• 17.04.2026, 08:24:32
  • /
  • OTS0012

Frühjahrstagung österreichischer Kontrolleinrichtungen: Klimaschutz im Fokus

Direktor Sedlak: „Kommunaler Klimaschutz reicht weit über die Landesgrenzen hinaus“

Wien (OTS) - 

Unter dem Vorsitz von Werner Sedlak, Direktor des Wiener Stadtrechnungshofes, fand Mitte April 2026 die 141. Tagung des Fachausschusses für Kontrollamtsangelegenheiten des Österreichischen Städtebundes in der niederösterreichischen Stadtgemeinde Amstetten statt, die sich dem Thema „Aktuelle Herausforderungen im Bereich kommunaler Klimaschutzmaßnahmen“ widmete.

Die Begrüßung im Rathaus erfolgte durch den Amstettner Bürgermeister Christian Haberhauer der in Richtung der Teilnehmenden erklärte: „Es freut mich, dass der fachliche Austausch österreichischer Kontrolleinrichtungen in Amstetten stattfindet. Unsere Stadtgemeinde hat sich in den letzten Jahrzehnten stetig weiterentwickelt. Umso wichtiger ist der Blick ‚von außen‘ durch das Kontrollamt Amstetten, das uns Optimierungspotenziale aufzeigt und es uns ermöglicht, uns stetig zu verbessern. In diesem Sinne wünsche ich der Tagung einen gedeihlichen Verlauf“.

Auch Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes schlug in dieselbe Kerbe, hob die Bedeutung der Kontrolle hervor und betonte: „Finanzielle Stabilität ist gerade für die Städte und Gemeinden ein wichtiges Thema und stellt aktuell eine große Herausforderung dar.“

Nach einführenden Worten durch die Gastgeberin Liane Harreither, Leiterin des Amstettner Kontrollamtes die meinte: „Die Gemeinde Amstetten steht vor der großen Herausforderung, Projekte sicherzustellen, dies jedoch mit geringeren finanziellen Mitteln; umso wichtiger ist die Arbeit der Kontrolle“. Und, mit zwinkerndem Auge Werbung für Amstetten machte, indem sie hervorhob: „Wenn bei uns die Mostbirne blüht, können wir hier in Amstetten durchaus mit der Marillenblüte in der Wachau mithalten.“

Den inhaltlichen Auftakt machten Thomas Hammer und Manfred Holzer-Ranetbauer vom Landesrechnungshof Oberösterreich die in ihren Ausführungen „Kommunales Klima- und Energiemanagement“ detailreich über die Maßnahmen der oberösterreichischen Kontrolleinrichtung berichteten.

Fortgesetzt wurde die Veranstaltung von Birgit Caesar-Stifter, Abteilungsleiterin im Rechnungshof Österreich die sich dem Thema „Anpassungen an den Klimawandel in Wels und Wiener Neustadt“ widmete und einen Einblick in das Prüfgeschehen gab.

Thomas Moraus, Baudirektor der Stadt Villach näherte sich dem Thema aus Praxissicht und verdeutlichte anhand des „Schwammstadt-Prinzips“ einem Verfahren, dass es Bäumen ermöglicht, ihre Wurzeln unter dem Straßen­raum weiträumig zu vertei­len, sodass die Bäume vital bleiben und viel Volumen für Nieder­schlagswasser geschaffen wird, eine für Villach wichtige Maßnahme.

Auf anschauliche Weise erläuterte der Amstettner Vizebürgermeister und Stadtrat für Stadtentwicklung, Mobilität und Nachhaltigkeit Markus Brandstetter das Generalthema und zeigte mit seinem Vortrag „Bürgerbeteiligungen in Zeiten des Klimawandels“ partizipative Modelle auf.

Gemeinden sind mit zahlreichen Neuerungen konfrontiert

Der zweite Tag der Tagung wurde vom Vorsitzender-Stellvertreter des Fachausschusses, Villachs Stadtrechnungshofdirektor Hannes Liposchek eingeleitet und fand seine Fortsetzung in Themen, die für die österreichischen Kontrolleinrichtungen zukunftsweisend sind.

Dem hochaktuellen komplexen Thema „Informationsfreiheit und Kontrolleinrichtungen“ widmete sich Rainer Wendel, Jurist im Wiener Stadtrechnungshof, der verdeutlichte: „Das seit dem 1. September 2025 gültige Gesetz besagt, dass öffentliche Stellen verpflichtet sind, Informationen proaktiv, also von sich aus zu veröffentlichen“.

Den Abschluss der Tagung markierte der Datenanalyst Robert Ahm, ebenso wie sein Vorredner Vertreter der Wiener Kontrolleinrichtung, der anhand von Praxisbeispielen die vielfältigen Möglichkeiten von „Datenanalyse“ im Prüfalltag aufzeigte und mittels Prüfthemen aus dem Wiener Stadtrechnungshof veranschaulichte.

Zusammenfassend betonte der Vorsitzende des Fachausschusses, Sedlak: „Das Thema Klimaschutz ist nicht neu, weder für die Gemeinden noch für die Städte. Doch gerade in finanziell angespannten Zeiten, wie dies zur Zeit der Fall ist, kommt den österreichischen Kontrolleinrichtungen besondere Bedeutung zu, zumal diese darauf achten, dass mit Steuergeldern sorgsam umgegangen wird.“

Vielfältiges Rahmenprogramm mit Besuch der Landesausstellung

Abgerundet wurde die von Liane Harreither und dem Team des Kontrollamtes Amstetten organisierte Tagung mit einer „Hauptplatz-Safari“ bei der das Prinzip der „Schwammstadt“ auf anschauliche Weise demonstriert wurde.

Ebenso am Programm stand eine Fahrt mit dem Elektro-Citybus zur Niederösterreichischen Landesausstellung 2026 mit dem Titel „Wenn die Welt Kopf steht“ im Landesklinikum Mauer, dass mit seiner außergewöhnlichen Jugendstil-Architektur und besonderen Geschichte einzigartig ist.

Bei einer Führung wurde die Verbindung zwischen Mensch, Psyche und Gesundheit in Form von zahlreichen interessanten Exponaten dargestellt. So zeigt die Schau auf vielfältiger künstlerischer Art die Herausforderungen psychischer Erkrankungen und deren Auswirkungen auf Betroffene und Angehörige. Ziel ist es, Verständnis zu fördern, Vorurteile abzubauen und die heilende Kraft kreativer Ausdrucksformen hervorzuheben. Die Ausstellung sensibilisiert für psychische Gesundheit und betont die Bedeutung von Unterstützung und Mitgefühl in der Gesellschaft.


Weiterführende Informationen:

o Vorträge des Fachausschusses sind online abrufbar

o Stadtrechnungshof Wien

Pressefoto: https://presse.wien.gv.at/bilder

Rückfragen & Kontakt

Mag.a Elvira Franta, Bakk. phil., BA
Pressesprecherin Stadtrechnungshof Wien
Telefon: 01/4000 81018
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel