- 15.04.2026, 07:00:32
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Die Ergebnisse der Ö3-Jugendstudie 2026
POV GenZ: Unser Leben in 10 Jahren!
Positiv, herausfordernd und voller grundlegender Veränderungen: So sehen die 16- bis 25-Jährigen ihre Zukunft ...
Jung sein in einer Welt voller Möglichkeiten und Chancen, aber auch voller Krisen und Unsicherheiten – dieses Spannungsfeld prägt den Alltag der GenZ und die Rahmen-bedingungen ihrer Lebensplanung. Die Ö3-Jugendstudie 2026 greift dies auf und stellt zentrale Fragen: Wie lenkt die Gegenwart den Blick der jungen Menschen auf die Zukunft? Wie schätzen sie die Auswirkungen aktueller Entwicklungen auf Gesellschaft und Lebenswelt in 10 Jahren ein? Wo sehen sie die großen Probleme – wo mögliche Lösungen? Und hat ihr Denken und Handeln Potenzial, um diesen Herausforderungen zu begegnen?
Vier Wochen lang waren alle gefragt – jetzt präsentiert Hitradio Ö3 die Ergebnisse der Ö3-Jugendstudie 2026. Die 13.500 Teilnehmer:innen in der Zielgruppe – insgesamt haben rund 20.000 junge Menschen mitgemacht – geben aufschlussreiche Einblicke, wie die 16- bis 25-Jährigen ihr Leben, die Welt und die Zukunft sehen.
Ingrid Thurnher, interimistische ORF-Generaldirektorin und Radiodirektorin: „Die Ö3-Jugendstudie 2026 zeigt eine Generation, die trotz Krisen zuversichtlich bleibt – und gleichzeitig sehr klar sagt, wo es Veränderung braucht. Für den ORF ist das ein Auftrag, zuzuhören, Orientierung zu geben und Debattenräume auf Augenhöhe zu öffnen. Die starke Beteiligung macht deutlich: Die GenZ will mitreden – und wir bieten dafür eine verlässliche Plattform.“
„Die Ö3-Jugendstudie ist für uns als Radiosender von großer Bedeutung – heuer bereits zum sechsten Mal. Sie gibt uns konkrete Einblicke, was 16- bis 25-Jährige bewegt: von ihren Zukunftserwartungen über digitale Gewohnheiten bis zu dem, was sie sich von Schule und Arbeitswelt wünschen. Dieses Feedback nehmen wir ernst und lassen es in unsere Inhalte einfließen, damit Ö3 auch künftig eine offene und verlässliche Plattform und Begleiter für junge Menschen bleibt,“ so Ö3-Senderchef Michael Pauser.
Short Facts quer durch alle Lebensbereiche:
...mit ihrem Leben zufrieden sind 87%...
...dass sie sich in zehn Jahren ein Einfamilienhaus leisten können, glauben 41%...
...verheiratet sehen sich in Zukunft 66 Prozent, 65% mit Kindern...
...Treue in Partnerschaften wichtig finden 73%...
...eher auf Sex als auf ihr Smartphone verzichten würden 40%...
...Infinite Scrolling, also endlos Social Media schauen, betrifft 73%...
...dass KI in der Schule zielgerichtet gelernt werden soll, finden 62%...
...mehr Raum für Diskussionen wünschen sich 87% von der Schule der Zukunft...
...dass Clubs und Discos an Bedeutung verlieren werden, glauben 77%...
...dass Aktien und Fonds in den nächsten Jahren wichtiger werden, glauben 82%...
...dass Österreich ohne Zuwanderung schlechter dran wäre, sagen 64%...
...eine Wehrdienstverlängerung gut finden 34%...
...die größten Sorgen: „genug Geld haben“ (40%), „leistbare Wohnungen (31%) und „soziale Unruhen“ (27%)...
...dringenden Handlungsbedarf bei der Pflege sehen 73% ...
...Lebensmittel wenn möglich aus Österreich wollen 78%...
...dass Solarenergie in Zukunft in Österreich eine große Rolle spielen wird, glauben 96 Prozent...
...ein Windrad in ihrer Umgebung gut finden 78%...
...andere Meinungen zu akzeptieren ist für 82% kein Problem...
