- 10.04.2026, 10:00:39
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VIVATIS steigert Umsatz auf 1,43 Milliarden Euro
Die VIVATIS Holding AG steigerte 2025 ihren Umsatz um 83 Mio. € auf 1,43 Mrd. € (+6 %) und bestätigt damit ihre stabile Entwicklung in einem herausfordernden Umfeld.

Linz, 10. April 2026 – Die VIVATIS Holding AG konnte im Geschäftsjahr 2025 trotz eines anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds ein deutliches Wachstum erzielen. Der Umsatz der österreichischen Lebensmittelgruppe stieg von 1,35 Milliarden Euro im Jahr 2024 um 83 Mio. Euro auf 1,43 Milliarden Euro im Jahr 2025 – ein Plus von etwa sechs Prozent.
Dass die VIVATIS-Gruppe ein resilientes und wirtschaftlich kerngesundes Unternehmen ist, zeigt sich nicht nur in der hohen Eigenkapitalquote von über 42 Prozent, sondern auch in ihrer konsequenten Investitionspolitik: Über 40 Millionen Euro flossen 2025 in Technologie, die Betriebe, in Wachstum und Innovationen sowie in die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter:innen. Dank klarer strategischer Ausrichtung, eines breit diversifizierten Leistungsportfolios und hoher Anpassungsfähigkeit konnte das Unternehmen erneut seine Stabilität unter Beweis stellen, Marktchancen gezielt nutzen und seine Position, als einer der führenden Lebensmittelkonzerne Österreichs weiter festigen. Aktuell beschäftigt die Unternehmensgruppe 4.116 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
„Die positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2025 zeigt, dass wir mit unserer klaren strategischen Ausrichtung auf dem richtigen Weg sind. Das Ergebnis spiegelt auch die starke Leistung unserer Tochtergesellschaften wider und verdeutlicht, wie wichtig unsere Investitionen in Technologie, Betriebe, Innovationen und die kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeiter:innen für den langfristigen Erfolg sind. So schaffen wir die Basis, um neue Chancen zu nutzen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und unsere Position als führender Lebensmittelkonzern Österreichs weiter auszubauen“, betont Mag. Gerald Hackl, Vorstandsvorsitzender der VIVATIS Holding AG.
Enorme Herausforderungen
Das Geschäftsjahr 2025 war für die österreichische Lebensmittelwirtschaft von vielfältigen und teils sehr herausfordernden Rahmenbedingungen geprägt. Besonders deutlich zeigt sich dies im andauernden Lebensmittel-Bashing: Produzenten werden immer wieder als Inflationstreiber dargestellt, obwohl die Zahlen ein anderes Bild zeigen. So betrug die Inflation beispielsweise im Herbst rund 4 %, wovon lediglich 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte auf Lebensmittel entfielen. Dieses ständige Schlechtmachen wirkt wie ein Angriff auf die österreichische Lebensmittelbranche. Zu Beginn des Jahres 2026 lag die Inflation infolge gesunkener Energiepreise bei rund 2 %. Inzwischen ist sie jedoch wieder auf 3,1 % angestiegen. Ausschlaggebend für diesen erneuten Anstieg sind vor allem die gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Konflikts sowie anhaltend hohe Preissteigerungen bei Dienstleistungen.
Zusätzlich belasten viele neue Auflagen und Themen die heimische Nahrungsmittelwirtschaft enorm. Die aus dem anhaltenden Fokus auf diese Branche resultierenden Maßnahmen und neuen Regulatorien – vom „Shrinkflation-Gesetz“ bis hin zur Gegenfinanzierung der Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel in Form einer Kunststoffsteuer – verursachen nur zusätzliche Kosten, führen jedoch keinesfalls zur gewünschten Reduktion der Lebensmittelpreise. Diese Mehrbelastungen schwächen die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Lebensmittelproduzenten massiv. Bereits jetzt wird es für Unternehmen, die in Österreich produzieren, zunehmend schwieriger, ihre Produkte gegenüber ausländischen Anbietern auf dem heimischen Markt zu platzieren.
Auch operativ blieb das Umfeld anspruchsvoll: Insbesondere Rohstoffe und Energie verteuerten sich weiterhin deutlich. So stiegen etwa die Preise für Rindfleisch im Jahresvergleich um bis zu 60 % und erreichten ein historisches Allzeithoch. Auch weitere zentrale Rohstoffe wie Eier sowie heimisches Geflügel verzeichneten enorme Preissteigerungen.
VIVATIS konnte diese Herausforderungen in vielen Bereichen erfolgreich bewältigen, Kostensteigerungen teilweise kompensieren und ihre Auswirkungen auf das Geschäft deutlich abmildern, wobei es zunehmend schwieriger wird, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
Starke Entwicklung in den Geschäftsbereichen
Trotz des herausfordernden Umfelds entwickelte sich die VIVATIS-Gruppe in ihren Geschäftsbereichen erfreulich.
GOURMET verzeichnete 2025 in allen wichtigen Segmenten deutliche Zuwächse. Das Kerngeschäftsfeld Education sowie die Betriebsverpflegung wuchsen stark und verfolgen auch zukünftig einen klaren Wachstumskurs, sowohl in Österreich als auch in Deutschland, wobei gezielte Zukäufe zur strategischen Portfolioerweiterung beitragen sollen. Auch die zum Unternehmen gehörenden Gastronomiebetriebe in Wien, wie Gerstner, Rathauskeller, KHM, Café Schwarzenberg uvm., erzielten mit rund 70 Millionen Euro Umsatz eine hervorragende Performance.
