- 09.04.2026, 08:54:02
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CDG: Zentraler Ankerpunkt im österreichischen Innovationssystem
Klare Empfehlung für Weiterführung von CD-Labors und JR-Zentren in Programmevaluierung durch das Industriewissenschaftliche Institut IWI
Wissenschaftliche Exzellenz, unternehmerische Innovation, neue Forschungsschwerpunkte, Wissenstransfer und Nachwuchsförderung: Wenn es darum geht, zur europäischen Innovationsspitze aufzuschließen, spielt die Christian Doppler Forschungsgesellschaft CDG eine zentrale Rolle. Gute Planbarkeit und nachhaltige Absicherung der CDG-Förderungsprogramme sind wichtig für die Zukunft. Zu diesem Ergebnis kommt das Industriewissenschaftliche Institut IWI in seiner Evaluierung der CDG, Österreichs Fördergesellschaft für Spitzenforschung an der Schnittstelle von Wirtschaft und Wissenschaft.
Martin Gerzabek, Präsident der Christian Doppler Forschungsgesellschaft ordnet die Ergebnisse der Evaluierung in aktuelle Entwicklungen ein: „Die Industriestrategie 2035 nennt die Christian Doppler Forschungsgesellschaft eine zentrale Brückenbauerin zwischen Hochschulen und Industriebetrieben – und diese Evaluierung zeigt, wie sehr wir dieser Rolle gerecht werden. Wir sind stolz darauf, sowohl von Universitäten und Fachhochschulen als auch von Unternehmen als wertvolle und zukunftsweisende Partnerin wahrgenommen zu werden. Gleichzeitig sehen wir es als Auftrag, diese Rolle auch in den kommenden Jahren aktiv wahrzunehmen und unseren Beitrag zum weiteren Ausbau von Österreichs Spitzenposition im FTI-Bereich zu leisten und damit den Standort Österreich nachhaltig zu stärken“.
Ausgewählte Evidenz in Zahlen
Starker Systembeitrag: rund 95% der Unternehmenspartner sehen einen wesentlichen Beitrag zum Innovationssystem (96% bei CD-Labors, 93% bei JR-Zentren).
Sehr hohe Zufriedenheit: 100% der Unternehmenspartner sind (sehr) zufrieden mit Förderkonzept und Förderzielen.
Hoher Nutzen für Unternehmen: Über 90% der befragten Unternehmenspartner bestätigen starken Nutzen bei Kompetenzaufbau und neuen Technologien; 65–88% bei Wettbewerbsfähigkeit, Fachkräftezugang und Technologieführerschaft.
Hervorragender wissenschaftlicher Output: Im Durchschnitt erarbeiten CD-Labors rund 60 referierte Publikationen, JR-Zentren etwa 26.
Schlüsselkräfte für die Wirtschaft: Bei über 85% der CD-Labors wechselten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Wirtschaft, bei den JR-Zentren waren es in etwa 50%.
Exzellente Betreuung: 97% (Laborleitungen) und 100% (Zentrumsleitungen) sind (sehr) zufrieden mit der Betreuung durch die CDG.
Positive Bewertung aus Wissenschaft und Unternehmen
Die Evaluierung stützt sich maßgeblich auf Rückmeldungen von Wissenschaftler*innen und Vertreter*innen von Mitgliedsunternehmen der CDG. Beide Gruppen bescheinigen der CDG eine hervorragende Leistung. Besonders hervorgehoben wird ihr Beitrag zu exzellenter Forschung die direkt in Innovation mündet, wodurch sowohl der Wirtschafts- als auch der Wissenschaftsstandort nachhaltig gestärkt werden. Als besondere Vorzüge der CDG werden darüber hinaus die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, eine ausgeprägte Serviceorientierung sowie eine hohe administrative Effizienz genannt.
Schlagkräftig durch Flexibilität
Als zentrale Stärken der Christian Doppler Förderprogramme werden insbesondere die langen Laufzeiten (5 bzw. 7 Jahre), die hohe Flexibilität während der Laufzeit sowie die thematische Offenheit bei der Antragstellung hervorgehoben. Gerade in Zeiten raschen Wandels und tiefgreifender struktureller Umbrüche erweist sich diese Flexibilität als wesentlicher Erfolgsfaktor. Sie ermöglicht es CD-Labors und JR-Zentren, sich im dynamischen globalen Innovationsumfeld als leistungsfähige und schlagkräftige Forschungseinheiten zu positionieren.
Innovationsmotor CDG
Unternehmenspartner von CD-Labors und JR-Zentren heben insbesondere den hohen Innovationsbeitrag der Forschungseinheiten hervor. So konnten 86% der Partner von CD-Labors auf Basis der Forschungsergebnisse bereits Produkt- oder Prozessinnovationen realisieren oder erwarten entsprechende Entwicklungen in der Zukunft. Rund ein Drittel berichtet dabei sogar von Innovationen in „großem Ausmaß“. Bei den JR-Zentren zeigt sich dieser Effekt noch ausgeprägter: 97% der Unternehmenspartner konnten Produkt- oder Prozessinnovationen umsetzen oder rechnen damit in Zukunft.
