• 08.04.2026, 14:04:34
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Jugend Eine Welt: Testamentsspenden haben nachhaltige Wirkung für benachteiligte Kinder weltweit

2025 wurden in Österreich 122 Millionen Euro für guten Zweck vererbt – ein neuer Höchstwert | Heiserer: „Diese Form der Solidarität verdient größten Respekt."

Reinhard Heiserer, Geschäftsführer der österreichischen
Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt, dankt Spenderinnen und
Spendern symbolisch mit Vergissmeinnicht zum selber einpflanzen
(Fotocredit: Jugend Eine Welt).
Wien (OTS) - 

Testamentsspenden gewinnen in Österreich weiter an Bedeutung: 122 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr für gemeinnützige Zwecke vererbt – ein neuer Höchstwert. Laut Hochrechnung des Fundraising Verband Austria stammt damit rund jeder neunte Spendeneuro aus einem Testament. Auch die österreichische Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt, langjähriges Mitglied von „Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“, sieht in dieser Entwicklung ein starkes Zeichen gelebter Solidarität über das eigene Leben hinaus. „Testamentsspenden sind für unsere Arbeit von unschätzbarem Wert, weil sie langfristige Perspektiven ermöglichen“, betont Jugend Eine Welt-Geschäftsführer Reinhard Heiserer. „Viele Menschen möchten mit ihrem Nachlass etwas Bleibendes schaffen. Diese Form des Gebens erlaubt es uns, nachhaltige Bildungs- und Entwicklungsprojekte für benachteiligte Kinder und Jugendliche weltweit umzusetzen und die Arbeit unserer Organisation nachhaltig zu stärken.“

Wachsende Bedeutung durch gesellschaftlichen Wandel
In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Aufkommen von Testamentsspenden mehr als verdoppelt. Gründe dafür sind unter anderem der demografische Wandel sowie der Wunsch vieler Menschen, über ihr Leben hinaus positive Spuren zu hinterlassen. Besonders häufig entscheiden sich kinderlose und alleinstehende Personen für diese Form der Unterstützung. „Wir erleben immer wieder, dass Menschen sehr bewusst entscheiden, ihr Vermögen für jene einzusetzen, die weniger Chancen im Leben haben. Diese Form der Solidarität verdient größten Respekt und von Herzen ein großes Dankeschön. Denn sie wirkt weit über Generationen hinaus“, so Heiserer.

Zeichen des Dankes in Schönbrunn
Als sichtbares Zeichen des Dankes setzten die Mitgliedsorganisationen von „Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ am 8. April im Wiener Schlosspark Schönbrunn ein symbolisches Dankeschön: Durch das Pflanzen von Vergissmeinnicht-Blumen wurde traditionell den zahlreichen Testamentsspenderinnen und -spendern gedacht. Zusätzlich verteilte Jugend Eine Welt, gemeinsam mit den anderen Vergissmeinnicht-Mitgliedern, tausend Blumentöpfe mit Samen an die Bevölkerung. „Jede einzelne Testamentsspende lässt neue Projekte wachsen und trägt dazu bei, Zukunft zu schenken“, so Heiserer. „Gerade in der Entwicklungszusammenarbeit bedeutet das konkret: Bildung, Schutz und Perspektiven für Kinder und Jugendliche, die sonst kaum Chancen hätten.“

Großer Informationsbedarf in der Bevölkerung
Trotz steigender Bedeutung ist das Thema Vererben für viele Menschen allerdings noch immer mit Unsicherheiten verbunden: Nur rund ein Drittel der über 40-Jährigen hat bereits ein Testament erstellt, während sich etwa die Hälfte unzureichend informiert fühlt. Im Frühling finden daher wieder – im Zuge der „Wochen des guten Testaments“ - österreichweit zahlreiche kostenlose Informationsveranstaltungen statt, bei denen Notarinnen und Notare kompetent über alle Aspekte der vielfältigen Erbschaftsthemen informieren. Termine und Orte, bei denen auch Jugend Eine Welt vertreten sein wird, gibt es auf der Website unter www.jugendeinewelt.at/termine. Jugend Eine Welt lädt alle Interessierten zu diesen unverbindlichen Vorträgen herzlich ein. „Wir können nur dazu ermutigen, sich frühzeitig mit dem eigenen Testament auseinanderzusetzen“, empfiehlt Heiserer. „Es schafft Klarheit für die eigenen Angehörigen und eröffnet gleichzeitig die Möglichkeit, mit einem Teil des Nachlasses nachhaltig Gutes zu bewirken.“

Gedenkstätte als Ort des Erinnerns und der Dankbarkeit
Mit der Jugend Eine Welt-Gedenkstätte am Hietzinger Friedhof (Grab Nr. 7, Reihe 2, Gruppe 68) befindet sich ein besonderer Ort des Dankes mitten in Wien. Hier gedenkt Jugend Eine Welt aller seiner verstorbenen Testamentsspenderinnen, Förderer und Projektpartner. Eine vom Tiroler Künstler Isidor Winkler geschaffene, lebensgroße Statue von Don Bosco zeigt den Jugendheiligen umringt von drei Kindern mit Symbolen für Zuneigung (Umarmung), Lernen (Buch), Ausbildung (Zange), Spiel (Ball) und Zusammengehörigkeit (Wimpel).

Um diesen besonderen Ort erlebbar zu machen, lädt Jugend Eine Welt am Mittwoch, 3. Juni 2026, zu einem geführten Rundgang über den Friedhof Hietzing ein. Treffpunkt ist um 15:00 Uhr beim Haupteingang Tor 1 (Montecuccoliplatz, 1130 Wien). Die rund 90-minütige Führung (ca. 1 km Wegstrecke) wird von Fremdenführerin Barbara Wehr geleitet und verbindet die Besichtigung der Jugend Eine Welt-Gedenkstätte mit einem Streifzug durch die österreichische Geschichte. Dabei werden unter anderem die Gräber von Otto Wagner, Franz Grillparzer, Johann Strauss (Sohn) und Gustav Klimt besucht. Im Anschluss sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem gemütlichen Ausklang bei einem Getränk eingeladen. Der Rundgang findet bei jedem Wetter (außer Starkregen) statt.

Anmeldung zum Rundgang am Hietzinger Friedhof am 3. Juni 2026:
Bis 27. Mai 2026 via WhatsApp an 0664 / 88 59 38 36 oder per E-Mail an [email protected]
Telefonisch unter: 01 / 879 07 07 – 0

Weiterführende Informationen zum Thema Testamentsspenden finden Sie hier: www.jugendeinewelt.at/testament.

Jugend Eine Welt-Spendenkonto: AT66 3600 0000 0002 4000 | Onlinespenden unter www.jugendeinewelt.at/spenden | Spenden sind steuerlich absetzbar!

Rückfragen & Kontakt

Jugend Eine Welt | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Thomas Zach, MA
Telefon: +4366488632574
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.jugendeinewelt.at

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