• 09.04.2026, 08:00:36
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GLOBAL 2000: 12-Punkte-Plan gegen Energiekrise

Umweltschutzorganisation fordert Befreiungsschlag von fossilen Energien.

Wien (OTS) - 

Die globale Energiekrise belastet Haushalte wie Unternehmen, vor allem weil Österreich nach wie vor von Öl und Gas abhängig ist. Der Krieg im Iran hat erneut gezeigt, wie verletzlich wir sind, wenn Energielieferungen unterbrochen werden. . Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 legt derfür die Bundesregierung einen 12-Punkte-Plan vor, der die Bevölkerung finanziell entlastet, das Land unabhängig macht und das Klima schont. "Noch nie war es so wichtig, in die Energiewende zu investieren. Die Bundesregierung muss ein neues Arbeitstempo an den Tag legen. Wir fordern ein massives Investitionspaket für die Energiewende, damit wir die fossile Preisfalle ein für alle Mal hinter uns lassen", verlangt Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000.

Der Weg zur Energiewende

Um die Abhängigkeit von fossilen Energien zu brechen, legt GLOBAL 2000 ein umfassendes Krisenpaket vor – mit Maßnahmen, die schnell wirken und die Energiewende vorantreiben:

  • 1. Tempo 100 auf Autobahnen und 80 auf Bundes- und Landesstraßen um vorsorglich Treibstoff zu sparen
  • 2. Preis für Öffi-Tickets nach dem Beispiel Litauens befristet um 50 % reduzieren und langfristig leistbar halten
  • 3. Kampagnen für spritsparendes Fahren, Ausweitung von Home-Office-Regelungen und Förderung von Fahrgemeinschaften
  • 4. Österreichs Energiewende beschleunigen: Bis 2030 sollen 39 TWh aus erneuerbaren Quellen kommen statt 27 TWh (Erneuerbaren Ausbau-Beschleunigungsgesetz), besonders verbaute Flächen wie Parkplätze müssen genutzt werden
  • 6. Biogas mit Beschluss des Erneuerbares Gas-Gesetz mobilisieren: bis zu 10 TWh sind aus nachhaltigen Quellen möglich (12% Gesamtgasverbrauch)
  • 7. Aus für Gasheizungen bis 2040, Verplichtung der Energieversorger und Netzbeteiber zum Ausbau der Fernwärme
  • 8. Attraktive Förderungen für thermische Sanierung und Heizungstausch
  • 9. Aus für die antiquierte Anschlusspflicht an das Gasnetz, die den geordneten Rückbau der Gasnetze verhindert
  • 10. 5,7 Mrd. Euro an umweltschädlichen Subventionen streichen
  • 11. Knapp 3 Milliarden Euro sparen, Lobauautobahn stoppen, stattdessen ASFINAG-Dividende erhöhen
  • 12. Energiewendesteuer für Fossilkonzerne: Übergewinne abschöpfen

Bevölkerung und Unternehmen mitnehmen

Die Energiekrise ist kein ZufallSchicksal, sondern ganz klar dieeine Folge verfehlter Politik. Die Bundesregierung kann das Steuer herumreißen und statt weiterer aus der fossilern Abhängigkeit herumreißen, mutige Entscheidungen für die Energiewende im Sinne der Menschen treffen. „Die Wahl ist einfach: Wir können jetzt handeln und nachhaltige, preiswerte Energie selbst herstellen oder unser Geld von den Ölmultis absaugen lassen und mit leeren Taschen und einer zerstörten Umwelt übrigbleiben“, so Wahlmüller abschließend.

Hintergrund: Österreichs fossile Abhängigkeit

  • 62 % der Energie (Mobilität, Strom, Industrie) stammen aus fossilen Quellen – Kohle, Öl und Gas
  • Erdöl ist mit 35,5 % der wichtigste Energieträger, vor allem im Verkehrssektor (87 % fossile Energie)
  • Österreich gibt 12,8 Mrd. Euro pro Jahr für fossile Energieimporte aus – größtenteils für Öl (9,2 Mrd. Euro)
  • Hauptimportländer sind Kasachstan, Libyen und Saudi-Arabien.

Rückfragen & Kontakt

Johannes Wahlmüller, Energiesprecher GLOBAL 2000, +43 699 142000 41,
[email protected]

Marcel Ludwig, Pressesprecher GLOBAL 2000, +43 699 142000 20,
[email protected]

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