Weitere positive Effekte sehen Unternehmen beim steigenden fachlichen Know How der Mitarbeiter*innen, bei der Erhöhung des technologischen Niveaus, bei der Stärkung des Unternehmensstandorts und der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Dazu kommen durchschnittlich etwa vier Patente und Erfindungsmeldungen pro CD-Labor.
Innovation Leader Instrument
Im Europäischen Innovation Scoreboard (EIS) belegt Österreich aktuell Rang acht unter den EU-Mitgliedstaaten und wird als „Strong Innovator“ eingestuft. Ziel ist der Aufstieg in die Gruppe der fünf führenden Nationen, der „Innovation Leaders“. Die Evaluierung zeigt, dass die Förderprogramme der CDG einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels leisten: „... denn über neue umgesetzte CD-Labors/JR-Zentren investieren Unternehmen wesentliche Mittel für Forschungsprojekte in wichtigen Zukunftsthemen und Schlüsseltechnologien. Jede Nicht-Einrichtung neuer CD-Labors/JR-Zentren würde so mitunter im schlechtesten Falle auch zu einem Verlust der zusätzlich 50% an Investitionsgeldern von Unternehmen führen.“
Wissenschaftliche Exzellenz
Wissenschaftler*innen schätzen an CD-Labors und JR-Zentren insbesondere die Möglichkeit, ihre wissenschaftliche Exzellenz mit konkreten Innovationspotenzialen zu verbinden. Als sehr positiv wird auch die Möglichkeit hervorgehoben, langfristig tragfähige Forschungsschwerpunkte aufzubauen, junge Wissenschaftler*innen zu fördern und Forschungsteams nachhaltig zu etablieren.
Zudem zeigt sich eine deutliche Stärkung der jeweiligen Forschungsthemen durch die Förderung der CDG: Neben einer verbesserten Drittmittelsituation und einer steigenden Zahl an Mitarbeiter*innen kommt es vermehrt zu Berufungen sowie zur Initiierung von Folgeprojekten im entsprechenden Themenbereich.
Strenge wissenschaftliche Prüfkriterien sind ein wesentliches Merkmal der CDG, ein Resultat davon ist eine rege Publikationstätigkeit: Die Zahl referierter Publikationen liegt bei durchschnittlich rund 60 pro CD-Labor und rund 26 pro JR-Zentrum.
Serviceorientierung und administrative Effizienz
Die organisatorischen und administrativen Rahmenbedingungen der Programme werden insgesamt sehr positiv bewertet. Die Betreuung durch die CDG stößt durchgehend auf hohe Zustimmung und wird als unkompliziert, verlässlich sowie partnerschaftlich wahrgenommen. Damit hebt sie sich deutlich von anderen Förderinstitutionen ab. Ein besonders bemerkenswerter Aspekt des Feedbacks ist zudem die starke emotionale Bindung vieler beteiligter Akteur*innen an die Programme: Diese werden nicht nur als funktionales Förderinstrument gesehen, sondern stiften darüber hinaus auch Identifikation und Zugehörigkeit.
Herausforderung für die Zukunft: Planungssicherheit
Als zentrales Element für den weiteren Erfolg der CDG im nationalen Innovationssystem identifiziert die Evaluierung die Rechts- und Planungssicherheit der CDG. Wichtige Meilensteine in diesem Zusammenhang waren die Verankerung der CDG als zentrale Forschungsförderungseinrichtung des Bundes im Zuge der Forschungsfinanzierungsnovelle 2020 sowie die Umstellung auf einen dreijährigen Finanzierungszeitraum durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET). Die in der aktuellen Evaluierung ausgesprochene Empfehlung, die Grundsicherung der CDG im Ressortbudget zu verankern, befindet sich in Umsetzung.
Hintergrund: Die Evaluierung
Die Evaluierung wurde vom Industriewissenschaftlichen Institut (IWI) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus im Jahr 2025 durchgeführt und im März 2026 veröffentlicht. Sie basiert insbesondere auf den statistischen Abschlussberichten der in den Jahren 2023 und 2024 ausgelaufenen CD-Labors und JR-Zentren, einer ergänzenden Online-Befragung sowohl dieser als auch aller aktiven CD-Labors und JR-Zentren sowie deren Unternehmenspartner und auf vertiefenden Interviews mit Labor- und Zentrumsleitungen sowie Vertreter*innen der Unternehmen. Im Ergebnis bestätigt sie die wichtige Rolle der CDG im Nationalen Innovationssystem Österreichs und empfiehlt klar die Weiterführung der Programme zur Förderung von CD-Labors und JR-Zentren.
Über die Christian Doppler Forschungsgesellschaft
Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft besteht in ihrer heutigen Form seit 1995 und fördert die Zusammenarbeit zwischen exzellenten Wissenschaftler*innen und innovativen Unternehmen. Diese Kooperationen finden in Christian Doppler Labors an Universitäten sowie in Josef Ressel Zentren an Fachhochschulen statt. Die Einrichtungen werden gemeinsam von der öffentlichen Hand und den beteiligten Unternehmen finanziert und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Österreich.
Als öffentliche Fördergeber fungieren das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) sowie die Österreichische Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung.
Rückfragen & Kontakt
Christian Doppler Forschungsgesellschaft
Mag. Christiana Griesbeck
Telefon: +43 1 5042205-24
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.cdg.ac.at
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