- 16.04.2026, 13:00:33
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Don-Bosco-Heim Amstetten: FPÖ-Landesrat Antauer gefährdet 60 Jahre Jugend- und Integrationsarbeit
Grüner Landtagsabgeordneter Dominic Hörlezeder fordert sofortige Rücknahme der Förderkürzung – soziale Infrastruktur darf nicht dem Sparzwang zum Opfer fallen
Mit Bestürzung reagiert der Grüne Landtagsabgeordnete und Gemeinderat aus Amstetten Dominic Hörlezeder auf die Nachricht, dass das traditionsreiche Don-Bosco-Jugendheim in Amstetten nach 60 Jahren schließen muss, weil FPÖ-Landesrat Martin Antauer die NÖ-Landesfördermittel gestrichen hat. „Was hier passiert, ist ein Anschlag auf die soziale Infrastruktur unserer Region. Sechs Jahrzehnte Jugendarbeit, Integration und Chancengerechtigkeit werden blindlings geopfert – das ist nicht nur kurzsichtig, sondern zutiefst unsozial", so Dominic Hörlezeder.
Einrichtung leistet, was der Staat schuldet
Das Don-Bosco-Heim ist weit mehr als ein Jugendhort. Es ist ein offener Ort für Kinder und Jugendliche aus finanziell benachteiligten Verhältnissen, für junge Menschen mit Migrationshintergrund, die dort Orientierung, Gemeinschaft und Unterstützung gefunden haben. Niederschwellige Freizeitangebote, Einzelfallberatung, Mädchenarbeit, Workshops zu Fairness und Verantwortung – diese Angebote sind nicht ersetzbar durch einen Markt, der Gewinne erwartet, oder durch eine Verwaltung, die nur reagiert, wenn es zu spät ist. „Solche Einrichtungen übernehmen gesellschaftliche Aufgaben, die wir als Gemeinschaft schulden. Sie fangen auf, was in Familien, Schulen und Behörden nicht aufgefangen werden kann. Wer das kaputtspart, zahlt später ein Vielfaches an Kriseninterventionen, Sozialleistungen und an verpassten Lebenschancen", erklärt Dominic Hörlezeder.
Förderung gestrichen, Begründung fadenscheinig
Dominic Hörlezeder kontert FPÖ-Landesrat Martin Antauer: „LR Antauer entscheidet, wo in seinem Ressort gespart wird – er trägt damit die politische Verantwortung für die Schließung des Don-Bosco-Heims in Amstetten – und damit für jedes betroffene Kind, das um eine Zukunftschance beraubt wird". Dass der Jugendhort bereits im Februar per drohendem Brief aus der Abteilung Integration informiert wurde und seither im Krisenmodus arbeitet – auf drei Tage pro Woche heruntergefahren –, zeigt, wie rücksichtslos diese Entscheidung getroffen wurde.
Amstetten braucht dieses Angebot
Amstetten ist eine wachsende Stadt mit vielfältiger Bevölkerungsstruktur. Gerade hier, wo Jugendliche mit unterschiedlichen Voraussetzungen aufeinandertreffen, braucht es niederschwellige, verlässliche Orte der Begegnung und Unterstützung. Das Don-Bosco-Heim war genau das: ein Ort, der ohne großes Bürokratiegeflecht funktionierte und Kindern, Jugendlichen und ihren Angehörigen direkt dort half, wo Unterstützung notwendig war.
„Ich fordere Landesrat Antauer auf, diese Entscheidung zurückzunehmen und die Fördermittel wieder bereitzustellen. 50.000 EUR Landesförderung stehen hier im Verhältnis zu 60 Jahren Aufbauarbeit und dem sozialen Wohl von Hunderten Jugendlichen in unserer Stadt", so Dominic Hörlezeder abschließend.
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