- 10.04.2026, 11:30:32
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Ludwig/Czernohorszky/Ruck/Arapovic geben Startschuss für die Klima-Allianzen: 17 heimische Unternehmen unterzeichnen Pakt mit Stadt
Einzigartiger Zusammenschluss zwischen Stadt und Unternehmen für das Erreichen der Klimaziele startete im Rathaus
Klimaschutz und Wirtschaft: In Wien sind diese beiden Begriffe untrennbar miteinander verbunden. Und dieses Bündnis, das in Wien seit mehr als einem Vierteljahrhundert gedeiht, wird künftig noch stärker: Mit der Klima-Allianz bekennen sich Stadt und Unternehmen erstmals schriftlich zur umfassenden gegenseitigen Unterstützung. Heute, Freitag, fiel der offizielle Startschuss: Bürgermeister Michael Ludwig und Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky haben Vertreterinnen und Vertreter von 17 großen heimischen Unternehmen ins Rathaus geladen, um die Vereinbarungen feierlich zu unterzeichnen.
Die Devise lautet: Klimaschutz vorantreiben und damit gleichzeitig Wirtschaftswachstum sichern. Die Klima-Allianz ist eine Symbiose zwischen Stadt und Unternehmen, von der alle Beteiligten gleichermaßen profitieren. Kern der Allianz: Die Stadt Wien bietet den Unternehmen die Rahmenbedingungen für klimaneutrales Wirtschaften, und die Unternehmen unterstützen die Stadt dabei, durch ihr Wirtschaften die heimischen Klimaziele zu erreichen.
„Erstmals in der Geschichte Wiens binden sich heimische Unternehmen und Betriebe schriftlich daran, aktiv mit uns die Klimaneutralität in unserer Stadt voranzutreiben, während die Stadt Wien sich dazu verpflichtet, die Rahmenbedingungen für einen zukunftsfitten Wirtschaftsstandort zu bieten.“, sagt Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. „Daran sieht man, dass Klimaschutz und Wirtschaft in Wien Hand in Hand gehen - und zwar nicht erst seit gestern. Schon seit mehr als einem Vierteljahrhundert, mit dem Beginn des ersten Klimaschutzprogramms, bauen wir dieses Bündnis auf, weil wir früh erkannt haben, dass Wirtschaft und Klima keine Gegenspieler sind, sondern voneinander profitieren“, ergänzt Ludwig. Dieses Verständnis trage auch dazu bei, dass Wien das einzige österreichische Bundesland mit Wirtschaftswachstum sei, so Ludwig.
„Klimaschutz ist Krisenschutz“, sagt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Unsere Lebensqualität ist zurzeit von verschiedenen Krisen bedroht; sie zu schützen hat daher oberste Priorität. Schutz bedarf es etwa vor Hitze, vor der Energiekrise und auch vor der Wirtschaftskrise. Wenn wir heimisch Energie erzeugen, reduzieren wir unsere Abhängigkeit vom internationalen Energiemarkt, machen unsere Energieversorgung stabiler und leistbarer und unterstützen die heimische Wirtschaft. Profitieren werden davon jene Menschen, denen es nicht egal ist, wenn heizen, kühlen oder tanken teurer sind. Klimaschutz hat Lösungen für diese Krisen! Deshalb wollen wir in Wien bis 2040 ‚Raus aus Gas‘!“
„Ökonomie und Ökologie sind kein Gegensatz, sondern eine Verbindung von der Wien stark profitieren kann – die Bevölkerung wie auch die Unternehmen. Mit seiner Vielfalt entwickelt sich der Wirtschaftsstandort Wien überdurchschnittlich gut und hat auch die besten Voraussetzungen dafür, die Chancen der Green Economy zu nutzen. Denn unsere Unternehme sind innovativ und flexibel – und Nachhaltigkeit schließt wirtschaftlichen Erfolg nicht aus, sondern kann ihn auch unterstützen. Allein im Bereich der Kreislaufwirtschaft kann eine Wertschöpfung von 3,5 Milliarden Euro realisiert werden. Mit Klima-Allianzen gehen wir gemeinsam einen weiteren Schritt in die Zukunft“, sagt Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck. Die Stadt Wien und die WKW haben bereits Ende Jänner eine Klima-Allianz unterzeichnet.
