- 17.04.2026, 08:00:33
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Austria goes Bollywood: Österreich und Indien schließen Filmabkommen für gemeinsame Produktionen
Hattmannsdorfer unterzeichnet Koproduktionsabkommen – Mehr internationale Drehs, wirtschaftliche Impulse und Werbung für den Tourismusstandort Österreich
Österreich und Indien haben ein Abkommen zur audiovisuellen Koproduktion unterzeichnet und heben damit ihre Zusammenarbeit im Filmbereich auf eine neue Stufe. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer unterzeichnete die Vereinbarung im Rahmen der Wirtschaftsmission in Indien.
„Mit diesem Abkommen öffnen wir Österreich als Drehstandort für einen der größten Filmmärkte der Welt. Wir holen mehr internationale Produktionen nach Österreich, stärken unsere Kreativwirtschaft und positionieren Österreich gleichzeitig als Film-, Kultur- und Tourismusstandort. Gleichzeitig öffnen wir auch die Tür für die österreichische Filmbranche in Indien und bieten neue Chancen. Austria goes Bollywood – das bringt Wertschöpfung, internationale Sichtbarkeit und neue Kooperationen“, so Hattmannsdorfer.
Mit dem neuen Abkommen wird ein grundlegender Systemwechsel vollzogen: Während bislang lediglich Serviceproduktionen möglich waren – bei denen internationale Produktionen zwar in Österreich drehten, kreative Kontrolle und Rechte jedoch vollständig im Ausland lagen – schafft die Vereinbarung nun die Grundlage für echte Koproduktionen. Künftig können österreichische und indische Produzenten gemeinsam Projekte realisieren, Finanzierung, Risiko und kreative Verantwortung teilen sowie gemeinsames Eigentum an den Rechten halten. Zudem erhalten Produktionen Zugang zu Förderinstrumenten in beiden Ländern und können Filme international gemeinsam verwerten.
Ziel des Abkommens ist es, indische Filmproduktionen verstärkt nach Österreich zu bringen, gemeinsame Projekte zu erleichtern und den Zugang zu einem der weltweit größten Filmmärkte für österreichische Produzenten zu verbessern. Gleichzeitig soll Österreich international noch stärker als Film-, Kultur- und Tourismusdestination positioniert werden.
Service- und Koproduktionen gelten als zentraler Wachstumsmotor der audiovisuellen Industrie. Sie schaffen zusätzliche Wertschöpfung nicht nur in der Filmwirtschaft, sondern auch in angrenzenden Bereichen wie Tourismus, Hotellerie, Transport und technischen Dienstleistungen.
Indien gilt mit über 1.000 Filmproduktionen jährlich als größte Filmnation der Welt. Österreich ist dabei bereits ein etablierter Partner: Mehr als 100 indische Filmproduktionen wurden in den vergangenen Jahren in Österreich realisiert, insbesondere Tirol hat sich als beliebte Drehdestination etabliert. Bekannte Produktionen wie Tiger Zinda Hai, Saaho oder Ae Dil Hai Mushkil haben zur internationalen Sichtbarkeit beigetragen.
Auch tourismuswirtschaftlich gewinnt Indien zunehmend an Bedeutung: 2025 wurden rund 391.000 Nächtigungen indischer Gäste in Österreich verzeichnet – eine Verdopplung innerhalb von zehn Jahren. Mit durchschnittlichen Tagesausgaben von rund 378 Euro zählt der indische Gast zudem zu den Premium-Touristen (durchschnittliche Tagesausgaben aller Gäste betragen sonst 180 Euro pro Gast).
Im Vorfeld der Unterzeichnung besuchte Hattmannsdorfer die Filmcity in Mumbai, eines der größten Filmstudios der Welt. Das rund 210 Hektar große Areal mit 16 Indoor-Studios und mehr als 40 permanenten Außensets ist Produktionsstandort für einen Großteil der indischen Film- und TV-Industrie und beschäftigt tausende Filmschaffende. Mit dem neuen Abkommen sollen bestehende Kooperationen weiter ausgebaut und neue Projekte angestoßen werden.
„Wenn internationale Produktionen in Österreich drehen, profitieren Hotels, Transport, Technik, Kreativwirtschaft und Tourismus gleichermaßen. Dieses Abkommen verbindet zwei starke Filmindustrien, schafft langfristige Kooperationen und positioniert Österreich als attraktiven europäischen Drehstandort für internationale Großproduktionen“, so Hattmannsdorfer abschließend.
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