• 09.04.2026, 12:23:32
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Tourismusappartements: Wiener Grünen fordern den Stopp von Bewilligungen

Wien (OTS) - 

Bei einer Pressekonferenz haben die Wiener Grünen heute, Donnerstag, die „dauerhafte Zweckentfremdung“ von Wiener Wohnungen als Tourismusappartements beklagt. Laut Daten der Grünen würden allein auf der Plattform Airbnb mehr als 14.000 Wohnungen in der Stadt zu diesem Zweck angeboten werden; diese Zahl habe sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdreifacht. „So gehen immer mehr leistbare Wohnungen für die Wiener*innen verloren. Diese Spekulation muss endlich gestoppt werden“, verlangte die nicht amtsführende Stadträtin Judith Pühringer. Auch die strengeren Regelungen der Bauordnungsnovelle 2024 hätten zu keinem relevanten Rückgang geführt, selbst ganze Wohngebäude würden mittlerweile in Beherbergungsstätten umgewandelt werden, sagte Pühringer. Laut Grünen sei dies durch ein rechtliches Schlupfloch möglich: Werden ganze Gebäude in Beherbergungsstätten umgewidmet, brauche man für die Kurzzeitvermietung keine Ausnahmegenehmigung.

Wien drohe so ein dramatischer Mangel an Wohnungen. „Mittlerweile gibt es in Wien mehr Tourismusappartements als Wohnungen in der gesamten Josefstadt. Gegen die Gewinnmaximierung Einzelner helfen nur glasklare Regeln, die uns vor Entwicklungen wie in Barcelona, Amsterdam oder Lissabon schützen. Wohnungen sind keine Hotelzimmer“, sagte Gemeinderat und Klubobmann Georg Prack.

Um kurzfristig wieder mehr leistbaren Wohnungen freizubekommen und Spekulationen mit Wohnraum zu beenden, schlagen die Grünen Maßnahmen wie das Stoppen von Bewilligungen von neuen Tourismusappartements, das Beenden von Ausnahmebewilligung für die gewerbliche Nutzung für kurzfristige Beherbergungszwecke sowie eine gesetzliche Klarstellung, dass Wohnraum nicht mehr in Beherbergungsstätten umgewandelt werden dürfe, vor. Eine Wohnung 90 Tage pro Kalenderjahr vorübergehend vermieten zu können, solle aber weiterhin möglich sein.

Das Pressegespräch fand vor einem Wohnhaus am Franz-Josefs-Kai im 1. Bezirk statt. Dort sollen sechs von 30 Wohnungen für Kurzzeitvermietungen umgewandelt werden, wogegen die Bewohner*innen des Hauses rechtlich vorgehen. Sie befürchten Probleme wie Ruhestörung, Verschmutzung durch Müll und wechselnde, fremde Personen im eigenen Haus.

Weitere Informationen: Grüner Klub im Rathaus, Kommunikation, Tel.: 01/4000-81814 (Schluss) nic

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