"Die Klimakrise ist eine große Herausforderung und gleichzeitig eine wirtschaftliche Chance. Mit den im Wiener Klimagesetz verankerten Klima-Allianzen zeigen wir: Gemeinsam mit der Wiener Wirtschaft haben wir einen der stärksten Hebel für diese Transformation. Unsere Betriebe sind nicht nur Teil der Lösung – sie treiben sie voran. Sie entwickeln neue Technologien, investieren und machen Klimaschutz zunehmend zum Wettbewerbsfaktor. Darum setzen wir auf echte Partnerschaft und holen sie aktiv an Bord. Wenn wir Innovation ermöglichen und die Energiewende konsequent vorantreiben, stärken wir den Wirtschaftsstandort und sichern Arbeitsplätze. Der Weg zur Klimaneutralität 2040 ist damit auch eine Chance, Wien moderner, wirtschaftlich stärker und lebenswerter zu machen.", so NEOS-Klubobfrau Selma Arapovic.
Klima-Allianz startet mit 17 ersten Unternehmen
Bei der heutigen feierlichen Unterzeichnung der Klima-Allianz waren siebzehn etablierte heimische Unternehmen anwesend: Ankerbrot, Billa, Del Fabro Kolarik, EVVA, Intervet, Hoerbiger, Holcim, Takeda, Salesianer Miettex, Schachinger Logistics, Herba Chemosan, Ottakringer, Porr, Siemens AG und Siemens Mobility, die Wiener Stadtwerke und Wienerberger. Diesem starken Startschuss werden Vereinbarungen mit weiteren Unternehmen folgen. Ziel ist es, das Netzwerk stetig auszubauen und das Bündnis zwischen Stadt und Wirtschaft derart zu stärken, dass sowohl die städtischen Klimaziele schneller erreicht als auch Wirtschaftswachstum gefördert werden.
Markus Raunig, CEO von Ottakringer: „Nachhaltigkeit gelingt nur gemeinsam. Als familiengeführtes Unternehmen in der Wiener Klima-Allianz übernimmt Ottakringer Verantwortung und gestaltet eine zukunftsorientierte, lebendige Stadt.“
Nicole Ehrlich-Adám, Geschäftsführerin von EVVA: „EVVA optimiert die Produktion für Energieeffizienz und verwendet recycelbare Materialien. Durch den Austausch mit den Mitgliedern der Klima-Allianz erhofft sich EVVA, die Klimaziele von Wien, Österreich und der EU gemeinsam zu erreichen.“
Katharina Kostecki, Managing Director von Intervet: „Intervet ist Teil der Klima-Allianz, weil Intervet seine lange Produktionsgeschichte in Wien nachhaltig gestaltet: mit Energieeffizienz, PV-Anlagen, Abfallreduzierung, Kreislaufwirtschaft und Mitarbeiterschulungen.“
Thomas Krautschneider, Geschäftsführender Gesellschafter von Salesianer: „Salesianer übernimmt Verantwortung, weil Klimaschutz Teamarbeit ist. So werden Synergien geschaffen, die weit über das eigene Unternehmen hinauswirken – für eine nachhaltige Stadt und eine starke Wirtschaft.“
Christian Prinz, Managing Director von Hoerbiger: „Hoerbiger engagiert sich für Klimaneutralität und entwickelt Technologien zur Senkung des Energieverbrauchs und Emissionen, optimiert durch nachhaltige Materialien und ressourcenschonende Verfahren.“
Peter Weinelt, Generaldirektor von den Wiener Stadtwerken: „Die Wiener Stadtwerke bieten innovative, leistbare Lösungen für die Mobilitäts- und Energiewende in der Metropolregion Wien, um Lebensqualität und Wirtschaftsstandort zu fördern.“
Haimo Primas, CEO von Holcim: „HOLCIM bringt Klimaneutralität für Infrastruktur, Industrie und Gebäude voran. Eine erfolgreiche grüne Transformation braucht ein starkes, branchenübergreifendes Miteinander – deshalb engagiert sich Holcim in der Klima Allianz.“
Günther Gfrerrer, Geschäftsführer von Schachinger: „Nachhaltigkeit ist für Schachinger zentral: Mit „Driving Change“ und „Roadmap to Zero“ zielt das Unternehmen auf Dekarbonisierung der Flotte bis 2040 sowie 50 % CO₂-Reduktion bis 2035.“
Maximilian von Künsberg-Sarre, CFO von Herba Chemosan: „HERBA CHEMOSAN setzt Maßnahmen zur CO₂-Reduktion um: Ausbau der E-Ladeinfrastruktur, E-Mobilität im Fuhrpark, eine PV-Anlage in Wien und ausschließliche Nutzung von Grünstrom.“
Maria Löflund, Vorstandsmitglied und Standortleiterin von TAKEDA in Wien: „Ein gesunder Planet ist die Voraussetzung für ein gesundes Leben. Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Effizienz gehen dabei Hand in Hand und werden durch branchenübergreifende Kooperationen gezielt gestärkt.“
