• 10.04.2026, 10:26:02
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Grüne Landstraße/Widhalm zu St. Marx: Bürger:innenversammlung verweigert – Grüne bringen Beschwerde bei Volksanwaltschaft ein

Kritik an Event-Arena verschärft sich nach Räumung

Wien (OTS) - 

Die geplante Event-Arena in St. Marx ist wieder in aller Munde – nach den Räumungen gestern verschärfen die Grünen im Bezirk ihre Kritik an dem Projekt. Die geplante Errichtung der „Wien Holding Arena“ auf einer der letzten großen Freiflächen im 3. Bezirk hat weitreichende Auswirkungen auf Stadtentwicklung, Umwelt, Verkehr und Lebensqualität der Anrainer:innen. Dennoch wurde die endgültige Entscheidung ohne umfassende Einbindung der Bezirksvertretung und der Bevölkerung getroffen.

Keine Bürger:innenversammlung – Grüne Beschwerde bei Volksanwaltschaft

Die Grünen im Bezirk haben deshalb eine Beschwerde bei der Volksanwaltschaft eingebracht. Grund dafür ist, dass eine Bürger:innenversammlung zu dem Thema nicht zugelassen wurde. „Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung muss die Bevölkerung einbezogen werden. Dass eine Bürger:innenversammlung in dieser Frage abgelehnt wurde, ist nicht nachvollziehbar. Der SPÖ-Bezirksvorsteher konnte noch vor wenigen Wochen in der Bezirksvertretungssitzung keine Auskunft zum Stand der Entwicklungen der Eventhalle geben – und jetzt plötzlich wurde geräumt. Statt Transparenz erleben wir Intransparenz und politische Alleingänge“, so Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Siegrid Widhalm (Grüne).

Über Jahre hinweg wurde das Gelände von der Initiative „St. Marx für alle“ zivilgesellschaftlich genutzt und als offener Freiraum mit niederschwelligen Angeboten wie etwa einem Skate-Park, einen Basketballplatz sowie Flächen für Urban Gardening gestaltet. Mit der Räumung wurde diese Nutzung abrupt beendet, um Platz für das Großprojekt zu schaffen.

Neben der fehlenden Bürger:innenversammlung kritisieren die Grünen auch die finanzielle Dimension des Projekts: Die Event-Arena kostet die Steuerzahler:innen entgegen allen Versprechungen bis zu 215 Millionen Euro - und das bei der angespannten Budgetlage der Stadt. Auch bleiben zentrale Fragen unbeantwortet, etwa zu einem tragfähigen Verkehrskonzept für bis zu 20.000 Besucher:innen. „Die Räumung von St. Marx zeigt, wie wenig Raum für zivilgesellschaftliches Engagement bleibt. Und das bei einem Projekt dieser Dimension, das den ganzen Bezirk betrifft und hunderte Millionen Euro verschlingt. Das ist ein falsches Signal für unsere Stadt“, so Widhalm abschließend.

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