...für Politik interessieren sich 74%...
...optimistisch für ihre Zukunft sind 86%...
Die gute Nachricht:
Trotz jahrelanger multipler Krisen, deren Folgen sich in vielen Bereichen auf das eigene Leben durchschlagen, hat der Großteil der jungen Generation des Landes den Optimismus und den Glauben an sich sowie die eigene Gestaltungskraft für eine gelingende Zukunft nicht verloren.
Die Herausforderung:
In zentralen Lebensbereichen – Bildung, Arbeit, Gesundheit, Energie – braucht es die Bereitschaft der Gesellschaft für Veränderungen und neu zu denken. Wie realistisch das angesichts vielfältiger Lebenslagen und Interessen ist, bleibt offen und verlangt nach einer unvoreingenommenen Diskussion. Gerade die junge Generation fühlt sich dabei ausgeschlossen und nicht gehört, obwohl es in vielerlei Hinsicht um ihre Zukunft geht und vor allem sie die Konsequenzen gegenwärtiger Entscheidungen zu tragen haben.
Die Botschaft:
Diskussionsbereitschaft, ein Miteinander auf Augenhöhe, im Kleinen und Großen nach Lösungen suchen und Gestaltungsräume ausschöpfen sollten stärker gefördert und gelebt werden. Denn ohne all das sind die großen Herausforderungen aus Sicht der GenZ nicht zu bewältigen.
Die zentralen Ergebnisse der Ö3-Jugendstudie 2026:
Der Blick in unsere Zukunft...
Die Schule der Zukunft: Lebensnah, wegweisend, partizipativ
Für die GenZ ist klar: Die Schule der Zukunft soll digital kompetent machen, Digitalisierung darf aber nicht zum Selbstzweck werden. Daher wünschen sich 96% auch mehr Wissen fürs Alltagsleben – zum Beispiel mehr Finanzwissen, 88% mehr Allgemeinwissen, 87% mehr Raum für Diskussion und 85% mehr interaktives Lernen.
Die Arbeit der Zukunft: Sicher, wertschätzend, sinnstiftend
Vor dem Krisenhintergrund soll Arbeit für die GenZ zunächst einmal den Lebensunterhalt sichern (70%). Im Berufsleben möchte sie aber auch ernst genommen werden (78%), einen sicheren Arbeitsplatz haben (74%), in einem guten Team arbeiten (72%) und etwas Sinnvolles tun (70%). Work Life Balance ist im Vergleich dazu weniger wichtig (62%).
Die Energieversorgung der Zukunft: Nachhaltig, aber pragmatisch
Im Kontext von Klimawandel und geopolitischen Konflikten setzt die GenZ bei der Energiefrage auf Nachhaltigkeit: Sie erwartet, dass Solarenergie (96%), Wasserkraft (92%) und Windenergie (91%) künftig eine deutlich größere Rolle spielen werden. Gleichzeitig ist sie realistisch und geht davon aus, dass fossile Brennstoffe weiterhin genutzt werden (65%).
Die Konfliktlösung der Zukunft: Zusammenarbeit vor Aufrüstung
Eine Verlängerung des Wehrdienstes lehnen zwei Drittel der GenZ (66%) ab, 56% sprechen sich gegen Aufrüstung aus. Klar Stellung bezieht die GenZ zur europäischen Zusammenarbeit: 89% votieren dafür, dass die EU-Staaten in Zukunft stärker kooperieren. Hiervon ausgenommen ist der militärische Bereich, denn eine gemeinsame europäische Armee möchte die Mehrzahl der jungen Menschen (62%) nicht.
Der Blick auf mein Leben und meine Zukunft...
Leben läuft - wenn das Fundament passt
Trotz Krisen ist die Mehrzahl der GenZ (87%) mit ihrem Leben zufrieden – vor allem dank guter sozialer Beziehungen und wenn finanzielle Sicherheit gegeben ist.