WOJNAR’S profitierte 2025 besonders von der starken Nachfrage nach ultrafrischen Produkten wie hochwertigen Salatbowls und Sandwiches – auch auf internationalen Märkten. Parallel dazu wurden das klassische Aufstrich-Segment sowie die Bereiche Vegan und Bio durch innovative Produktideen und neue Sortimente gezielt weiterentwickelt.
WEINBERGMAIER wächst weiterhin im Tiefkühl- und Convenience-Bereich, auch international. Neben den beliebten österreichischen Klassikern tragen innovative Produkte für Gastronomie, Hotellerie und Endkonsumenten, darunter kleinere Portionsgrößen (z.B. Mini-Germknödel) und Airfryer-taugliche Angebote, zur steigenden Nachfrage bei. Im Jahr 2025 wurden an den Standorten Wolfern und Wien allein rund 15 Millionen Germknödel, 8 Millionen Portionen Kaiserschmarrn und 800 Kilometer Strudel produziert.
Karnerta konnte trotz massiver Kostensteigerungen bei Rindfleisch die Versorgung von über 3.000 Betrieben in Gastronomie und Hotellerie ausbauen. Auch der Teigwarenbereich entwickelt sich sehr gut. Gekühlte Teigwaren werden vor allem international sehr gut angenommen: Die Exportquote liegt hier bei über 50 Prozent, die wichtigsten Zielmärkte sind Deutschland und die Schweiz.
FW Trading, der Spezialist im europäischen Geflügelfleisch-Trading, der den Lebensmittelhandel, die Gastronomie und Hotellerie beliefert, steigerte 2025 die Geflügelmengen auf über 12.000 Tonnen. Dabei arbeitet das Unternehmen ausschließlich mit 4-Pfoten-Betrieben zusammen.
Die Maresi-Gruppe festigte ihr Geschäft in Österreich und wuchs vor allem in den CEE-Ländern stark. In diesen Märkten erzielte sie im abgelaufenen Wirtschaftsjahr einen Umsatz von rund 110 Millionen Euro. Mit der 2025 erfolgten Mehrheitsbeteiligung an der Salvia d.o.o. in Kroatien sowie dem organischen Wachstum in den bestehenden CEE-Märkten plant Maresi, den Auslandsumsatz im Jahr 2026 weiter zu steigern.
DAILY, der Spezialist für Tiefkühllogistik, verzeichnete eine sehr positive Geschäftsentwicklung und steigerte die transportierten Mengen auf über 100.000 Tonnen. Der Ende 2023 in Betrieb genommene hochmoderne Standort in Himberg ist aktuell bereits zu 80 % ausgelastet und trägt erheblich zur Effizienzsteigerung bei. Durch optimierte Routen wurden rund 2 Millionen Kilometer eingespart, was zugleich einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet.
Die Purea/TKV-Gruppe konnte trotz volatiler Märkte und schwieriger Preissituation die Produktionsmengen deutlich steigern und verarbeitete im abgelaufenen Geschäftsjahr 354.000 Tonnen Schlachtnebenprodukte zu hochwertigen Rohstoffen, unter anderem für die Petfood-Industrie.
Auch das Startup ECOFLY entwickelt sich planmäßig und wird im Jahr 2026 bereits über 2.000 Tonnen Produktionsvolumen erreichen.
Internationale Expansion im Fokus
Strategisch richtet VIVATIS den Fokus weiterhin konsequent auf internationales Wachstum. Mit Gourmet soll die Marktpräsenz nicht nur in Österreich, sondern insbesondere in Deutschland gestärkt und das Kerngeschäft in diesen Märkten gezielt weiterentwickelt werden. Parallel dazu intensiviert die Maresi-Gruppe ihre internationale Präsenz und erschließt zusätzliche Potenziale in bestehenden und neuen Märkten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Ausbau des Tiefkühl- und Convenience-Segments im gesamten DACH-Raum. Langfristig plant VIVATIS, den Auslandsanteil am Gesamtumsatz von derzeit gut 20 Prozent in Richtung 30 Prozent zu erhöhen.
„Wir verfolgen ein konsequent qualitatives und gesundes Wachstum – in Österreich wie auch auf internationalen Märkten. Auf diese Weise stärken wir unsere Resilienz und festigen unsere nationale und internationale Marktposition kontinuierlich“, so Gerald Hackl abschließend.
Über VIVATIS
Die VIVATIS Holding AG zählt mit 4.116 Mitarbeiter:innen und einem Jahresumsatz von 1,43 Mrd. Euro (2025) zu den größten rein österreichischen Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelbranche. Unter dem Dach der Holding mit Sitz in Linz vereint die Gruppe etablierte Markenartikler ebenso wie spezialisierte Produktions- und Dienstleistungsunternehmen.
Zum Markenportfolio zählen unter anderem Gourmet, Gerstner, Karnerta, FW Trading, Maresi, Knabbernossi, Inzersdorfer, Himmeltau, Siggi, Shan’Shi, Toni Kaiser, Bauernland, Ackerl, Wojnar’s, Daily und Purea.
Weitere Informationen unter: www.vivatis.at
Rückfragen & Kontakt
VIVATIS Holding AG
Gisela Ploch, BA MBA
Telefon: 0664/224 19 45
E-Mail: [email protected]
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