• 10.04.2026, 11:16:32
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Von Wien nach Prag in 2,5 Stunden: Österreich und Tschechien stärken grenzüberschreitenden Bahnverkehr

Mobilitätsminister Peter Hanke und sein tschechischer Amtskollege Ivan Bednárik unterzeichnen Absichtserklärung zur Weiterentwicklung zentraler Bahnverbindungen

Der österreichische Mobilitätsminister Peter Hanke und der
tschechische Verkehrsminister Ivan Bednárik
Wien (OTS) - 

Der österreichische Mobilitätsminister Peter Hanke hat heute in Wien gemeinsam mit dem tschechischen Verkehrsminister Ivan Bednárik eine Absichtserklärung (Letter of Intent) zur weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich der grenzüberschreitenden Eisenbahninfrastruktur unterzeichnet. Ziel ist es, zentrale Bahnverbindungen zwischen Österreich und der Tschechischen Republik leistungsfähiger, schneller und attraktiver zu machen. Im Fokus der Vereinbarung steht insbesondere der Ausbau der bedeutenden europäischen Bahnachsen zwischen Wien, Prag und Berlin sowie zwischen Linz, České Budĕjovice und Prag. Langfristiges Ziel ist es, die Fahrzeit für die Verbindung Wien-Prag auf 2,5 Stunden zu reduzieren. Die beiden Länder bekräftigen damit ihr gemeinsames Engagement für eine nachhaltige, klimafreundliche Mobilität und die Stärkung des Schienenverkehrs im Herzen Europas – dazu gehört auch der Ausbau des Schienengüterverkehrs, für den sich Tschechien auf EU-Ebene verstärkt einsetzt.

„Mit dieser Absichtserklärung setzen wir einen wichtigen Schritt für die Zukunft des Bahnverkehrs in Mitteleuropa. Unser Ziel ist klar: schnellere Verbindungen, mehr Kapazitäten und ein attraktives Angebot für Reisende und Wirtschaft. Damit leisten wir einen entscheidenden Beitrag für die Mobilitätswende und zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts“, betont Mobilitätsminister Hanke.

Via Vindobona als zentrales Zukunftsprojekt: Wien-Berlin in 4, Wien-Prag in 2,5 Stunden

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der sogenannten „Via Vindobona“, der Bahnverbindung Wien–Prag–Berlin. Diese gilt als eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für die europäische Vernetzung im mitteleuropäischen Raum. Durch koordinierte Maßnahmen sollen Engpässe beseitigt, Reisezeiten verkürzt und zusätzliche Kapazitäten im Personen- und Güterverkehr geschaffen werden.

Auf österreichischer Seite wird dabei insbesondere der Ausbau der Nordbahn zwischen Wien und der Grenze bei Břeclav vorangetrieben. Ziel ist eine Streckengeschwindigkeit von bis zu 200 km/h. Parallel dazu laufen in Tschechien die Planungen für neue Hochleistungsstrecken zwischen Prag, Brünn und Břeclav sowie in Richtung Deutschland. Bis 2040 sollen die Strecken so ausgebaut sein, dass die Verbindungen Wien-Prag in 2,5 und Wien-Berlin innerhalb von nur 4 Stunden zurücklegbar sind. Langfristig wird auch die Einführung regelmäßiger Direktverbindungen zwischen Wien, Prag und Berlin ausgeweitet.

Studie für Hochleistungsverbindung Linz–Prag

Auch die Entwicklung der Bahnverbindung Linz–České Budĕjovice–Prag wird vorangetrieben. Eine gemeinsame Studie der ÖBB-Infrastruktur AG und der Správa železnic soll bis Ende 2026 eine fundierte Grundlage für eine mögliche Hochleistungsverbindung schaffen. Dabei werden sowohl das Verkehrsaufkommen als auch Kosten und Nutzen umfassend analysiert.

Bessere Abstimmung bei Bauprojekten und mehr Kapazitäten

Ein weiterer zentraler Punkt der Vereinbarung ist die enge Abstimmung bei Bauvorhaben entlang der Nordbahn. Durch frühzeitige Koordination von Bauzeiten sollen Auswirkungen auf den laufenden Betrieb minimiert werden. Gleichzeitig wollen beide Länder ausreichende Ausweichkapazitäten auf bestehenden Strecken sicherstellen. Dazu zählt unter anderem die Elektrifizierung wichtiger Verbindungen auf tschechischer Seite, die als Voraussetzung für leistungsfähige Umleitungsverkehre gilt.

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur
Pressesprecher Jan Hofmann
Telefon: +43 1 71162-658114
E-Mail: [email protected]
Website: https://bmimi.gv.at

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