Christian Wölfel, Head of Sustainability von Siemens Österreich: „Siemens AG Österreich verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit Klimaschutz – durch nachhaltige Kundenlösungen und konsequente Maßnahmen im eigenen Unternehmen, getragen von Innovation, Partnerschaft und Verantwortung. Dieses Engagement bringen wir aktiv in die Wiener Klima-Allianz ein.“
Tina Schrettner, Geschäftsführerin von Ankerbrot: „Wir wollen Ressourcen schonen, Emissionen senken und den positiven Wandel aktiv mitgestalten. Der Beitritt zur Wiener Klima-Allianz ist für uns ein sehr naheliegender Schritt. Wir wollen gemeinsam mit der Stadt Wien und anderen Betrieben konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz vorantreiben und unsere Verantwortung aktiv wahrnehmen.“
Tanja Kienegger, CEO von Siemens Mobility Austria: „Siemens Mobility entwickelt und produziert in Wien nachhaltige Schienenfahrzeuge – zum Beispiel den gemeinsam mit der TU Wien entwickelten bionische Wagenkasten. Er reduziert das Gewicht von U Bahn-Wagen um rund 20 Prozent und spart dadurch Rohstoffe, Energie und CO₂. Mit dem Einstieg in die Wiener Klima Allianz verstärkt Siemens Mobility nun die Zusammenarbeit mit Partnern aus Stadt und Wirtschaft, um innovative Lösungen voranzubringen und die Transformation zu einer klimaneutralen, lebenswerten Stadt aktiv weiterhin mitzugestalten.“
Robert Nagele, Vorstandsmitglied von Billa: „Als Teil der REWE Group verfolgen wir ambitionierte Klimaziele und bekennen uns klar zu den Science Based Targets (SBTi). In Österreich treiben wir den Ausbau erneuerbarer Energien, die Begrünung unserer Märkte und funktionierende Kreislauflösungen voran. Kreislaufwirtschaft verstehen wir dabei als gemeinsame Verantwortung, die nur durch branchenübergreifende Kooperation gelingt – etwa im Rahmen unseres Engagements in der Wiener Klima-Allianz.“
Johann Marchner, Country Managing Director von Wienerberger Österreich: „Wir bekennen uns klar zur Klimaneutralität und treiben aktiv die Dekarbonisierung unserer Produktion sowie innovative, nachhaltige Baustofflösungen voran. Die Teilnahme an der Wiener Klima-Allianz unterstreicht unser Engagement, gemeinsam mit starken Partnern wirksame Maßnahmen für den Klimaschutz umzusetzen und Wien auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt zu unterstützen.“
Natalie Schwendenwein, Head of Sustainability bei Porr: „Als internationales Bauunternehmen verfolgen wir eine klare Dekarbonisierungsstrategie, um unsere Emissionen bis 2030 systematisch zu reduzieren. Die Wiener Klima-Allianz ist für uns eine wichtige Plattform, um gemeinsam konkrete Lösungen für klimafreundliches und leistbares Bauen umzusetzen.“
Ferdinand Schludermann, Geschäftsführer von Del Fabro Kolarik: „Del Fabro Kolarik, Teil der Ottakringer Gruppe, setzt auf umfassenden Klimaschutz durch eine 5.000 m² Photovoltaikanlage, E-Mobilität und Energieeffizienz im Logistikzentrum. Mit der Wiener Klima-Allianz werden konkrete Herausforderungen angegangen, die sich nur gemeinsam lösen lassen. Das ist gleichermaßen wichtig für die Wirtschaft und das Klima.“
Zur Klima-Allianz
Die Klima-Allianz ist ein im Wiener Klimagesetz rechtlich verankerter Zusammenschluss zwischen Stadtverwaltung und (Privat-)Unternehmen mit dem Ziel, gemeinsam die heimischen Klimaziele schneller zu erreichen, und dadurch sowohl Wirtschaftsstandort zu stärken als auch die Lebensqualität aller Wienerinnen und Wiener zu schützen. Stetig wachsen soll die Klima-Allianz durch die schriftliche Unterzeichnung eines „Memorandum of Understanding (MoU)“ durch Stadt Wien und die teilhabenden Unternehmen.
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Pedram Seidi
Mediensprecher StR Jürgen Czernohorszky
Telefon: +43 676 8118 65291
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Mario Dujakovic
Mediensprecher Bürgermeister Michael Ludwig
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Wirtschaftskammer Wien
Michael Vorauer
Mediensprecher Präsident DI Walter Ruck
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