• 13.04.2026, 11:23:02
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Femizid … und die Kinder bleiben übrig

Rasche Krisenintervention kann bei der Verarbeitung des Unfassbaren helfen

Wien (OTS) - 

Femizide erschüttern unsere Gesellschaft in regelmäßigen Abständen. Wenn Männer Frauen töten, handelt es sich dabei häufig nicht nur um Partnerschaftsgewalt, sondern um tief verwurzelte Macht- und Kontrollstrukturen, die in tödlicher Gewalt enden. Was in der öffentlichen Wahrnehmung oft zu wenig Beachtung findet: Viele der getöteten Frauen sind Mütter. Zurück bleiben Kinder und Jugendliche, die von einem Moment auf den anderen mit einem unvorstellbaren Verlust und oftmals auch mit traumatischen Erlebnissen konfrontiert sind.

Diese Kinder verlieren nicht nur ihre Mutter, sondern häufig auch ihr gesamtes bisheriges Lebensumfeld. Nicht selten ist der Vater zugleich der Täter, was die Situation zusätzlich verkompliziert. Die betroffenen Kinder stehen unter massivem emotionalen Druck, sind mit Schuldgefühlen, Angst, Verunsicherung und tiefer Trauer konfrontiert – Gefühle, die sie alleine kaum bewältigen können.

Krisenintervention im Kinderschutz

In dieser akuten Krisensituation ist rasche und professionelle Hilfe entscheidend. Die österreichischen Kinderschutzzentren bieten genau hier gezielte Unterstützung: Sie verfügen über langjährige Erfahrung in der Krisenintervention und sind darauf spezialisiert, Kinder und Jugendliche altersgerecht und sensibel zu begleiten. Ihr Zugang ist kindgerecht, traumasensibel und individuell auf die Bedürfnisse der Betroffenen abgestimmt.

Nach einem Femizid brauchen Kinder sofort Stabilität, Orientierung und verlässliche Bezugspersonen. Eine frühzeitige Krisenintervention kann wesentlich dazu beitragen, die Verarbeitung des Erlebten zu unterstützen und langfristige psychische Folgen abzumildern“, betont Petra Birchbauer, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Österreichischer Kinderschutzzentren.

Ein zentraler Bestandteil dieser Arbeit ist die enge und bewährte Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendhilfe. Nur durch ein koordiniertes Vorgehen aller beteiligten Systeme kann sichergestellt werden, dass betroffene Kinder rasch geschützt, gut betreut und nachhaltig unterstützt werden. Die Kinderschutzzentren bringen dabei ihre spezifische Expertise in Diagnostik, Beratung und therapeutischer Begleitung ein.

Femizide sind extreme Gewalttaten mit weitreichenden Folgen – insbesondere für die jüngsten Opfer, die oft übersehen werden. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, diesen Kindern Aufmerksamkeit zu schenken und ihnen bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen. Die Kinderschutzzentren leisten hierzu einen unverzichtbaren Beitrag.

Über den Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren

Der Bundesverband vertritt die Interessen der Kinderschutzzentren in Österreich und setzt sich für den Schutz, die Förderung und die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein. Ein besonderer Fokus liegt auf der Unterstützung von Kindern in Krisensituationen sowie auf Prävention, Beratung und interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Hilfe für von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche

Kinderschutzzentren in Österreich: www.kinderschuetzen.at

Digitales Kinderschutzzentrum: www.digitales-kinderschutzzentrum.at

Gewaltschutzzentren: www.gewaltschutzzentrum.at

Rückfragen & Kontakt

Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.oe-kinderschutzzentren.at

Website https://digitales-kinderschutzzentrum.at/

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