• 16.04.2026, 09:01:02
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WK Wien Ruck: „Arbeit muss sich nicht nur lohnen, sondern auch auszahlen“

Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck schlägt Steuerfreibetrag von mindestens 1000 Euro für Vollzeitarbeit vor – Anpassungen bei Beihilfen notwendig

Wien (OTS) - 

Österreich ist innerhalb der EU ganz vorne dabei – und zwar bei der Teilzeitarbeit: Mit 31 Prozent verzeichnet unser Land die zweithöchste Teilzeitquote in der Union. In Wien arbeiten besonders viele Männer in Teilzeit, nämlich rund 20 Prozent – das sind fast doppelt so viele wie in den anderen Bundesländern.

„Das wundert mich nicht, denn die Menschen können rechnen“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien: „In Österreich wird Vollzeitarbeit diskriminiert.“ Wird die Arbeitszeit von Teilzeit auf Vollzeit erhöht, steigt das Einkommen nicht im gleichen Ausmaß. Das bedingt eine paradoxe Situation, konstatiert Ruck: Während die Zahl der arbeiteten Menschen steigt, sinkt die Arbeitsleistung. „Mehr Menschen arbeiten, das allerdings weniger.“ Im Durchschnitt ist die geleistete Arbeitszeit pro Woche in Österreich auf unter 30 Stunden zurückgegangen. „Es verwundert ebenfalls nicht, dass die Finanzierung staatlicher Leistungen dadurch immer schwieriger wird. Ganz abgesehen davon, dass unsere Unternehmen dringend qualifizierte Arbeitskräfte brauchen, die auch bereit sind, Vollzeit zu arbeiten“, sagt Ruck.

Vollzeitarbeit aufwerten

Wie Ruck sagt, gelte es nun dagegenzuhalten: „Arbeit soll sich nicht nur lohnen, sondern auch auszahlen. Das bedeutet, Vollzeitarbeit muss attraktiver werden – auch finanziell. Sonst bekommen wir ernsthafte, volkswirtschaftliche Probleme.“ Ruck schlägt daher einen steuerlichen Absetzbetrag von „mindestens 1000 Euro pro Jahr“ vor, um die Schere zwischen Teil- und Vollzeit zumindest ein wenig zu schließen. Ruck: „Dadurch bleibt jenen, die mehr Stunden arbeiten und daher im Vergleich zu Teilzeitkräften mehr ins System einzahlen, etwas mehr Netto vom Brutto.”

Zudem sollten, so Ruck, einkommensabhängige Beihilfen, etwa für Energie und Wohnen, so reformiert werden, dass sie bei einer Erhöhung des Einkommens stufenweise sinken, anstatt gleich gänzlich zu entfallen.

Rückfragen & Kontakt

Wirtschaftskammer Wien
Michael Vorauer
Mediensprecher Präsident DI Walter Ruck
Telefon: +43 1 51450-1476
E-Mail: [email protected]
Website: https://wko.at/wien/news

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