen Wien und Sarajevo ist ein starkes Fundament, auf dem wir weiter aufbauen können. Unser Ziel ist es, die Kooperation in zentralen Zukunftsbereichen zu vertiefen und gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln", so Vizebürgermeisterin und Stadträtin Barbara Novak.

„Wien wird als eine der Städte mit der höchsten Lebensqualität wahrgenommen und ist ein Partner, von dem wir viel lernen können", betonte Bürgermeister Avdić. „Unser Ziel ist es, Sarajevo zu einer modernen, effizienten und digital vernetzten Stadt zu entwickeln, die ihre öffentlichen Dienstleistungen rasch ausbaut und bessere Lebensbedingungen für ihre Bürger*innen schafft", so Avdić weiter, wobei er die Bereitschaft der Stadtverwaltung zur Initiierung und Umsetzung gemeinsamer Projekte hervorhob.

Die Stadt Wien bekräftigte dabei ihre Bereitschaft, Sarajevo weiterhin aktiv durch Know-how-Transfer, Erfahrungsaustausch und die Entwicklung gemeinsamer Projekte zu unterstützen.

Besuch bei der Feuerwehr

Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs lag auf der langjährigen Kooperation im Bereich Schutz und Rettung. Seit mehr als zwei Jahrzehnten besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Berufsfeuerwehr Wien und den Feuerwehrdiensten in Sarajevo.

Vizebürgermeisterin Novak hob hervor, dass diese Partnerschaft neben Fahrzeugspenden auch Schulungen und Kooperation auf Führungsebene umfasst. Zuletzt wurden im September 2024 von Wien zwei Spezialfahrzeuge für Brandbekämpfung und Einsätze bei Unglücksfällen übergeben. Bereits im Oktober 2020 erhielt Sarajevo zwei Einsatzfahrzeuge sowie eine Teleskopplattform, die weiterhin im Einsatz sind.

Die kontinuierliche Unterstützung aus Wien trägt wesentlich zur Stärkung der Einsatzfähigkeit der Feuerwehrdienste in Sarajevo bei und leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Sicherheit der lokalen Bevölkerung.

Wirtschaftsdialog und Round Table zu Investitionen und Innovation

Im Rahmen des Besuchs fand zudem ein hochrangig besetzter Round Table mit Vertreter*innen aus Wirtschaft und Institutionen sowie mit Investor*innen statt. Neben Vizebürgermeisterin Novak nahmen unter anderem Adnan Jašarević, Direktor der Agentur zur Förderung von Investitionen und Privatisierung des Kantons Sarajevo (KAIP), sowie Dominic Weiss, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien, teil.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen Investitionen insbesondere im Gesundheitsbereich, in Life Sciences sowie in neuen Technologien. Dabei wurde betont, dass Wien ein starker europäischer Innovationsstandort ist, während sich Sarajevo zunehmend als regionales Zentrum mit wachsender Anziehungskraft für Investitionen positioniert.

„In Wien verfolgen wir eine gemeinsame Strategie in den Bereichen Life Sciences und Pharma, um unsere Innovationskraft zu stärken, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen und unser Start-up-Ökosystem weiter auszubauen. Gleichzeitig wollen wir Chancen für Start-ups aus Sarajevo gezielt weiterentwickeln", erklärte Vizebürgermeisterin und Stadträtin Novak.

Der Austausch eröffnete konkrete Perspektiven für eine intensivere Vernetzung zwischen Wiener Unternehmen und Investitionsmöglichkeiten im Kanton Sarajevo.

Außerdem wurden im Rahmen der Abendveranstaltung am 20. April im Sarajevoer Coworking Space Tershouse zwei Start-ups aus Bosnien-Herzegowina mit dem Preis „Discover ViennaUP Travel Grant – Vienna Calling: Opportunities for HealthTech-Start-ups aus Bosnien-Herzegowina“ ausgezeichnet. Der Wettbewerb richtete sich an junge, bereits etablierte Start-ups aus den Bereichen Gesundheitswesen, MedTech und Life Sciences. Zu den Gewinnern zählen Moj Sluh (Mein Gehör), eine App für gehörlose und schwerhörige Personen, sowie Horalix, die KI-gestützte Software für Echokardiographie-Workflows und strukturierte Befundung entwickelt. Die Gewinner*innen erhalten die Möglichkeit, im Mai 2026 am ViennaUP Startup-Festival teilzunehmen und Wien als innovativen europäischen Startup-Hub aus nächster Nähe kennenzulernen. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt

Mediensprecherin Stadträtin Barbara Novak
Claudia Varga
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