• 09.04.2026, 10:39:02
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LH Mikl-Leitner besuchte „NachbarschaftsKultur im Waldviertel“

„Nachbarschaftskultur ist gelebte soziale Nähe im Alltag“

St. Pölten (OTS) - 

Vor einigen Monaten haben sich 31 Gemeinden basierend auf drei vorhandenen Initiativen zur gemeinsamen „NachbarschaftsKultur im Waldviertel“ zusammengeschlossen. Darin wird ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe über Gemeindegrenzen hinweg koordiniert und weiterentwickelt. Am heutigen Donnerstag fand im Stadtsaal Groß Siegharts ein gemeinsames Frühstück mit den Ehrenamtlichen und Bürgermeistern der fünf Teilnehmerbezirke statt.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sagte dabei: „Einsamkeit ist zu einer stillen Volkskrankheit geworden, die uns alle trifft. Ihr seid das Gegenbeispiel von Einsamkeit – nämlich Geselligkeit.“ Einsamkeit treffe zwar auch viele Jugendliche, aber vor allem die ältere Generation und Familien würden unter Einsamkeit leiden. Warum das Thema Einsamkeit so stark geworden sei, begründete die Landeshauptfrau damit, „dass die Welt immer schneller wird, aber das Menschliche nicht im gleichen Maß mitgewachsen ist.“ Einsamkeit sei jedoch kein Schicksal, sondern man könne etwas dagegen tun, sagte sie: „Für uns ist Einsamkeit eine der größten sozialen Herausforderungen, wogegen man aber etwas tun kann.“ Man könne gegen Einsamkeit ankämpfen, indem man das Vereinswesen und das Ehrenamt stärke und Räume schaffe, wo man sich trifft. „Es ist eine ganz große Aufgabe von uns allen, denn Nachbarschaftskultur ist viel mehr als Nachbar zu sein. Das heißt gelebte soziale Nähe im Alltag. Denn diese Nähe gibt den Menschen Halt und Orientierung und dort wo man sich hilft, steigen Vertrauen, Beziehung und Gemeinschaft. Gerade eine starke Nachbarschaftskultur ist das beste und stärkste Netz direkt vor der Haustür.“

Christoph Angster vom Sozialministerium brachte einen Input über Einsamkeit und sagte eingangs: „Dieses Projekt ist gewaltig, was ihr hier leistet ist eine perfekte Blaupause für meine Arbeit in Wien. Ihr schafft das, was wir für ganz Österreich umzusetzen versuchen. Mit dem neuen Verein NachbarschaftsKultur habt ihr ein Vorzeigemodell geschaffen, ihr schafft es, durch Ehrenamt Einsamkeit zu lindern.“

Obmann Bürgermeister Günter Schalko gab gemeinsam mit Geschäftsführerin Doris Maurer einen Einblick zu den Projekten. Schalko unterstrich: „Jeden Dienst, den man macht, muss man gerne machen. Das ist das Credo für unsere Ehrenamtlichen.“ Geschäftsführerin Doris Maurer wies daraufhin, dass in den 31 Gemeinden fast 650 Ehrenamtliche für den Verein tätig sind. Im Einzugsgebiet leben über 35.000 Einwohner, davon sind rund 8.430 über 65 Jahre alt.

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