- 17.04.2026, 12:39:03
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Hacker: Klinik Floridsdorf baut Robotik in der Medizin aus
Erster Bronchoskopie-Roboter Österreichs zur Früherkennung von Lungenkrebs
Am Freitag wurde in der Klinik Floridsdorf von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker, Neos-Digitalisierungssprecher Stefan Gara, dem Vorstand der Inneren Medizin und Pneumologie der Klinik Floridsdorf, Arschang Valipour, gemeinsam mit der Kollegialen Führung der Klinik, der neue Bronchoskopie-Roboter präsentiert. „Mit dem erstmaligen Einsatz eines Bronchoskopie-Roboters in Österreich unterstreicht die Klinik Floridsdorf ihre Vorreiterinnen-Rolle in der modernen Lungenkrebsdiagnostik und setzt neue Maßstäbe in der medizinischen Versorgung“, betont Hacker. „„Dadurch gelingt auch ein entscheidender Schritt in Richtung hochpräziser, minimalinvasiver Diagnostik und Früherkennung von Lungenkrebs. Wien zeigt damit, dass Robotik und Digitalisierung in der Medizin nicht Zukunftsmusik sind, sondern bereits heute konkrete Fortschritte in Diagnose, Behandlung und Heilungschancen ermöglichen““, ergänzt Gara.
Die Klinik Floridsdorf wurde 2019 als modernster Standort eröffnet und seitdem konsequent weiterentwickelt. Der Technische Direktor der Klinik Floridsdorf, Markus Alexander Huber, erklärt: „Die Robotik spielt dabei eine immer größere Rolle. So stellen wir sicher, dass wir auch technisch immer am neuesten Stand sind.“
Lungenkrebs ist weltweit die führende Todesursache bei Krebserkrankungen. Auch in Österreich werden jährlich rund 5.000 Neuerkrankungen sowie etwa 4.000 Todesfälle verzeichnet. Die Diagnose erfolgt häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium, was die Behandlungsmöglichkeiten erheblich einschränkt. Wird Lungenkrebs hingegen früh erkannt, liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei bis zu 90 Prozent. „Ziel moderner Medizin muss es daher sein, die Erkrankung so früh wie möglich zu diagnostizieren und damit die Heilungschancen deutlich zu verbessern“, so Arschang Valipour.
Größtes Lungenkrebszentrum Österreichs mit jährlich 1.500 Bronchoskopien
Die Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie an der Klinik Floridsdorf ist das größte Lungenkrebszentrum Österreichs. Am Kompetenzzentrum für Interventionelle Bronchoskopie werden jährlich rund 1.500 Bronchoskopien durchgeführt. Mit der Einführung des Bronchoskopie-Roboters sowie der ergänzenden 3D-Bildgebung mittels Cone Beam CT verfügt die Klinik nun über eine in Österreich einzigartige Kombination modernster Diagnosetechnologien. Die Kosten für das neue Gerät inklusive technischer Aufrüstung belaufen sich auf 1 Million Euro.
Robotische Steuerung ermöglicht präzisere Diagnostik
Und so funktioniert die roboterassistierte Bronchoskopie: Ein sehr flexibler und dünner Katheter wird robotisch gesteuert tief in die fein verzweigten Atemwege der Lunge geführt. Entlang einer zuvor festgelegten Navigationsroute können so gezielt Gewebeproben aus kleinen, schwer erreichbaren Lungenknötchen entnommen werden. Die Untersuchung erfolgt in der Regel unter leichter Narkose und dauert etwa 30 bis 60 Minuten.
Die Vorteile dieser neuen Technologie sind vielfältig: Durch die robotische Steuerung wird eine deutlich präzisere und stabilere Navigation in kleinen Luftwegen ermöglicht als bei herkömmlichen Bronchoskopien. Dadurch können auch sehr kleine Lungenherde besser erreicht werden. Zudem kann die Zeit bis zur gesicherten Diagnose verkürzt werden, was für Patient*innen einen entscheidenden Unterschied macht. In vielen Fällen lassen sich auf diese Weise unnötige chirurgische Eingriffe vermeiden. Vor allem aber eröffnet die frühzeitigere Diagnosestellung die Möglichkeit, schneller mit einer Therapie zu beginnen und die Heilungschancen signifikant zu verbessern. „Für Patient*innen bedeutet dies eine schonendere Untersuchung, schnellere Gewissheit und die Chance auf einen früheren Therapiebeginn“, so Lungenexperte Valipour.
Zusammenarbeit Lungenabteilung und Thoraxchirurgie
Eine Besonderheit der Klinik Floridsdorf liegt zudem in der engen Verzahnung von Pneumologie und Thoraxchirurgie an einem Standort. Neben der spezialisierten Lungenabteilung verfügt die Klinik auch über eine leistungsstarke thoraxchirurgische Einheit, in der selbst kleinste Lungenkrebstumore präzise und schonend operativ entfernt werden können. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit – auch mit Radiologie, Pathologie und Strahlentherapie - ermöglicht eine durchgängige Versorgung von der frühzeitigen Diagnose bis zur gezielten Therapie und stellt sicher, dass Patient*innen rasch und optimal behandelt werden können.
Infos:
Lungenabteilungen im Wiener Gesundheitsverbund:
Thoraxchirurgische Abteilungen im Wiener Gesundheitsverbund:
Rückfragen & Kontakt
Pressesprecherin Wiener Gesundheitsverbund
Birgit Wachet
Telefon: 06641507255
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