- 14.04.2026, 08:05:36
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Jugendliche googeln noch – aber sie fragen immer öfter direkt die KI
Ergebnisse des Jugendinformationsmonitors 2026 der Österreichischen Jugendinfos

Der Jugendinformationsmonitor 2026 der Österreichischen Jugendinfos zeigt: Die Art und Weise, wie junge Menschen nach Informationen suchen, verändert sich derzeit grundlegend. Junge Menschen erwarten heute sofort nutzbare Antworten statt langer Ergebnislisten. Die klassische (Google) Suche bekommt dabei zunehmend Konkurrenz durch KI-basierte Suchanwendungen und verliert an Stellenwert.
Dieser Wandel zeigt sich deutlich in den Ergebnissen der diesjährigen Befragung unter mehr als 1.000 jungen Menschen sowie ergänzenden Fokusgruppen. Google bleibt zwar die wichtigste Suchmaschine und der häufigste Einstiegspunkt. Gleichzeitig nutzt die große Mehrheit der Jugendlichen bereits KI-Applikationen. Betrachtet man alle KI-basierten Suchmöglichkeiten zusammen, nutzen fast 9 von 10 KI-basierte Suchanwendungen, wodurch die klassische (Google) Suche zunehmend ergänzt wird und an Stellenwert verliert.
„Ein zentraler Grund liegt in der Geschwindigkeit und Effektivität: KI liefert Antworten, die direkt weiterverwendet werden können – ohne lange selbst die wirklich passende Information zusammensuchen zu müssen“, erklärt Aleksandar Prvulović, Geschäftsführer bei den Österreichischen Jugendinfos.
Jugendforscher Manfred Zentner von Social Identity Research ergänzt: „Auffällig sind Unterschiede nach Alter bei den Befragten:
Jüngere Jugendliche bis etwa 14 Jahre greifen besonders häufig direkt auf KI zurück.
In der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen zeigt sich eine Kombination aus KI und klassischen Suchmaschinen, v. a. Google.
Ab etwa 20 Jahren werden klassische Suchmaschinen weiterhin vorrangig verwendet.
Ein weiterer Trend: YouTube verliert insbesondere bei jüngeren Jugendlichen an Bedeutung als Suchmaschine im Vergleich zu anderen Suchwegen.”
Die Umfrage-Ergebnisse zeigen: In der Gesamtbetrachtung aller KI-basierten Suchmöglichkeiten wird ihre deutlich gestiegene Bedeutung im Vergleich zur klassischen Suche klar erkennbar. So nutzen bis 14-Jährige deutlich häufiger Anwendungen wie ChatGPT und die Google KI-Suche („Übersicht mit KI“) als die klassische Suche. Auch die 15- bis 19-Jährigen verwenden KI-basierte Suchmethoden bereits intensiv und in Kombination mit klassischen Suchmaschinen.
Für Jugendforscher Zentner verschiebt sich dabei nicht nur zunehmend die Art und Weise, wie Informationen gefunden und verarbeitet werden. Es verändert sich vor allem auch die Art der Suche: „Während bei Google meist mit Stichwörtern gearbeitet wird, formulieren Jugendliche ihre Fragen an KI-Systeme zunehmend in ganzen Sätzen und Fragen – ähnlich wie in einem Gespräch.“
KI wird vor allem für praktische Aufgaben eingesetzt – insbesondere für schulische Anwendungen wie Zusammenfassungen, Erklärungen oder Präsentationen, aber auch für Alltagsfragen.
Prvulović von den Österreichischen Jugendinfos macht jedoch auf eine wichtige Unterscheidung aufmerksam: „Zwar war es noch nie so einfach, schnell zu Antworten zu kommen – gleichzeitig wird es immer anspruchsvoller, diese richtig einzuordnen.“ Die qualitativen Ergebnisse zeigen so auch, dass Jugendliche KI-Tools im Alltag aktiv nutzen und dabei unterschiedliche Strategien im Umgang mit Informationen anwenden – etwa durch ergänzende Recherche oder den Rückgriff auf andere Informationsquellen.
Die Ergebnisse machen deutlich: Medienkompetenz wird im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz zur Schlüsselkompetenz.
Über die Österreichischen Jugendinfos
Die Jugendinfos sind die österreichischen Fachstellen für jugendgerechte Informationsaufbereitung und -vermittlung. Sie bieten kostenlose Erstberatungen und Publikationen zu jugendrelevanten Themen. Als eine weitere Hauptaufgabe sehen es die Jugendinfos an, die KI- & generelle Medienkompetenz von jungen Menschen zu fördern und führen hierzu Schulworkshops und weitere Aktivitäten durch. 2025 haben die Jugendinfos rund 150.000 Anfragen bearbeitet. Zusätzlich wurden die Online-Angebote ca. 4,3 Millionen Mal genutzt und über 260.000 Publikationen verteilt. Weitere Informationen zu den Tätigkeiten und zur Wirkung der Österreichischen Jugendinfos finden sich auf www.jugendinfo.at.
Über den Jugendinformationsmonitor
Der Jugendinformationsmonitor ist eine jährlich durchgeführte Studie der Österreichischen Jugendinfos. Erhoben werden aktuelle Daten zum Informationssuchverhalten von jungen Menschen in Österreich.
Rückfragen & Kontakt
Österreichische Jugendinfos
Mag. Aleksandar Prvulović
Telefon: +43 699 120 051 83
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.jugendinfo.at
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