• 11.04.2026, 13:01:33
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AMADOR & COMPLOJ

Malerei und Glas im Dialog

Die Ausstellung AMADOR & COMPLOJ zeigt von 11. April bis 14. Juni
2026 im Museum Angerlehner über 80 Gemälde sowie rund 300
Glaskunstwerke der österreichischen Künstler Juan Amador und Robert
Comploj, kuratiert von Klaus Albrecht Schröder und organisiert von
der Sammlung Werner Trenker.
Thalheim bei Wels (OTS) - 

Die Sammlung Werner Trenker und das Museum Angerlehner präsentieren mit „AMADOR & COMPLOJ“ eine Ausstellung, die zwei künstlerische Positionen in einen unmittelbaren Dialog setzt. Von 11. April bis 14. Juni 2026 begegnen einander die Malerei von Juan Amador und die Glasplastik von Robert Comploj.

Kuratiert von Klaus Albrecht Schröder, entfaltet die Ausstellung eine dichte Gegenüberstellung zweier Ansätze, die auf unterschiedliche Weise das Unsichtbare sichtbar machen: Farbe wird bei Amador zu immateriellem Raum, Glas bei Comploj zu erstarrter Bewegung.

Zwei Künstler – zwei Medien – ein zentrales Thema: Wahrnehmung

Juan Amador (*1968, Waiblingen), international bekannt als vielfach ausgezeichneter Spitzenkoch, hat sich in den letzten Jahren mit großer Konsequenz der Malerei zugewandt. Dabei erweist sich Juan Amador, der Autodidakt der Malerei, mit seinen Gemälden nicht weniger sensibel und selbständig – mit einem hervorstechenden Gefühl für Farbe – als Juan Amador, der Vorreiter der Molekularküche, der mit allen Ehren der Kochkunst ausgezeichnet wurde. Seine Werke entstehen aus Schichtungen flüssiger Farbe, die er mit Rakel über die Leinwand zieht, Pigmente verschiebt, überlagert und zu vibrierenden Bildräumen verdichtet. Amador will mystische Lichtwelten mit seiner Malerei erzeugen und dabei Tableaus von mehreren Gemälden feinst aufeinander abstimmen. Seine Malerei ist nicht erzählerisch, nicht illustrativ – sie ist Energie, Schichtung und Erscheinung: Malerei als Spur, als Bewegung, als kontrolliertes Risiko.

Robert Comploj (*1982, Inzing) hingegen arbeitet mit Glas als skulpturalem Medium. Der Künstler nutzt Glas nicht primär wegen seiner Transparenz oder Farbigkeit, sondern wegen seines intrinsischen Paradoxons: Glas ist erstarrte Bewegung.

Comploj stellt in seiner jüngsten Arbeit – den Liquid Drops – den Moment dar, in dem ein farbloser Tropfen auf Wasser aufschlägt und gleichsam zurückfedert. Comploj transformiert den Augenblick in einen Zustand der Dauer – das Material selbst ist „gefrorene Bewegung“. Complojs Tropfen sind keine wissenschaftlichen Illustrationen, obgleich sie physikalisch präzise das reale Verhalten eines auf Wasser aufschlagenden Tropfens festhalten. Der Flüchtigkeit der Tropfen stehen in der Ausstellung große, schwarze Stelen gegenüber. Die Arbeiten aus der Serie Collapse Columns rücken Comploj abermals in die Nähe einer minimalistischen Skulpturauffassung. Die steinerne Stele ist lange vor dem Pfeiler und der Säule eine Urform der Architektur. Doch als tiefschwarzes Glas verliert die Stele ihre Schwere und erhält eine geheimnisvolle, lichtabsorbierende Qualität. Das matt-schwarze Glas verschluckt das Licht beinahe und reflektiert es nur partiell.

Kurator Klaus Albrecht Schröder: „In der Gegenüberstellung von Amadors vibrierenden Farbräumen und Complojs verdichteten Glasformen entsteht ein Dialog, der Licht, Bewegung und Materialität neu erfahrbar macht. Beide Künstler eröffnen jeweils auf ihre Weise ein sinnliches Universum, in dem das Unsichtbare nicht nur sichtbar, sondern unmittelbar erlebbar wird.“

Licht, Zeit und Materie als gemeinsame Dimension

Trotz der medialen Unterschiede verbindet beide Künstler ein zentrales Anliegen: die Transformation von Wahrnehmung. Amadors Farbräume erzeugen Licht ohne äußere Quelle – ein Leuchten, das aus der Farbe selbst entsteht. Comploj hingegen macht Zeit sichtbar, indem er Bewegung in Glas einfriert. Beide Positionen kreisen um elementare Gegensätze: Licht und Dunkelheit, Bewegung und Stillstand, Flüchtigkeit und Dauer.

„Kunst eröffnet Räume, die über das Sichtbare hinausgehen. Mit Amador und Comploj zeigen wir zwei Künstler, die auf sehr unterschiedliche Weise genau das tun: Sie schaffen Werke, die nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden,“ so Werner Trenker, Unternehmer und Kunstsammler. „Ich freue mich sehr, dass aus meiner langen Freundschaft mit den Künstlern, Herrn Schröder und Herrn Angerlehner nun ein gemeinsames Projekt geworden ist.“

Über die Sammlung Werner Trenker

Die Sammlung Werner Trenker widmet sich der Bewahrung und Vermittlung herausragender Werke der österreichischen Kunst. Werner Trenker ist seit rund 15 Jahren leidenschaftlicher Kunstsammler. Die Sammlung Werner Trenker umfasst renommierte österreichische Positionen, wie Hermann Nitsch, Arnulf Rainer, Markus Prachensky und viele mehr. Seit 2022 verschreibt sich Werner Trenker nicht nur dem Sammeln, sondern auch der Förderung von Ausstellungen verschiedener Künstlerinnen und Künstler.

Nähere Informationen: sammlung-werner-trenker.com

Über das Museum Angerlehner

Das Museum Angerlehner in Thalheim bei Wels zählt seit seiner Eröffnung im Jahr 2013 zu den bedeutenden Kulturinstitutionen für zeitgenössische Kunst in Österreich. Es präsentiert ein vielfältiges Ausstellungsprogramm mit österreichischen sowie internationalen Künstlerinnen und Künstlern, mit besonderem Fokus auf dem Dialog zwischen etablierten Positionen und jüngeren künstlerischen Ansätzen. Das Museum Angerlehner wurde initiiert und ist ausschließlich privat finanziert vom Unternehmer und Sammler KR Heinz Josef Angerlehner.

Nähere Informationen: museum-angerlehner.at

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Telefon: +43 676 3327273
E-Mail: [email protected]

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