• 13.04.2026, 10:42:02
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NOVOart unterstützt Kunst im urbanen Raum

River Claure gestaltet Fassade der BWSG in der Nordbahnstraße 51

Im Rahmen der Klima Biennale Wien 2026 und der Ausstellung „(No)
Funny Games“ gestaltet der bolivianische Foto- und Videokünstler
River Claure eine Hausfassade der gemeinnützigen
Wohnbaugenossenschaft BWSG.
Wien (OTS) - 

Im Rahmen der Klima Biennale Wien 2026 setzt der Kunst- und Kulturverein NOVOart ein starkes Zeichen für Kunst im öffentlichen Raum: Mit seiner Unterstützung realisiert der bolivianische Künstler River Claure eine eindrucksvolle Fassadenarbeit am Wohnobjekt der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft BWSG in der Nordbahnstraße 51 in Wien-Leopoldstadt. Beim Verkehrsknotenpunkt Praterstern, im Rahmen der Ausstellung “(No) Funny Games” bringt Claure seine künstlerische Auseinandersetzung mit globalen Machtverhältnissen, kolonialer Geschichte und gesellschaftlicher Resilienz in den urbanen Kontext.

“Das Projekt von River Claure zeigt, wie Kunst globale Zusammenhänge verständlich machen kann – gerade im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen. Solche Impulse sind wichtig, um Bewusstsein zu schaffen und neue Formen des Zusammenlebens mitzudenken”, betont NOVOart-Obmann Franz Binderlehner. “Es erfüllt uns mit Stolz, im Rahmen der Klima Biennale Wien 2026 einen weithin sichtbaren Beitrag zu leisten und dieses Projekt gemeinsam mit diesem international renommierten Künstler realisieren zu können”, ergänzt NOVOart-Obfrau Kerstin Robausch-Löffelmann.

Auf drei machen wir alles kaputt

Der international tätige Foto- und Videokünstler River Claure untersucht in seiner inszenierten Werkserie die Folgen kolonialer Ausbeutung sowie die Widerstandskraft indigener Lebenswelten. Die Fassadengestaltung in der Nordbahnstraße ist Teil seines Projekts “A cuenta de tres, lo destruimos todo” ("Auf drei machen wir alles kaputt"). Dafür rekonstruierte Claure maßstabsgetreu die Puerta del Sol von Tiwanaku – ein zentrales Monument einer präkolumbianischen Hochkultur.

In einer eindrucksvollen, filmisch und fotografisch dokumentierten Inszenierung wird dieses Tor von Kindern durch die Landschaft des Andenhochlands getragen, aufgestellt und schließlich gesprengt. Die scheinbar spielerische Zerstörung verweist auf tiefgreifende historische Prozesse: den jahrhundertelangen Verlust von Land, Wissen und ökologischen Lebensgrundlagen indigener Gesellschaften.

Die großformatigen Fotografien, die an mehreren Standorten in Wien gezeigt werden, übertragen diese kollektiven Erfahrungen in den städtischen Raum. Auch die Arbeit an der Nordbahnstraße 51 versteht sich als visuelle Reflexion über die Ausbeutung von Natur, über koloniale Kontinuitäten und über die Frage, wie ein zukünftiges Zusammenleben – nach dem vermeintlichen “Ende der Welt” – neu gedacht werden kann.

Mit diesem Kunstprojekt unterstreicht NOVOart sein Engagement für kulturelle Impulse an der Schnittstelle von Kunst, Stadt und Bewohner:innen und die aktive Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen im öffentlichen Raum.

Das Werk an der Hausfassade der Nordbahnstraße 51 wird bis 31.05.2026 zu sehen sein.

Rückfragen & Kontakt

NOVOart
Mag. Rita Michlits, BEd
Telefon: +4366460088214
E-Mail: [email protected]

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