Swipe, scroll, repeat – willkommen im Feed-Sog
Die Hälfte der GenZ verbringt täglich fünf oder mehr Stunden vor einem Bildschirm. Dabei haben sich rund drei Viertel (73%) bereits in endlosen Feeds verloren, und etwa die Hälfte (53%) hat schlechte Nachrichten im Dauerscroll-Modus konsumiert. Von sexualisierten Übergriffen im Netz berichten wiederum vor allem junge Frauen: Mehr als die Hälfte von ihnen (56%) hat ungefragt Dick Pics erhalten und rund jede Fünfte (22%) war mit Grooming konfrontiert.
Informiert und interessiert – auch wenn’s weh tut
Der Großteil der GenZ (89%) verfolgt aktuelle Nachrichten: 55%, um an laufenden Debatten teilzuhaben und 34%, um trotz der damit einhergehenden Belastung informiert zu bleiben. Für rund jede:n Zehnte:n überwiegt der Belastungsfaktor – sie versuchen Nachrichten eher zu vermeiden. An Politik interessiert sind drei Viertel (74%), von dieser vertreten sieht sich die Mehrzahl der GenZ jedoch wenig (48%) oder gar nicht (33%).
Dringender Aufruf zu handeln – besser gestern als morgen
Daran anschließend sieht die GenZ in zahlreichen gewichtigen Lebensbereichen dringenden Handlungsbedarf. Allen voran in Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise (78%), beim Abbau von ökonomischer Ungleichheit (77%), in der Pflege (73%), bei der Zuwanderung (73%), der Wegwerfgesellschaft (71%) und dem Klimawandel (69%).
Mein Leben in zehn Jahren – wird eh gut
Inmitten von Krisen gelingt es der GenZ, einen kritischen Blick auf die Welt mit Optimismus und Pragmatismus für das eigenen Leben zu verbinden: Während 79% die weltweiten Entwicklungen pessimistisch einschätzen, sind die jungen Menschen für sich selbst weitgehend optimistisch (86%) und sehen sich mehrheitlich (66%) mit Handlungsspiel-räumen ausgestattet.
Die Ö3-Jugendstudie 2026 – alle Ergebnisse im Detail
Alle Detailergebnisse auf alle Fragen quer durchs Leben der GenZ und eine ausführliche Zusammenfassung gibt es hier: https://cloud.orf.at/s/iqqXsifpSKsbPR8
Die Übersicht findet sich auch auf der Ö3-Homepage https:/oe3.at und der ORF Public-Value-Seite https://zukunft.orf.at/
Die Ö3-Jugendstudie – Methode & Facts
Die Ö3-Jugendstudie ist ein Projekt von Hitradio Ö3, unterstützt von ORF Public Value und wissenschaftlich begleitet vom Sozialforschungsinstitut FORESIGHT. Speziell die 16- bis 25-Jährigen wurden eingeladen, Fragen quer durch alle Lebensbereiche zu beantworten, zu diskutieren und so ein aktuelles Bild ihrer Generation zu zeichnen. Datengrundlage der Ö3-Jugendstudie ist eine Online-Befragung, an der zwischen dem 2. März und dem 29. März 2026 insgesamt 19.508 junge Menschen teilgenommen haben. Für die Auswertung wurden die Daten auf die 13.457 Teilnehmer:innen in der Zielgruppe eingeschränkt.
Die Ö3-Jugendstudie – ein Fixpunkt im Frühjahr
Die Ö3-Jugendstudie wird jedes Jahr im Frühjahr durchgeführt. Ein Pool an Basis-Fragen ermöglicht langfristige Vergleiche von Einstellungen und Werten. Zusätzlich werden Jahr für Jahr Fragen zu aktuellen Themen gestellt, die direkt und unmittelbar die Perspektive der jungen Generation in die gesellschaftliche Diskussion einbringen. Die Ö3-Jugendstudie wird in allen ORF-Medien zum Thema: Einen ganzen Monat lang werden die Fragen präsentiert, die Zwischenergebnisse beleuchtet und dann die Ergebnisse zur Diskussion gestellt. So wird aus der Ö3-Jugendstudie ein multimediales ORF-Projekt für die Generation Z mit Bedeutung fürs ganze Land.
Rückfragen & Kontakt
Hitradio Ö3 Öffentlichkeitsarbeit
Petra Kulis-Jesenko
Telefon: 01/87878 19120
E-Mail: [email protected]
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