• 07.04.2026, 08:55:04
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Zwischen Hayek und Preisbremse

IMADEC-Gründer Dr. Christian Joksch warnt vor politischer Scheinentlastung

Darstellung der PREISBREMSE
Wien (OTS) - 

Energiepreise steigen, Treibstoff wird teurer, die Belastung für Unternehmen und Haushalte wächst – und die politische Antwort folgt immer demselben Muster: Preisbremsen. Strom, Gas, Mieten, Treibstoffe. Der Staat greift ein, signalisiert Handlungsfähigkeit und verkauft kurzfristige Entlastung. Doch aus ökonomischer Sicht beginnt genau hier das eigentliche Problem.

Dr. Christian Joksch, Gründer von IMADEC Executive Education, warnt vor einer Politik, die nicht die Ursachen bekämpft, sondern deren Folgen kaschiert. Preisbremsen stehen aus seiner Sicht exemplarisch für einen gefährlichen politischen Mechanismus: Die Realität wird nicht gelöst, sondern überdeckt.

Preise werden nicht gesenkt – sie werden verschoben. Und damit wird das Problem nicht gelöst, sondern systematisch verschärft, erklärt Dr. Christian Joksch, Gründer von IMADEC Executive Education. Gerade aus der Perspektive von IMADEC Executive Education, das seit Jahrzehnten mit Führungskräften, Entscheidern und Top-Managern arbeitet, wird die Brisanz besonders deutlich. Wer Preise politisch manipuliert, greift in das zentrale Orientierungssystem einer Volkswirtschaft ein.

Friedrich August von Hayek verstand Preise als Informations- und Koordinationssystem des Marktes. Sie zeigen Knappheiten an, erzwingen Anpassung und steuern wirtschaftliches Verhalten. Werden diese Signale künstlich verzerrt, verliert der Markt seine Rückkopplung. Knappheit wird dann nicht beseitigt, sondern politisch verdeckt.

Für IMADEC-Gründer Joksch ist genau das der Kern des Problems.Wir bekämpfen Symptome und verstärken gleichzeitig die Ursache. Das ist keine nachhaltige Wirtschaftspolitik, sondern organisierte Verdrängung ökonomischer Realität, so Joksch. Besonders sichtbar wird diese Fehlentwicklung im Energiebereich. Wenn Strom oder Treibstoff künstlich verbilligt werden, sinkt der Anreiz zu sparen, effizienter zu werden oder strukturell gegenzusteuern. Der reale Mangel bleibt bestehen, doch das Signal, das zu Anpassung zwingen würde, wird abgeschwächt oder ausgeschaltet.

Nach Auffassung von IMADEC Executive Education ist das nicht nur ein ökonomischer Fehler, sondern auch ein Problem politischer Glaubwürdigkeit. Preisbremsen suggerieren Kontrolle, wo in Wahrheit keine echte Lösung vorliegt. Sie beruhigen kurzfristig, erzeugen aber langfristig neue Belastungen – über Budgetdefizite, Inflation, Verschuldung oder spätere Steuererhöhungen. Was heute als Entlastung verkauft wird, ist oft nichts anderes als eine verdeckte Rechnung für morgen, betont Joksch. Der Staat beseitigt die Kosten nicht. Er verteilt sie nur um – und macht sie für Bürger und Unternehmen zunächst weniger sichtbar.

Dass dieses Instrument dennoch immer wieder eingesetzt wird, überrascht für Joksch nicht. Der politische Nutzen liegt auf der Hand: schnelle Wirkung, öffentliche Sichtbarkeit, kurzfristige Zustimmung. Die langfristigen Schäden sind hingegen verzögert, diffus und damit politisch leichter ausblendbar. Gerade darin sieht Dr. Christian Joksch die eigentliche Brisanz: Nicht der Einzelfall ist das Problem, sondern das Prinzip. Wir organisieren uns eine Scheinrealität – und wundern uns dann, wenn die echte Realität umso härter zurückkommt, so der Gründer von IMADEC Executive Education.

Für IMADEC ist klar: Eine funktionierende Wirtschaftsordnung lebt von Wahrheit in den Signalen, nicht von politischer Kosmetik. Wer Preise deckelt, dämpft oder verbiegt, greift nicht bloß in einzelne Märkte ein, sondern beschädigt die Funktionslogik wirtschaftlicher Ordnung insgesamt.

Zwischen Hayeks Verständnis von Marktkoordination und der heutigen politischen Praxis öffnet sich damit ein immer größerer Graben: auf der einen Seite eine Ordnung, die auf Signalen, Knappheit und Anpassung beruht – auf der anderen Seite eine Politik, die Realität überdeckt, statt sie zu lösen. Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr, ob Preisbremsen kurzfristig populär sind. Die entscheidende Frage lautet, ob Politik und Öffentlichkeit bereit sind, die langfristigen Folgen dieser Scheinentlastung zu tragen.

Denn eines bleibt unverändert: Wer Preise bremst, verändert nicht die Realität – er verschlechtert sie.

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Büro Dr. Christian Joksch

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Tel.: +43 676 6000004

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